Meinung: Warum Fetisch-Gruppen unverzichtbar für die Pride sind
In der ewigen Debatte um „kink at pride“ – also die Frage, ob Fetisch-Kleidung und sexuelle Darstellungen auf den CSD gehören – bezieht ein aktueller Kommentar auf Mannschaft.com klar Stellung: Ja, sie gehören dazu. Ein Plädoyer für Solidarität statt Spaltung.
Jedes Jahr zur Pride-Saison kochen die Diskussionen hoch: Schadet zu viel nackte Haut der Akzeptanz? Sollten „Puppies“ und Leder-Fans zu Hause bleiben, um die „Normalität“ der Community zu unterstreichen? Ein Gastkommentar einer Leserin im Mannschaft Magazin hält nun dagegen und warnt eindringlich vor den Folgen einer solchen Ausgrenzung.
Die Kernpunkte des Kommentars:
- Einheit ist unsere Stärke: Die Autorin argumentiert, dass der Versuch, die Community in „akzeptable“ und „inakzeptable“ Gruppen zu unterteilen („auseinanderdividieren“), das Ende der Queer-Bewegung bedeuten würde.
- Solidarität muss nicht Geschmack sein: Man muss nicht jeden Teil der Community persönlich mögen, um für ihn einzustehen. Als Beispiel nennt die Autorin, dass sie selbst nichts mit Dragqueens anfangen könne – dennoch sei es für sie selbstverständlich, dass diese ein fester Bestandteil der Pride sind.
- Gefahr der Spaltung: Das Ausschließen von Randgruppen wie der Fetisch-Szene spiele nur den Gegnern der LGBTQ+-Rechte in die Hände. Nur wer gemeinsam einsteht, bleibt stark.
Fazit: Der Beitrag ist eine Erinnerung daran, dass der CSD historisch als Protest begann, der eben nicht um bürgerliche Anpassung bettelte, sondern radikale Vielfalt feierte. Wer anfängt, innerhalb der eigenen Reihen auszusortieren, sägt am Ast, auf dem wir alle sitzen.
Quelle: Mannschaft