Schlagzeilen-Kolumne: Rauer Ton

Für eine Menge Leute in der SM-Szene (und auch für die, die meinen, sie haben mit der Szene nix zu tun) findet ein großer Teil ihres SM-Lebens online statt. Ob nun auf der Sklavenzentrale, in Fetlife, auf Gentle-Dom, im Joyclub oder auf einem anderen Portal, auf dem man sich austauschen und diskutieren kann. Dazu gehören natürlich auch die sozialen (manchmal auch asozialen) Medien wie Facebook, Twitter, Instagram und wie sie alle heißen.
Das was mir in der letzten Zeit besonders bei Letzteren aufgefallen ist, die Diskussionen werden immer mal wieder und viel zu schnell zu Anwürfen, Anfeindungen, Hasspostings. Dass das bei …

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Schlagzeilen-Kolumne: Brauchen wir alles nicht mehr!

Immer mal wieder hören wir von SM-Leuten, dass Handbücher und Workshops eigentlich komplett unnötig sind, denn der gesunde Menschenverstand zeige einem ja, wie es richtig geht. Und dann gibt?s noch die, die es leid sind, immer wieder darauf hingewiesen zu werden, dass SM nur mit informierter Einvernehmlichkeit möglich ist.

Und alle, die das anders sehen sind kleinkarierte Old School SM-Leute. Aha!

Bisher haben wir Glück gehabt, denn auch wenn manche Hänge-Bondage nicht so ausgeht, wie man es sich vorgestellt hat, es bei Atemreduktions-Spielen zu zweit bisher ? soweit es zumindest die Medien vermelden, als nicht vermelden, weil nichts öffentlich geworden …

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Schlagzeilen-Kolumne: Party-Sterben?

Wir haben seit 1991 lange Jahre erst im Molotow und später dann in der Prinzenbar alle zwei Monate SM-Partys veranstaltet. Vor 6 oder 7 Jahren hatten wir immer weniger Gäste, daher reduzierten wir den Rhythmus auf zwei Mal im Jahr. Aber vor 3 Jahren wurden auch diese Partys von immer weniger Gästen besucht.

Na gut, unsere Spielgeräte waren schon ziemlich alt und neue bekamen wir trotz Versprechungen von Herstellern nicht dazu. Unsere Türpolitik wurde von manchen als zu streng bezeichnet, denn wir annoncierten die Party mit ?Für Paare und ihre Freunde? weil wir den Anteil der Solo-Herren eher klein halten wollten. …

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Schlagzeilen-Kolumne: Nazis und SM

Bisher dachte ich, das hat nichts miteinander zu tun. Der Titel dieser Kolumne ist irreführend, denn es geht beileibe nicht nur im ausgewiesene Rechtsradikale, die sich ein 4. Reich herbeisehnen.

Aber ich mache mir Sorgen. Natürlich nicht wegen der paar 1000 Neo-Nazis, die es in Deutschland gibt, sondern wegen der Änderung des gesamtgesellschaftlichen Klimas. Manch einer der sich als bürgerlich verstehenden Menschen teilt die Sichtweisen und redet von Fakenews, Genderwahn oder klatscht gar Beifall und marschiert mit.

Angriffe auf vermeintlich ? vermeintlich, weil da schon Händchen-Halten reichen kann oder ein tänzerischer Gang – Schwule oder Lesben passieren regelmäßig. Es sind eben …

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Schlagzeilen-Kolumne: #metoo in der SM-Szene

Neulich hörte ich mal wieder, dass da jemand Hausverbot bekommen hat, weil er jemanden geohrfeigt und das ohne vorherige Absprache und damit uneinvernehmlich. Natürlich wird der Name des Betreffenden genannt.

Und auf Fetlife macht immer mal wieder eine Hetzjagd auf jemanden, der von einer anderen Person des Übergriffs beschuldigt wird, die Runde. Wenn es sich um einen SM- oder Bondage-Trainer handelt, werden die Veranstalter bedroht, die es noch wagen, diese Person zu buchen.

Recht häufig gibt es Fälle, bei denen diejenigen, die den Übergriff erlebt haben, eine längere Zeit brauchen, bis sie für sich die Situation so klar haben, dass sie …

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Termine im SMart Café Wien – März 2018

Ausstellung derzeit: Spiel mit den Sinnen von die-Lady,
http://www.die-lady.at, bis 22.3.2018

Do, 1.3., ab 20 Uhr in der Kammer: Bondage Jour Fixe, veranstaltet von
Libertine Wien: 0664/4883112 (Mo+Mi 18-22 Uhr, Sa 10-20 Uhr), bondjf@libertine.at, www.libertine.at, Eintritt frei, Kein Dresscode, Kammer von 20-2 Uhr reserviert exklusiv für Bondage Jour Fixe-TeilnehmerInnen, jeder 1.Do im Monat

Fr, 2.3., ab 19 Uhr im 2.Raum und in der Kammer: tdsol4ever-Paartreff – Ein Treffen von Pärchen, die Ihre SM-Neigung in einem netten Rahmen, innerhalb eines Freundeskreises, außerhalb der eigenen vier Wände, erleben und ausleben möchten. In einem derartigen Rahmen sind Dinge möglich, die das Spiel zu zweit erweitern – oft fehlt eine dritte Hand oder ist ein notwendiges Spielzeug nicht vorhanden. Genauso werden Gespräche untereinander hoch geschätzt, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt basieren. Wir freuen uns auf Paare aller Konstellationen. Das Outfit der Einzelnen sollte dem Anlass angemessen sein – gerne wird Fetischkleidung gesehen.
Der 2. Raum (Raucher) sowie die Kammer sind exklusiv für die teilnehmenden Paare reserviert. Jeden 1. Fr. im Monat. Anmeldung und Info: paartreff@tdsol4ever.net

Sa, 3.3., ab 21 Uhr im ganzen Lokal: SMart Extreme Party – Dresscode: in Lack, Leder, Latex, Gummi, Uniform, CrossDressing, Fantasy, Metall, Korsett, Kinky, Schwarz, …, Eintritt frei, SMart Extreme Party – jeder 1.Samstag im Monat

Di, 6.3., ab 19 Uhr im 2.Raum und in der Kammer: Libertine LesBi*SM-Spieleabend, Libertine LesBi*SM-Spieleabend findet jeden 1.
Dienstag im Monat im SMart Café (Köstlergasse 9, 1060 Wien) statt. Er ist ein selbstorganisiertes zusätzliches Treffen der Lesbischen/Bi* S&M-Community. Es handelt sich NICHT um den LesBi*SM-Stammtisch, spricht aber die selbe Zielgruppe an. Infos zum Stammtisch findest du unter www.lesbism.libertine.at. Der Spieleabend im SMart Café ist eine praktische Erweiterung dieses Stammtisches. Hier haben wir die Möglichkeit und Räumlichkeit Themen vor allem von der praktischen Seite her anzugehen.
Wir wollen hier üben, „spielen”, Wissen und Können teilen und einen gemütlichen Abend gemeinsam verbringen. Themenvorschläge sind gerne willkommen! Im Zentrum dieses Treffens steht die lesbische/Bi*-S&M-Community, samt Bondage, Praktiken des Machtaustausches und der Leder-Kultur. Wir heißen Personen, die sich als bi, trans*, intersex oder als nicht-binär-geschlechtlich verstehen sowie alle, die ihre Identität (noch) in Frage stellen, ausdrücklich willkommen. Wir lehnen jede Form von „body policing“ und Inter- und Transphobie ab. Wir möchten insbesondere auch queere und trans* Flüchtlinge einladen, sowie Queers of Colour und jene Personen, deren Gender-Identität im Rahmen des Kolonialismus unterdrückt worden ist. Ab 19 Uhr ist für uns im hinteren Raum des Cafès ein Tisch reserviert und der Spielraum ist exklusiv nur für uns zugänglich. Alle sind eingeladen die Initiative zu übernehmen und sich bei der Gestaltung des Abends einzubringen. Dank der großzügigen Unterstützung des SMart Cafés fallen keine Kosten für die Benützung des Spielraumes an. Die Nutzung erfolgt wie immer auf eigene Gefahr.

Do, 8.3., ab 20 Uhr im 2.Raum und in der Kammer: Stammtisch SMarties Wien, Eintritt Frei, Kein Dresscode, Kammer von 20-2 Uhr reserviert exklusiv für SMarties-Stammtisch-TeilnehmerInnen, jeder 2.Do im Monat, Wir sind ein Haufen von bunt zusammengewürfelten Menschen, die das Interesse an BDSM vereint. Unsere Interessen sind breitgefächert und daher nicht in ein bestimmtes SM-Klischee zu stecken. Wirklich jeder ist hier willkommen und wird liebevoll aufgenommen. Weitere Infos:
http://smarties-stammtisch-wien.joyclub.de/

Fr, 9.3., ab 20 Uhr im 2.Raum und in der Kammer: FemDom-Abend für dominante/sadistische Frauen (auch TVs) und devote/masochistische Männer, Frauen und TVs – alle sind gleichermaßen willkommen. Jeden 2. Freitag im Monat, ab 20:00 Uhr – Für diesen Abend sind sowohl die Kammer des SmartCafes als auch ein „Plaudertisch“ im zweiten Raum reserviert. Während die Kammer ab 20 Uhr (Ende 2 Uhr) ausschließlich dem strengen Spiel der FemDoms mit ihren Subs dient, können sich am Tisch im zweiten Raum alle Teilnehmer/innen, egal mit welcher Neigung, auf gleicher Augenhöhe kennenlernen, austauschen und unterhalten. Solo-Subs sind herzlich willkommen – wir sind aber keine Dommen-Partnervermittlung! Dresscode für Subs in der Kammer: Halsband (kann kostenlos ausgeborgt werden). Zumal für die Subs in der Kammer lediglich der Boden als Sitzplatz gilt, ist die Mitnahme eines Kissens empfehlenswert. Wenn du Fragen hast wende dich bitte an: LadyJJ@outlook.com

Di, 13.3., ab 21 Uhr im 2.Raum und in der Kammer: surveillance deers –
meet – hunt – repeat, Info und Kontakt: deers@gmx.com

Mi, 14.3., ab 19 Uhr in der Kammer: Shibari-Workshop für Anfänger, Dieser Workshop richtet sich an jene, die die japanische Form der erotischen Fesselung kennen lernen wollen. Dem Teilnehmer werden die verwendeten Materialien, die Technik und der besondere Umgang mit dem Partner nahe gebracht und Grundkenntnisse der östlichen Fesselung vermittelt. Basis für den Kurs bilden die Techniken nach Osada Ryu welches von dem in Japan lebenden und wirkenden Bakushi Osada Steve entwickelt wurden. Kursinhalte:
– theoretische Einführung in Shibari und Geschichtliches – Anatomie und Sicherheit – Umgang mit dem Seil – Handgelenksfesselung und zwei Formen der Handschelle – Einseiltechniken (Ipponnawa) – Oberkörperfesselung (2 Seil-Takatekote) – Kombination der erlernten Techniken – Das Hauptaugenmerk liegt bei der sauberen und sicheren Durchführung der Fesselungen. Die meiste Zeit wird dabei für das Erlernen der Oberkörperfesselung (Takatekote) aufgewendet. Während des Workshops ist
switchen (tauschen der Rollen) NICHT gestattet. Das bedeutet: Einer fesselt, der andere ist der Gefesselte. Seile werden kostenlos für die Dauer der Schulung zur Verfügung gestellt. Ansonsten können eigene Hanf- oder Juteseile mit 6mm Durchmesser und 7 bis 8m Länge verwendet werden.
Für den Anfänger-Workshop werden 3 Seile benötigt. Es wird darauf hingewiesen, dass jeder Fessler für sich und seinen Partner die
Verantwortung trägt. Dauer: 4 Stunden inkl. Pause – Teilnehmer: max. 7
Paare – Vorkenntnisse: keine erforderlich – Kleidung: Sportbekleidung –
Vortragende: Vinciens & Kenyade, veranstaltet von Vinciens,
http://www.vinciens.com Email: info@vinciens.com, jeder 2.Mi im Monat

Do, 15.3., ab 20 Uhr im 2.Raum: Wiener Latexstammtisch, veranstaltet von Latexstammtisch, www.latexstammtisch.at.tf, Eintritt Frei, Kein Dresscode,
Achtung: im 2.Raum darf nicht geraucht werden, jeder 3.Do im Monat

Sa, 17.3., ab ca. 22 Uhr im 2.Raum und in der Kammer: SMJG, Die Kammer ist von 22-4 Uhr exklusiv für SMJG-Stammtisch-TeilnehmerInnen reserviert.
Info: www.smjg.org

Di, 20.3., ab 20 Uhr im 2.Raum und in der Kammer: Libertine Stammtisch,
veranstaltet von Libertine Wien: www.libertine.at , Eintritt frei, kein Dresscode, Kammer von 20-2 Uhr reserviert exklusiv für Libertine Stammtisch-TeilnehmerInnen, Achtung: im 2.Raum darf nicht geraucht werden, jeder 3.Di im Monat

Mi, 21.3., ab 19 Uhr im 2.Raum: Female Experience – Frauenstammtisch, Reden, informieren, plaudern, quatschen, austauschen und tratschen über BDSMiges und Nicht-BDSMiges. Offener monatlicher Treffpunkt für Frauen, powered by Sam. Willkommen sind alle Frauen, die sich für BDSM interessieren, egal welcher Richtung, Neigung, Erfahrung oder Vorliebe.
Eintritt frei, Kein Dresscode, Women only. Anmeldung nicht notwendig.
Kontakt an Sam: Kerker_aus_Kristall@gmx.at Jeder 3. Mittwoch im Monat.

Do, 22.3., ab 20 Uhr in der Kammer: Shibari-Training, (Eintritt jederzeit bis ca. 23:00 möglich), Teilnahmeberechtigt sind alle Freundinnen und Freunde der japanisch inspirierten Fesselung. Freies Fesseln nach asiatischem Stil unter Aufsicht von Vinciens. Obwohl kein Workshop können interessierten Anfängern die Grundfesselungen beigebracht werden. Als Seilmaterial werden Jute- bzw. Hanfseile in einer Länge von ca. 8 Metern und einem Durchmesser von ca. 6 mm benötigt. Die Seile können an dem Abend gratis ausgeliehen werden. Anmeldung ist keine erforderlich, aber wünschenswert wenn Seile benötigt werden. Unkostenbeitrag, Kammer von 20-2 Uhr reserviert exklusiv für Shibari-Training-TeilnehmerInnen, Achtung: im 2.Raum darf nicht geraucht werden, veranstaltet von Vinciens, http://www.vinciens.com Email: info@vinciens.com, jeder 4.Do im Monat

Fr, 23.3., ab 19:30 Uhr im ganzen Lokal: Vernissage zur Ausstellung von Lenan, Eintritt frei, kein Dresscode – Ausstellung bis Mai 2018

Sa, 24.3., ab 20 Uhr im 2.Raum und in der Kammer: YoungBlood – jeden 4.
Samstag. Der Stammtisch versteht sich als Plattform für junge (und jung gebliebene) Erwachsene. Es ist ein Platz zum Tratschen, für den Meinungs- und Erfahrungsaustausch und natürlich auch dafür unsere Neigungen auszuleben. Für die Dauer des Stammtisches ist die Kammer des SMart Cafés exklusiv für YoungBlood-Stammtischteilnehmer reserviert. Warum gibt es diesen neuen Stammtisch, gibt es nicht schon genug? Nun ja, die stetig steigende Zahl an jungen Menschen, die interessiert an BDSM sind und die Stammtische aus allen Nähten platzen lässt, hat uns dazu gebracht, aktiv zu werden. Wir sind davon überzeugt, dass die Wiener Szene ein weiteres Angebot für junge Leute verträgt.
Wer sich als junger (und jung gebliebener) Erwachsener sieht, ist herzlich eingeladen mit uns ein paar schöne Stunden zu verbringen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig, über eine kurze Mail würden wir uns aber dennoch sehr freuen damit wir ungefähr abschätzen können, wieviele Personen kommen werden.
Organisiert wird der YoungBlood Stammtisch von Stoffl, Yasmin und Sven im
Rahmen der Libertine Wien. Kontakt: youngblood@libertine.at

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SMart Café 1060 Wien, Köstlergasse 9 Di-Do 18-2 Uhr, Fr+Sa 18-4 Uhr, So+Mo zu Küche von 18 bis 2 bzw. 4 Uhr
Tel: 01-5857165 info@smartcafe.at
http://www.smartcafe.at
https://www.facebook.com/SMartCafeWien
https://fetlife.com/groups/78785

• Reservierung und Miete der Kammer während der regulären Öffnungszeiten: Die Kammer kann vorab telefonisch, per Mail oder auch spontan an der Bar für Sessions – egal ob privat oder öffentlich – reserviert werden. Wenn die Tür geschlossen wird, beträgt der Preis pauschal 10 € je angefangener Stunde (für größere Gruppen kostenlos). Wenn die Tür geöffnet bleibt, also praktisch öffentliche Sessions durchgeführt werden, ist die Miete der Kammer kostenlos. Wenn die Tür zur Kammer geöffnet und das Stop-Schild nicht blinkt, dann kann die Kammer natürlich immer kostenlos und ohne Reservierung für öffentliche Sessions verwendet werden. Wenn das Stop-Schild blinkt, darf die Kammer nicht betreten werden. Bei Parties ist eine Reservierung der Kammer nicht möglich.
• Reservierung und Miete der Kammer außerhalb der Öffnungszeiten: Grundsätzlich ist die Miete der Kammer zu jeder Zeit und in beliebiger Länge möglich, wenn rechtzeitig zuvor per Telefon, Mail oder persönlich im Lokal reserviert wird. In diesem Fall beträgt der Preis 20 € je angefangener Stunde.
• Toys: Für Sessions im Lokal können kostenlos jederzeit Toys wie Peitschen, Seile, Klammern, Gewichte, etc. ausgeliehen werden. Nadeln, Kondome, Gleitgel sind ebenfalls gratis verfügbar.
• Parkscheine, Allergen-Info, SZ-F2F/Real & Fetlife, WLAN: Einfach fragen.
• Du möchtest Bilder ausstellen, Fotos oder Filme machen, eine Lesung, Party oder sonst was veranstalten? Einfach fragen.
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Quelle: SWL

Rückschau SundMehr: „Was verstehe ich unter Dominanz?“

Zur Fragestellung „Was verstehe ich unter Dominanz?“ trafen sich im Februar 2018 15 Besucher im Gesprächskreis SundMehr. Die Assoziationen zum Begriff waren höchst unterschiedlich. Für den einen, zumeist auf submissiver Seite, sadomasochistischer Rollenzuschreibungen spielenden Besucher, war die Kategorie „Dominanz“ nach langen Jahren erfolgloser Suche auf Partys nach einem passenden Pendant eher negativ besetzt – entsprach das was er fand und sich als „Femdom“ bezeichnete doch eher Klischees, und nicht dem, was er als gut für sich empfand. Andere verstanden darunter die Fähigkeit, jemanden in eine Situation zu bringen, wo „Sub“ auch Sub sein kann. Schön und scheußlich gleichzeitig fand ein Besucher den Begriff, ginge es doch darum, Kontrolle zu übernehmen oder sie abzugeben; eine Art der Führung eben. Ein Teilnehmer betrachtete Dominanz als etwas, das da ist und doch immer wieder neu errungen werden muss – durch die Akzeptanz des Gegenübers. Weiter aufgefächert sah es eine andere Anwesende, die fand, dass auch Kinder oder Hunde dominieren können. Der Umgang mit diesen könne ganz schön anstrengend sein, dabei ginge es stets darum, zu erspüren, was dem
anderen gut tut. Demgegenüber fand ihr Gatte: „Man ist es, oder man ist es nicht.“ „Mit Dominanz habe ich eigentlich gar nichts am Hut“, stellte ein Teilnehmer dar und fragte, warum SM überhaupt etwas mit Dominanz zu tun haben müsse. Er könne damit nichts anfangen. Eine andere Meinung war, dass Dominanz vor allem vom Gegenüber verliehen wird – selbst im beruflichen Kontext träfe dies zu, weil einem die entsprechende Dominanz nur kraft Stellenbeschreibung verliehen wurde.
Diese Behauptung warf die Frage auf, ob Dominanz nur das ist, was einem von Subs gegeben wird? Der Vergleich zu einem Gesprächskreisabend zum Thema „Strafe“
(http://www.sundmehr.de/Termine/20150828.htm) wurde gezogen, als festgestellt wurde, dass reale Strafe an sich gar nicht im SM-Kontext auftauche, sondern nur dazu dienen könnte, das einvernehmlich abgesprochene Machtgefälle wieder herzustellen. Ein submissives Gegenüber erwarte allerdings beim Spiel auch, dass sein Gegenüber dominant auftritt.
Die Komplexität des Zusammenspiels versuchte ein Teilnehmer in der Aussage zu beschreiben, dass ein Submissiver, der seine Wünsche beim Dominanten durchsetzt, dies so machen müsse, dass er selbst nicht merkt, dass der Dominante seine eigenen Wünsche umsetzt. Es handle sich quasi um eine „doppelte Verrücktheit“. Man sollte es dabei einem Sub nicht antun, dass er selbst die Regie führt. Zusammengefasst, fand er, dass Dominante in weiten Teilen gehorsame Diener ihrer Subs sind – eine Aussage die Widerspruch provozierte, denn das Spiel höre dann auf, wenn der Dominante merke, nur Wunscherfüller des Subs zu sein, meinte ein Besucher. Nur in Teilen wurde dem widersprochen: das Spiel höre auf, wenn der Dominante an der Nase herumgeführt würde – und so tun soll, als erfülle er nicht die Wünsche des anderen, sondern setze seine eigenen Interessen dominant durch.
Die Pluralität des Verständnisses des Begriffes wurde deutlich, als die Frage nach dem Unterschied zwischen Dominanz und Sadismus gestellt wurde. Der Teilnehmer, der mit dem Begriff „Dominanz“ im SM-Kontext nichts anfangen konnte, fand, dass er einfach gern schlage und auch ein gewisses Leiden seines Gegenübers schön fände, dazu aber keine Dominanz benötige. Diese sei allerdings wichtig, als Gegenpart zu Submissivität – und die Einigung darüber ist notwendig, um zu wissen, ob und wie das Spiel funktioniert.
Ein Gesprächskreisteilnehmer berichtete davon, dass er seine eigene Dominanz entdeckte, als er beim Switchen immer wieder die „Triggerpunkte“ des Gegenübers erwischte, die dessen tiefste Sehnsüchte berührten. Wenn jemand immer wieder die Sehnsüchte des anderen berührt und in der Lage ist diese etwas zu stillen, sieht der andere zu ihm auf, war sein Rückschluss, da er jetzt für jenes Gegenüber als dominant gelte. Dass er ein Gespür für die Soft-Spots seines Spielpartners hatte, war dafür ausschlaggebend – und half beim Dominieren; ein fürsorglich-konstruktiver Aspekt. Eine Parallele zu Führungskonzepten aus dem Berufsleben, z.B. dem des „Führens von unten“ (Bei Wikipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChren_von_unten) wurde von einer Anwesenden darin gesehen, die zeige, dass Dominanz, wo sie „Führung“ ist gar nichts Verwerfliches sei. Wie Mitarbeiterführung, ist auch Dominanz und Submission ein Beziehungsgeschehen. Jemand anderes warf ein, dass unwillentliche Dominanz nach seiner Überzeugung nicht existiere – und dass es hier offenbar viele verschiedene Glaubensauffassungen gäbe, was aber in Ordnung sei. Er berichtete von einer Situation, in dem er seinem Gegenüber erklären konnte, dass aus irgendeinem Grund, was er als dominantes Verhalten gegenüber diesem geplant habe, aktuell nicht klappe. Die Stärke, die er darin zeigte, dies zu zugeben, führte dann gleich dazu, dass die Situation sich wieder zugunsten der abgesprochenen Rollenteilung veränderte.
Etwas kurz schien an diesem Abend die weitere Konkretisierung zu kommen, was denn nun Dominanz erleb- und erkennbar mache, jenseits von Einfühlung, Fürsorge und Zuverlässigkeit und welche Rolle der „Wille“ des aktiven dabei hat.
Wie kommuniziert werden kann, wie Dominanz ge- oder erlebt werden will, wurde in die Runde gefragt. Dass vor allem die No-Gos mitgeteilt werden müssen, stellte schon eine Selbstverständlichkeit dar. Die Subs hätten die schwierigste Position, wenn sie formulieren sollten, welche Art von Dominanz sie sich wünschten, meinte jemand. Sie könnten nur etwas anbieten was sie erleben wollen – was sie hinsichtlich Dominanz erleben müssten, könnte dann nur der andere bestimmen.
Der Teilnehmer, der schon in der Vorstellungsrunde den Begriff negativ besetzt fand, meinte, er habe die Kommunikation darüber aufgegeben, weil er nicht weiß, wie er es kommunizieren soll. „Wenn ich sage, ich bin Maso, denken alle, ich stehe auf Schläge – dabei gibt es ja verschiedene Arten von Schmerz… Sage ich, ich bin devot, denkt mein Gegenüber, ich wolle erniedrigt werden…“ Vorgespräche müssten von aktiven initiiert werden, damit der passive nicht als „Wunschzettel-Sub“ da stehe, als Switcher habe er solche auch schon in der aktiven Rolle geführt – doch in der passiven Rolle läge auch die Gesprächsführung in der Hand seines Gegenübers.
Auch andere stellten die in der BDSM-Szene üblichen Kategorien in Frage: wer für den einen genau in der richtigen Art dominant wirke, müsse für andere – und auch im Alltag – noch lange nicht dominant wirken.
Beziehung hat viel mit Vertrauen zu tun, egal, ob es sich um eine langjährige, feste Beziehung handle, oder um eine Spielbeziehung. Am Ende stand das Fazit fest, dass Kommunikation wichtig ist, weil nur im Gespräch Wünsche und Sehnsüchte herausgefunden werden könnten.

Der nächste Gesprächskreis SundMehr findet am 23. März zum Thema „Sadomasochismus und / oder Gewalt“ statt http://www.sundmehr.de/Termine/20180323.htm. Zu Gast wird eine Sexualwissenschaftlerin sein, die sich in einer Beratungsstelle mit dem Thema Häusliche Gewalt und Stalking befasst.

 

Quelle: SWL

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