Ergebnis der Studie „Sexuelle Devianz am Beispiel von BDSM sowie Fetisch und deren Bedeutung für die polizeiliche Praxis“ veröffentlicht.

Kürzlich wurde das Ergebnis der Studie der hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung „Sexuelle Devianz am Beispiel von BDSM sowie Fetisch und deren Bedeutung für die polizeiliche Praxis“ veröffentlicht.

Die Onlinebefragung innerhalb der deutschen BDSM- und Fetischszene wurde im Sommer 2015 (siehe SWL-Meldung vom 1.6.2015) durchgeführt.

Der Autor dieser Studie – Kriminalkommisar Andres Wißner – hat anlßlich der Veröffentlichung des Ergebnisses dieser Studie folgende Stellungnahme veröffentlicht:

„(..) Es konnten mehr als 2.000 auswertbare Interviews generiert werden.
Dafür möchte ich mich, als Autor der Studie, herzlich bedanken. Nur durch Ihre rege Beteiligung konnten repräsentative Daten erhoben werden!

Eine neutrale und vorurteilsfreie Bearbeitung dieser Thematik war mir sehr wichtig und ich meine, dass dies auch gelungen ist. Die Studie wurde beim Polizeiverlag in der Schriftenreihe „Polizeiwissenschaftliche Analysen“ publiziert und kann über nachfolgenden Link (s.u.) käuflich erworben werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es aufgrund vertraglicher Regelungen nicht möglich ist, die Studie kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Eine kurze Inhaltsangabe sowie das Inhaltsverzeichnis ist auf der o.a. Seite einsehbar. Diese ersetzen inhaltlich natürlich nicht das Gesamtwerk.

An dieser Stelle möchte ich mich auch für das immens positive Feedback bedanken (eine gesonderte Stellungnahme hierzu befindet sich im Anhang der Studie). Zu einem Punkt möchte ich jedoch auch hier kurz Stellung beziehen, da mir dies ein besonderes Anliegen ist. Bei der Auswertung der einzelnen Interviews (im Speziellen in Bezug auf die Begründungen zu einzelnen Fragen sowie in Bezug auf das Feedback) wurde aus meiner Sicht in manchen Fällen meine Aussage, dass diese Studie NICHT der Kriminalisierung von BDSM/Fetisch dient, in Frage gestellt und z.T. (in meinem Empfinden) unterstellt, dass gerade eine Kriminalisierung bezweckt war. Bspw. wurde in der Studie erfragt, ob sexuelle Praktiken ausgeführt werden bei welchen Verletzungserfolge eintreten, die an schwere Körperverletzungen heranreichen. Aus manchen Kommentaren las ich heraus, dass unterstellt wird, der Autor würde davon ausgehen, dass dies betrieben wird. Das Gegenteil war der Fall.

Doch auch wenn der Autor nicht davon ausgeht, dass dies begangen wird, so hat die theoretische Bearbeitung dieses Themas ergeben, dass an diesem Punkt eine rechtliche Grenze überschritten wird. Nur aufgrund der Annahme, dies würde nicht ausgelebt werden, kann auf die Frage, ob es das wird, nicht verzichtet werden. Sie muss sogar gestellt werden, damit in der Folge empirisch belegt werden kann, dass solche Praktiken nicht stattfinden. Genau das ist eingetroffen.

Ich wiederhole an dieser Stelle daher nochmals: Eine Kriminalisierung von BDSM/Fetisch war zu keinem Zeitpunkt ein angestrebtes Ziel dieser Studie und es ist auch nicht dazu gekommen… ganz im Gegenteil, ein Ergebnis der Studie ist:

Bei der BDSM/Fetisch-Szene handelt es sich um KEINE kriminelle Szene und ihre Teilnehmer_innen sind grundsätzlich selbstreflektierende Bürger_innen, die beim Ausleben ihrer sexuellen Neigungen keine kriminellen Energien entfalten. Ich danke für Ihre Mitarbeit und hoffe auch bei künftigen Projekten auf Ihre Unterstützung.“

für weitere Infos:

Andres Wißner Sexuelle Devianz am Beispiel von BDSM sowie Fetisch und deren Bedeutung für die polizeiliche Praxis Schriftenreihe Polizeiwissenschaftliche Analysen 267 Seiten Verkaufspreis EUR 29.90 ISBN 978-3-86676-451-8
Web: http://www.polizeiwissenschaft.de/schriftenreihen.php?series_id=58

Quelle: SWL

Rekordergebnis dank „Shades of Grey“

Nach inoffiziellen Angaben hat die Bertelsmann Tochter Random House das Geschäftsjahr 2012 mit einem Rekordergebnis von 300 Millionen Euro (vor Zinsen und Steuern) abgeschlossen. Mit 70 Millionen (allein in Deutschland 5,9 Millionen) verkauften Exemplaren dürfte die „Fifty Shades“-Trilogie einen großen Teil dazu beigetragen haben, lag doch das Ergebnis 2011 bei 185 Millionen Euro. Das Gesamtergebnis des Konzerns stagniert aber wie bereits Ende Januar bekannt gegeben ein rund 1,7 Milliarden Euro.

Quelle: Internet

Diplomarbeit „Sadomasochismus und S/M 1991“ im Web abrufbar

Carsten Kulla (Mitgründer der Gruppe SMile Marburg) hat kürzlich seine aus dem Jahre 1991 stammende Diplomarbeit

„Sadomasochismus und S/M 1991 Die Funktion der Subkultur für die Identitätsbildung“

auf seiner Website (s.u.) veröffentlicht.

Für den Abschluss seines Studiums der Erziehungswissenschaften reichte er damals seine Arbeit mit dem Titel „Die Funktion der Subkultur für die Identitätsbildung – Probleme der Erwachsenenbildung“ ein.

Warum er ausgerechnet S/M als Thema für seine Diplomarbeit gewählt hat führt er im Vorwort aus dem Jahre 2012 unter anderem an:

„(..) Doch über S/M schreiben zu können, war für mich die einzigartige Chance, mich 6 Monate lang intensivst mit gerade dem Thema auseinandersetzen zu dürfen, dasmich damals 1991 am meisten beschäftigte und sozusagen zu meinem Lebensthema geworden war.Ich hatte schon immer – oder zumindest solange ich zurückdenken konnte – entsprechende Phantasien, und wie so viele hatte ich mich lange Jahre nicht getraut, mit anderen darüber zu sprechen (..)

Rückblickend bewertet er seine Arbeit mit den Worten:

„Zusammenfassend lässt sich behaupten, es hat sich gelohnt, dass damals ein paar wenige angefangen haben, sich dafür zu engagieren. Und es hat sich für mich persönlich ebenso gelohnt, dass ich mich damals getraut habe, diese Arbeit zu schreiben, auch wenn das Ergebnis sicherlich besser hätte ausfallen können. Aber vielleicht gibt es ja auch heute (wie immer wieder in all den Jahren dazwischen) wieder Leute, die sich in einer Bachelor-Arbeit o. ä. wissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Bedarf gäbe es genug. Und kann meine Arbeit sie dazu ermutigen oder gar dabei unterstützen. Ich würde mich darüber freuen“.

Im Nachwort kam er bereits 1991 zu folgenden Schlußfolgerung:

„Als Ergebnis dieser Arbeit lässt sich zusammenfassend festhalten, dass insbesondere subkulturelle Organisationsformen es SadomasochistInnen wesentlich erleichtern, zum einen entsprechende Gelegenheiten zu finden, ihre Sexualität innerhalb eines geschützten Raumes auszuleben, und zum anderen durch den Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten zu einer positiven Umwertung ihrer gesellschaftlich ansonsten stigmatisierten Neigungen zu gelangen. (..)

Kommentar: Mit dieser Diplomarbeit wird ein Einblick in die S/M-Szene Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrtausends gegeben und sie stellt für uns im Grunde auch ein zeitgeschichtliches Dokument dar.

Es wäre wünschenswert, wenn dies – zumindest zu einem kleinen Anstoß – zur Stärkung des Geschichtsbewußtseins der BDSM-Szene /-Subkultur führen würde.

Dadurch wird natürlich auch bewusst gemacht, dass für viele Menschen BDSM vor der Veröffentlichung von „Shades Of Grey“ einen gewissen Stellenwert besaß.

An dieser Stelle ein Danke an Carsten für seine geleistete Arbeit und die Zurverfügungstellung seiner Diplomarbeit.

für weitere Infos: Downloadlink der Diplomarbeit (841 KB PDF):
http://www.carschti.com/Sachtexte/Sadomasochismus_und_SM_1991.pdf
E-Mail an Carsten: liedermaching@carschti.com

Quelle: SWL

Diplomarbeit „Sadomasochismus und S/M 1991“ im Web abrufbar

Carsten Kulla (Mitgründer der Gruppe SMile Marburg) hat kürzlich seine aus dem Jahre 1991 stammende Diplomarbeit „Sadomasochismus und S/M 1991 – Die Funktion der Subkultur für die Identitätsbildung“ auf seiner Website veröffentlicht.

Für den Abschluss seines Studiums der Erziehungswissenschaften reichte er damals seine Arbeit mit dem Titel „Die Funktion der Subkultur für die Identitätsbildung – Probleme der Erwachsenenbildung“ ein.

Warum er ausgerechnet S/M als Thema für seine Diplomarbeit gewählt hat führt er im Vorwort aus dem Jahre 2012 unter anderem an: „(..) Doch über S/M schreiben zu können, war für mich die einzigartige Chance, mich 6 Monate lang intensivst mit gerade dem Thema auseinandersetzen zu dürfen, dasmich damals 1991 am meisten beschäftigte und sozusagen zu meinem Lebensthema geworden war.Ich hatte schon immer – oder zumindest solange ich zurückdenken konnte – entsprechende Phantasien, und wie so viele hatte ich mich lange Jahre nicht getraut, mit anderen darüber zu sprechen (..)“

Rückblickend bewertet er seine Arbeit mit den Worten: „Zusammenfassend lässt sich behaupten, es hat sich gelohnt, dass damals ein paar wenige angefangen haben, sich dafür zu engagieren. Und es hat sich für mich persönlich ebenso gelohnt, dass ich mich damals getraut habe, diese Arbeit zu schreiben, auch wenn das Ergebnis sicherlich besser hätte ausfallen können. Aber vielleicht gibt es ja auch heute (wie immer wieder in all den Jahren dazwischen) wieder Leute, die sich in einer Bachelor-Arbeit o. ä. wissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Bedarf gäbe es genug. Und kann meine Arbeit sie dazu ermutigen oder gar dabei unterstützen. Ich würde mich darüber freuen“.

Im Nachwort kam er bereits 1991 zu folgenden Schlußfolgerung: „Als Ergebnis dieser Arbeit lässt sich zusammenfassend festhalten, dass insbesondere subkulturelle Organisationsformen es SadomasochistInnen wesentlich erleichtern, zum einen entsprechende Gelegenheiten zu finden, ihre Sexualität innerhalb eines geschützten Raumes auszuleben, und zum anderen durch den Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten zu einer positiven Umwertung ihrer gesellschaftlich ansonsten stigmatisierten Neigungen zu gelangen. (..)“

Quelle: SWL

Schweiz – 20 Minuten Online: Sadomaso-Szene – So normal sein wie die Schwulen“

In der Ausgabe vom 24. August 2009 berichtet das Schweizer Online Magazin „20 Minuten online“ unter dem Titel „Sadomaso-Szene – So normal sein wie die Schwulen“ über die Ziele der kürzlich gegründeteten BDSM-Plattform „BDSM-community.ch“.

Laut diesem Bericht wird mit diesem Projekt unter dem Motto „Weg aus der Schmuddelecke hin zur gesellschaftlichen Akzeptanz“ versucht, die Akzeptanz der Sadomaso- und Fetischszene zu fördern.

Im Rahmen dieses Berichtes kommt auch Hermann – er ist der erste Präsident des neu gegründeten BDSM-Vereins in der Schweiz – sowie die Vereinssprecherin zu Wort:

„Das Ziel ist klar und ehrgeizig: Das Bild, das die Gesellschaft heute von Sadomasochismus hat, ist falsch. Mit Information und Öffentlichkeitsarbeit wollen wir eine Enttabuisierung herbeiführen, die beispielsweise in der Homosexuellenbewegung längst stattgefunden hat (..)“

„Vor zehn Jahren wäre der Schritt an die Öffentlichkeit noch zu früh gewesen. Heute allerdings ist die Gesellschaft aufgeklärter.“

Für den Sommer 2010 ist das erste BDSM-Symposium geplant, das sich vorwiegend an Fachleute wie Ärzte, Therapeuten, Scheidungsanwälte und Behörden richtet.

Den Volltext dieses sachlichen und gut fundierten Artikels findet man
unter http://www.20min.ch/community/stories/story/So-normal-sein-wie-
die-Schwulen-28544881> (als Tiny-Url: http://tinyurl.com/nprr67).
Auf dieser Website befindet sich auch ein Link zu einer Umfrage dieses Online Magazins zum Thema „Fesselspiele und Peitsche – reine Privatsache?“. Das Ergebnis dieser 19 Fragen umfassenden Umfrage soll in den nächsten Wochen unter der Rubrik „Webpage“ von
http://www.20min.ch veröffentlicht werden.

Kurzvorstellung der „BDSM-Community.ch“:

Gegründet wurde die BDSM-Community am 28. Juni 2009 am Treffen der Schweizer Stammtische und Gruppen und ist ein gemeinnütziger Verein.
So haben wir auch für Grossprojekte die nötige Rechtsstruktur und können Beteiligte vor Haftungsfragen schützen. Der Vorstand übernimmt unbürokratisch die administrativen Belange, damit Ressorts und Arbeitskreise bei ihren Ideen und Projekten optimal unterstützt werden können. Hier wollen wir Hand zur Realisierung bieten, Kontakte vermitteln, durch Vernetzung fördern etc.

Seit August 2009 gehört sie als korporatives Mitgied der BVSM. e.V.
an.

für weitere Infos: BDSM-Community.ch Muespacherstrasse 45, 4055 Basel
Web: http://www.bdsm-community.ch
EMail: kontakt@bdsm-community.ch

Quelle: SWL

Hamburg: 20.03.2008 – Schlagzeilen-Kino „Ein Bondage-Traum“ – ein Film

Unter dem Motto „Vorhang auf – Licht aus – Film ab!“ präsentiert das Schlagzeilen-Kino am Donnerstag, den 20. März 2008 mit Beginn um 20.00 Uhr in der UnSchlagBar (s.u.)

Ein Bondage-Traum“ – ein Film mit Midori + Mayan, Jemina, Capricious und Drachenmann (ca. 100 min).

Nachstehend eine Kurzvorstellung des Filmes durch Geli:

„Der echte Bondage-Fan kennt sie alle: die Workshops und andere Filme über ausgefeilte Fesselungs-Techniken. Das Ergebnis vieler Stunden Übung, der Seil-Pflege und manch verzweifeltem Knotenchaos auf dem Weg zur Meisterschaft – der Lohn der Mühe und die Essenz des Ganzen sind ästhetische, erotisch sinnliche Sessions, Hingabe in höchster Erfüllung.

Selbst bin ich in der Knotenkunst noch ungeübt, aber doch rührt mich
manche Session an, ganz tief. Und ich sage: „Oh, wie schön“ oder „Man, wie geil“.

Aus einer Reihe von DVDs habe ich die meiner Meinung nach wundervollsten Szenen zu einem Bondage-Film zusammengestellt, dessen Kern der Film „Silken Sleeves“ von der kanadischen Filmerin Maria Beatty bildet.

In vier Jahreszeiten – Herbst, Winter und Frühling – führt die amerikanisch/japanische Bondagekünstlerin Midori uns in eine wundervolle Bondagewelt von Dominanz und Hingabe.

Aus „The Art of Bondage“ stammt eine Selbstfesselung von Jemina und aus „Ganz nah dran“ eine Session mit dem Drachenmann und Capricious.

Weitere Sequenzen sind noch in der Auswahl: Das Ergebnis werden ca. 100 Minuten Bondage und Gefühl, Bondage und Liebe, Bondage und Sex sein.“

„Bondage ist etwas Magisches. … Ich bin auf den Kern reduziert, sehr nackt, gehalten vom Seil.“ Capricious

Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende in den „Klingelbeutel“ für die Vorführrechte ist gern gesehen.

UnSchlagBar Nobistor 36, 22767 Hamburg
Tel.: +49(0)40-31795682
Web: http://www.un-schlagbar.de/
EMail: info@un-schlagbar.de

Für weitere Infos: EMail geli@schlagzeilen.com
Tel.: +49(0)40-313290

Quelle: SWL

Hamburg: 17.01.2008 – Schlagzeilen-Kino: „Uhrwerk Orange (A Clockwork Orange) in der UnSchlagBar

Unter dem Motto „Vorhang auf – Licht aus – Film ab!“ präsentiert das Schlagzeilen-Kino am Donnerstag, den 17. Januar 2008 mit Beginn um 20.00 Uhr in der UnSchlagBar (s.u.) den Film

„Uhrwerk Orange“ (A Clockwork Orange) GB 1971, 131 Minuten, Farbe, deutsche Fassung Regie Stanley Kubrick

Darsteller: Malcolm McDowell, Patrick Magee, Michael Bates, Warren Clarke, John Clive, Adrienne Corri, Carl Duering, Paul Farrell, Clive Francis, Michael Gover, Miriam Karlin, James Marcus

Inhalt: „Alexander DeLarge (Malcolm McDowell) erzählt seine
Geschichte: „Das hier bin ich: Alex, und meine drei droogs [Slang
für: Kumpels]: Pete [Michael Tarn], Georgie [James Marcus] und Dim [Warren Clarke]. Wir hockten in der Korova Milchbar und wir überlegten uns, was wir mit diesem Tag anfangen sollten. In der Korova Milchbar konnte man Milch-Plus kriegen. Milch mit Velocet [ein Halluzinogen]. Das heizt einen an und ist genau das richtige, wenn man Bock auf ein bisschen äußerste Gewalt hat.“

Alex Lebensinhalt ist Gewalt – gegen einen betrunkenen Penner (Paul Farrell) oder gegen eine rivalisierende Bande in Nazi- Kleidung, die auf der Bühne eines verfallenen Opernhauses dabei sind, eine Frau zu vergewaltigen. Alex und seine Gang träumen ebenfalls davon „to perform a little of the old in-out, in- out“, von sadomasochistischem Sex und von Vergewaltigung.

Mit bizarren Masken dringen die vier in das Haus der Alexanders ein. Alex trägt eine Maske mit einer langen, phallusartigen Nase.
Sie verprügeln den Schriftsteller Frank (Patrick Magee) und vergewaltigen seine Frau (Adrienne Corri) vor seinen Augen.
Frank wird so schwer verletzt, dass er fortan im Rollstuhl sitzen muss, seine Frau stirbt später, weil sie das, was man ihr angetan hat, nicht verkraftet.

Wenige Zeit später versuchen die vier, in das Haus der „Cat Lady“ (Miriam Karlin) einzubrechen. Alex gelingt dies und er tötet die Frau mit einem großen Kunststoff-Penis. Als er das Haus verlässt, schlagen ihn seine Kumpels zusammen und die kurz darauf eintreffende Polizei nimmt ihn fest.

Alex wird zu 14 Jahren Gefängnis wegen Mordes verurteilt. Im Gefängnis beträgt sich Alex vorbildlich, lässt sich nichts zu schulden kommen und ergreift die Gelegenheit, sich einem Experiment des Innenministers (Anthony Sharp) zur Verfügung zu stellen. Das sieht vor, dass der Delinquent aus dem Gefängnis in eine Anstalt verlegt wird, in der er sich einer neuen Form der Behandlung, der „Ludovico Treatment Technique“, unterziehen muss. Ziel dieser Technik ist es, schon den Gedanken an Gewalt und Sexualität zu bestrafen. Alex Körper und Kopf wird verkabelt, seine Augen mit Zangen offen gehalten, so dass er sie nicht schließen kann. Er bekommt Tropfen in die Augen geflößt und muss sich stundenlang gewalttätige Filme anschauen.

Das Ergebnis der zweiwöchigen Therapie: Sobald Alex auch nur an Gewalt oder Sexualität denkt, wird ihm übel, schwindlig, es stößt ihn ab. Sogar seine Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe auf ihn ist nun gleich Null.
Alex ist nicht mehr der gewissenlose Gewalttäter, sondern ein willenloses Subjekt, das keine Straftaten mehr begehen wird.
Der Minister, die Ärzte und andere Experten sind zufrieden.
Das Experiment ist geglückt. Aber wie wird die Umwelt auf diesen „neuen“ Alex reagieren? …
(Quelle: http://www.filmzentrale.com/rezis/uhrwerkorange.htm)

Verbote und die kontroverse Diskussion: Dieser Film Stanley Kubricks wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder sehr kontrovers diskutiert. Es ist sicher passend ihn gerade jetzt – in der aktuellen Diskussion über Jugendgewalt
– einmal wieder zu zeigen.

„Die moralisch zweifelhaften Werte, die durch den Film vermittelt werden, haben seit der Erstaufführung dazu geführt, dass er von vielen Seiten verurteilt und zensiert wurde. Die Filmkritikerin Pauline Kael schrieb ihm die „Glorifizierung sadistischer Gewalt“ zu, die Publizistin Susan Sontag nannte ihn gar „faschistisch“.

In den Vereinigten Staaten, wo der Film uraufgeführt wurde, erhielt Uhrwerk Orange ein X-Rating. Später wurde zudem eine gekürzte Fassung mit R-Rating in die Kinos gebracht. Die amerikanische katholische Kirche setzte den Film auf einen Index, der es ihren Glaubensanhängern verbot, ihn anzusehen.

In Großbritannien nahm Kubrick den Film nach kurzer Anlaufzeit sogar gänzlich aus den Kinos. Man mutmaßte damals, dass er aus Reue handelte, nachdem die Presse einen tätlichen Angriff auf einen Obdachlosen mit dem Film in Verbindung gebracht hatte. In einem späteren Interview bestätigte Kubricks Frau Christiane jedoch Vermutungen, dass die Polizei ihn zum Aufführungsstopp genötigt hatte (dabei soll Kubricks Familie bedroht worden sein). 27 Jahre lang, bis nach Kubricks Tod, wurde der Film in Großbritannien weitgehend unter Verschluss gehalten.

Das Ende des Films entspricht nicht der von Burgess intendierten Buchversion (siehe Abschnitt ‚Das 21. Kapitel‘ im Buch).
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Uhrwerk_Orange_(Film))

Zwei sehr interessante Rezensionen und mehr Informationen über den Film findet man unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Uhrwerk_Orange
http://www.filmzentrale.com/rezis/uhrwerkorange.htm
http://www.filmzentrale.com/rezis/uhrwerkorangesk.htm

Kommentar von Geli: „Sowohl Michel als auch mir hat der Film Anstöße für viele SM- Phantasien gegeben. Und nach aktueller Umfrage im Freundeskreis stehen wir damit nicht allein. Und wir freuen uns darauf, diesen spannenden Film mit euch gemeinsam zu sehen.“

Der Eintritt ist frei, ein kleiner Obolus in den „Klingelbeutel“ für die bezahlten Vorführrechte ist gern gesehen.

UnSchlagBar Nobistor 36, 22767 Hamburg
Tel.: +49(0)40-31795682
Web: http://www.un-schlagbar.de/
EMail: info@un-schlagbar.de

Für weitere Infos: EMail geli@schlagzeilen.com
Tel.: +49(0)40-313290

Quelle: SWL