Sicher experimentieren: So macht die „Kinky Galore“ Frankfurt zum Kinky-Hotspot

In der Frankfurter Clubszene hat sich ein Event fest etabliert, das weit über normales Clubbing hinausgeht: Die „Kinky Galore“. Die Partyreihe von Jan Ehret und Sarah Woods zieht regelmäßig hunderte Gäste an, die in einem geschützten Rahmen ihre Fetische und Vorlieben ausleben möchten. Doch was steckt hinter dem Erfolg und wie garantiert das Team die Sicherheit der Gäste?

Konsens als oberstes Gebot

Das Herzstück der Veranstaltung ist ein striktes Awareness-Konzept. In einer Welt, in der sexuelle Freiheit gefeiert wird, ist „Konsens“ die wichtigste Währung. Das bedeutet:

  • Aktives Einverständnis: Ein „Ja“ muss klar kommuniziert werden. Ungefragtes Anfassen führt zum sofortigen Ausschluss.
  • Awareness-Team: Erkennbar an weißen Shirts, ist ein geschultes Team die ganze Nacht präsent, um bei Grenzüberschreitungen oder Unbehagen sofort einzuschreiten.
  • Sicherer Raum: Die Veranstalter legen Wert darauf, dass sich jeder – unabhängig von Geschlecht oder Orientierung – angstfrei bewegen kann.

Dresscode und Ästhetik

Wer rein will, muss Teil der Inszenierung werden. Die „Doorbitch“ achtet streng darauf, dass der Dresscode eingehalten wird. Alltagskleidung wie Jeans oder normale Hemden sind tabu. Erwünscht ist alles, was kreativ, extravagant oder kinky ist – von Lack und Leder bis hin zu fantasievollen Kostümen oder Bodypainting. Dies dient nicht nur der Optik, sondern schafft eine visuelle Grenze zum grauen Alltag und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Neuer Wind in Frankfurt

Nach dem Abschied aus dem Frankfurter „Zoom“ (da die Location dem Team auf Dauer zu „clean“ war), zieht es die Community nun in das K39 in der Kaiserstraße. Die neue Location verspricht eine intimere und „dreckigere“ Atmosphäre, die besser zum Vibe der Party passt. Neben mehreren Dancefloors gibt es spezielle Playrooms, in denen unter Aufsicht experimentiert werden kann, sowie Workshops (z.B. für Tantra), um den Gästen neue Impulse mitzugeben.

Fazit

Die „Kinky Galore“ beweist, dass sexpositive Partys nur funktionieren, wenn sie auf radikaler Rücksichtnahme und klaren Regeln basieren. Frankfurt bleibt damit ein wichtiger Ankerpunkt für eine Community, die Wert auf Freiheit, Respekt und exzessive Ästhetik legt.

Quelle: Frankfurter Rundschau