Jenseits von Blümchensex: Wenn Frauen die Macht übernehmen (und abgeben)

„Kinky“ ist alles, was über den Standard hinausgeht. Doch was reizt lesbische Frauen eigentlich an Dominanz und Unterwerfung? Ein Blick hinter die Kulissen einer Dom/Sub-Beziehung.

In der neusten Ausgabe von Mannschaft wird eine Frage gestellt, die in vielen Schlafzimmern (und Köpfen) schwebt: „Sind wir nicht alle ein bisschen kinky?“

Der Begriff „Kinky“ wird dabei oft als Sammelbecken für alles verwendet, was jenseits des konventionellen „Blümchensex“ liegt. Doch abseits von Klischees und Vorurteilen steckt dahinter oft eine tiefe psychologische und emotionale Ebene. Der Artikel beleuchtet, was Frauen dazu bewegt, sich jenseits normativer Sexualität zu bewegen und das Spiel mit dem Machtgefälle zu suchen.

Verantwortung statt reiner Härte Im Zentrum des Beitrags steht die Geschichte von Nora (45) und Daniela (41). Die beiden Frauen aus der Zentralschweiz leben seit zwei Jahren in einer festen Dom/Sub-Beziehung (Dominant/Submissiv).

Wer bei BDSM und Dominanz nur an Peitschen und Befehle denkt, wird hier eines Besseren belehrt. Für Nora, den dominanten Part, bedeutet ihre Rolle vor allem eines: Verantwortung. Es geht nicht um Willkür, sondern darum, die Partnerin sicher durch eine „Session“ zu führen. Der Reiz liegt für beide Frauen darin, im jeweils anderen Part Erfüllung zu finden – sei es im Führen oder im Loslassen.

Warum wir darüber sprechen sollten Der Artikel bricht eine Lanze für die Vielfalt weiblicher Lust. Er zeigt, dass BDSM in lesbischen Beziehungen oft weniger mit „Fifty Shades of Grey“-Kitsch zu tun hat, sondern eine bewusste Auseinandersetzung mit Vertrauen, Macht und Hingabe ist.

Das Fazit? Ob man nun selbst „kinky“ ist oder nicht: Der Einblick in die Dynamik von Nora und Daniela zeigt, dass Kommunikation und gegenseitiges Verständnis das Fundament jeder guten Beziehung sind – egal, wer gerade die Zügel in der Hand hält.

Quelle: Mannschaft