Glanz, Gummi & Gemeinschaft: Der German Fetish Ball in Berlin
Berlin ist bekannt für seine Freizügigkeit, doch einmal im Jahr wird es besonders glänzend: Der German Fetish Ball (GFB) lockt Liebhaber von Latex, Leder und Lack aus der ganzen Welt in die Hauptstadt. Entgegen vieler Klischees geht es dabei um weit mehr als nur reine Erotik.
Was den Ball so besonders macht:
- Der Dresscode: Wer rein will, muss sich strikt an die Regeln halten. „Streetwear“ wie Jeans oder Sneaker sind absolut tabu. Erlaubt ist alles, was glänzt oder aus speziellen Materialien besteht – von Latex über Leder bis hin zu PVC.
- Das „Zweite Haut“-Gefühl: Für viele Teilnehmer ist Latex nicht nur Kleidung, sondern eine Form der Transformation. Es wird als schützende Hülle beschrieben, die ein völlig neues Körpergefühl vermittelt und das Selbstbewusstsein stärkt.
- Diskretion und Sicherheit: Ein zentraler Pfeiler des Events ist das strikte Fotoverbot. Was auf dem Ball passiert, bleibt dort. Dies schafft einen geschützten Raum („Safe Space“), in dem sich die Gäste frei von gesellschaftlichen Urteilen entfalten können.
- Die Community: Der Ball dient als wichtiger Treffpunkt für die Szene. Es geht um Ästhetik, den Austausch mit Gleichgesinnten und die Flucht aus dem oft grauen Alltag in eine Welt voller Fantasie und Glanz.
Ein Lifestyle jenseits der Vorurteile
Der GFB beweist, dass die Fetisch-Szene in Berlin eine tief verwurzelte Subkultur ist, die vor allem durch Respekt, Toleranz und eine Leidenschaft für außergewöhnliche Materialien gepflegt wird. Es ist ein Fest der Sinne, bei dem die Ästhetik des Materials im Rampenlicht steht.
Quelle: t-online