Scharfe Kritik am Vatikan: Papst-Äußerungen zu Homosexualität sorgen für Entsetzen

In der katholischen Kirche brodelt es erneut. Nach jüngsten Berichten über abfällige Bemerkungen von Papst Franziskus gegenüber homosexuellen Priesteramtsanwärtern schlägt die Enttäuschung in der LGBTQ+-Community hohe Wellen.

Der Kern des Konflikts

Der Vorfall ereignete sich laut Medienberichten während einer nicht-öffentlichen Versammlung mit italienischen Bischöfen. Dabei soll das Kirchenoberhaupt ein höchst herabwürdigendes Wort verwendet haben, um das Vorhandensein homosexueller Männer in Priesterseminaren zu kritisieren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Diskriminierende Wortwahl: Trotz seines bisher eher reformorientierten Images („Wer bin ich, zu urteilen?“) hat der Papst durch seine Wortwahl viel Vertrauen verspielt.
  • Ausschluss bekräftigt: Franziskus betonte erneut, dass homosexuelle Männer nicht zum Priesteramt zugelassen werden sollten – selbst wenn sie das Zölibat einhalten wollen.
  • Reaktion von Verbänden: Queer-Aktivisten und progressive Kirchenvertreter zeigen sich schockiert. Sie werfen dem Vatikan Doppelmoral und eine tiefe Verwurzelung in homofeindlichen Strukturen vor.

Ein Rückschlag für den Reformkurs?

Für viele Beobachter wirkt dieser Vorfall wie ein massiver Rückschritt. Während in den letzten Monaten über Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare (unter strengen Auflagen) debattiert wurde, verdeutlicht dieser Eklat die tiefe Kluft zwischen pastoraler Annäherung und dogmatischer Ablehnung.

„Worte offenbaren oft die wahre Haltung. Dieser Vorfall zeigt, dass der Weg zu einer echten Akzeptanz innerhalb der Kirchenmauern noch sehr weit ist.“

Quelle: Queer