Pop-Kultur: Schluss mit Blümchensex – Sabrina Carpenter bringt den Fetisch zurück

Ist die Ära des braven, politisch korrekten Pop vorbei? Ein neuer Artikel in der Welt argumentiert: Ja – und Sabrina Carpenter ist die treibende Kraft dahinter. Während die Gen Z oft als neopuritanisch verschrien wurde und Popstars sich lange in der Rolle des „Sad Girl“ gefielen, dreht Carpenter den Spieß nun um. Es wird wieder schmutzig, dominant und spielerisch.

Hier ist die Zusammenfassung der hitzigen Debatte um Sex, Macht und Latex im Mainstream.

1. Die Rückkehr der „Dominanzspiele“

Der Kern des Welt-Artikels dreht sich um eine spannende Beobachtung: Popmusik war in den letzten Jahren oft entweder herzzerreißend traurig oder betont „empowernd“ auf eine sehr saubere, fast sterile Art. Sabrina Carpenter bricht damit. In ihren Videos und Auftritten (man denke an die Ästhetik von Short n’ Sweet) zelebriert sie nicht nur Sex, sondern spezifische Fetisch-Ästhetik. Es geht um das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung, das lange aus dem Mainstream verbannt war, weil es als „nicht feministisch genug“ oder als Bedienung des „Male Gaze“ galt.

2. Provokation statt politischer Korrektheit

Der Artikel hebt hervor, dass Carpenter sich weigert, ihre Sexualität zu problematisieren oder zu rechtfertigen. Songs wie „Juno“ (in dem es explizit um Stellungen und Befruchtungsfantasien geht) oder ihre blutigen, von Horrorfilmen inspirierten Musikvideos sind eine bewusste Absage an die „Vanilla“-Kultur. Der Sex ist hier nicht sanft und gleichberechtigt im kuscheligen Sinne, sondern ein Machtspiel – und genau das macht laut dem Autor den Reiz aus. Es ist eine Rückkehr zur frivoleren, weniger verkopften Sexualität der 2000er, aber mit modernem Selbstbewusstsein.

3. Kritik vs. Befreiung

Natürlich bleibt die Kritik nicht aus. Ist das feministische Selbstermächtigung oder ein Rückfall in alte Rollenbilder, in denen Frauen als Lustobjekte inszeniert werden? Der Welt-Beitrag stellt sich auf die Seite der Provokation: Die Kritik am angeblichen „Male Gaze“ verkennt, dass auch Frauen Lust an der Inszenierung, am Fetisch und an der Rolle der Verführerin haben können. Carpenter wird hier als Gegenentwurf zur moralischen Überlegenheit gefeiert, die Popkultur zuletzt oft lähmte.

Fazit: Pop darf wieder gefährlich sein

Sabrina Carpenter zeigt, dass Popkultur nicht immer pädagogisch wertvoll sein muss. Der Artikel in der Welt feiert dies als Befreiungsschlag: Der Sex im Pop hat seinen „Biss“ zurück – inklusive Latex, Rollenspielen und einer Prise Gefahr.

Quelle: Welt