Zwischen Alltag und Fetisch: Ein Hausbesuch bei Susanne

In der Wiener Neubaugasse verbirgt sich hinter einer unscheinbaren Wohnungstür eine Welt, in der die Grenzen zwischen Privatleben und Beruf auf unkonventionelle Weise verschwimmen. Hier lebt Susanne, die als professionelle Domina arbeitet, gemeinsam mit ihrem Partner. Das Besondere: Ihre Wohnung ist nicht nur ihr Rückzugsort, sondern gleichzeitig ihr Arbeitsplatz.

Ein Heim mit zwei Gesichtern

Die Einrichtung der Wohnung spiegelt diese Dualität wider. Während einige Räume wie eine klassische, gemütliche Altbauwohnung wirken, ist das Herzstück der Arbeit unübersehbar:

  • Die Ästhetik: Dominante Farben wie Rot und Schwarz prägen das Bild.
  • Das Inventar: Neben alltäglichen Möbeln finden sich Utensilien wie Käfige, Ketten und die namensgebende Peitsche, die – wie Susanne betont – weit mehr als nur Dekoration ist.
  • Die Atmosphäre: Trotz der professionellen Ausrichtung als Studio legt das Paar Wert darauf, dass die Räume eine wohnliche Wärme ausstrahlen.

Professionalität im Wohnzimmer

Für Susanne ist die Arbeit in den eigenen vier Wänden eine bewusste Entscheidung. Sie trennt zwar zwischen ihrer Rolle als Domina und ihrem Privat-Ich, doch die räumliche Nähe erfordert eine klare Struktur. Der Artikel macht deutlich, dass das Leben inmitten von BDSM-Equipment für das Paar zur Normalität gehört – eine Normalität, die für Außenstehende vielleicht provokant wirkt, für die Bewohner jedoch Ausdruck ihrer Identität und ihres Lebensunterhalts ist.

Quelle: Der Standard