Zwischen Ästhetik und Intimität: Fetisch-Fotografie neu gedacht

In der neuesten Folge des c’t Fotografie-Podcasts „Click Boom Flash“ räumt die Fotografin Lisa Loepke mit gängigen Vorurteilen über ein oft missverstandenes Genre auf: die Fetisch-Fotografie. Entgegen der Erwartung, dass dieses Feld düster oder rein voyeuristisch sein muss, zeigt Loepke eine Welt, die von tiefem gegenseitigem Vertrauen und künstlerischem Anspruch geprägt ist.

Mehr als nur Lack und Leder

Für Lisa Loepke ist Fetisch-Fotografie eine Form der Selbstdarstellung, die weit über Klischees hinausgeht. Im Gespräch wird deutlich, dass das Genre nicht zwangsläufig „finster“ sein muss. Vielmehr geht es darum, eine ganz eigene Definition von Weiblichkeit und Stärke zu visualisieren.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch:

  • Vertrauen als Fundament: Ohne eine starke Basis zwischen Fotograf und Modell entstehen keine authentischen Bilder. Respektvoller Umgang ist die Grundvoraussetzung, um Grenzen zu wahren und gleichzeitig kreative Freiräume zu schaffen.
  • Individuelle Bildsprache: Fetisch-Bilder können hell, ästhetisch und kraftvoll sein. Loepke nutzt das Studio, um Facetten der Persönlichkeit einzufangen, die im Alltag oft verborgen bleiben.
  • Professionalität im Studio: Der Weg zur Fetisch-Fotografin erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch eine hohe psychologische Empathie, um eine sichere Atmosphäre zu schaffen.

„Meine Definition von Weiblichkeit ist eine andere“, betont Loepke und macht damit klar, dass Ästhetik immer im Auge des Betrachters liegt und durch die Linse neu geformt werden kann.

Wer tiefer in die Welt der anspruchsvollen Fotografie eintauchen möchte, findet in der aktuellen Episode spannende Einblicke in die Studioarbeit und die Philosophie hinter den Bildern.

Quelle: Heise.de