Shibari: Mehr als nur Seile – Warum die japanische Fesselkunst fasziniert

In der öffentlichen Wahrnehmung wird Shibari oft schnell in die BDSM-Ecke geschoben. Doch wer einen genaueren Blick darauf wirft, entdeckt eine Welt aus Ästhetik, tiefem Vertrauen und Meditation. Ein aktuelles Porträt von zentralplus gibt einen spannenden Einblick in das Leben von Lilith, einer jungen Frau aus der Zentralschweiz, die in der Welt der Seile ihre Leidenschaft gefunden hat.

Was ist Shibari eigentlich?

Shibari ist die traditionelle japanische Kunst des Fesselns. Dabei geht es nicht primär um Schmerz oder Macht, sondern um die Verbindung zwischen dem „Rigger“ (der Person, die knotet) und dem Modell (der Person, die gefesselt wird). Für Lilith ist es eine Form der Kommunikation ohne Worte.

Warum lässt man sich fesseln?

Für Lilith bietet Shibari einen Rückzugsort vom stressigen Alltag. Im Artikel erklärt sie, dass der Moment, in dem die Seile eng am Körper anliegen, eine tiefgreifende Wirkung hat:

  • Vertrauen und Loslassen: Man gibt die Kontrolle über den eigenen Körper ab, was eine enorme psychische Entlastung sein kann.
  • Der „Sub-Space“: Viele Praktizierende erleben einen tranceähnlichen Zustand, in dem Endorphine ausgeschüttet werden und das Zeitgefühl verschwindet.
  • Achtsamkeit: Jede Bewegung und jeder Knoten erfordert volle Präsenz im Hier und Jetzt.

Zwischen Handwerk und Kunst

Lilith fesselt nicht nur selbst, sondern lässt sich auch fesseln. Dabei betont sie die technische Komponente: Die Muster der Seile sind oft hochkomplex und folgen einer jahrhundertealten Ästhetik. Es ist ein Spiel mit Symmetrie, Körperformen und der Schwerkraft.

Die Szene in der Zentralschweiz

Interessant ist, dass Shibari auch in der Zentralschweiz kein Schattendasein mehr fristet. Events wie „Ropes & Tea“ zeigen, dass die Community wächst und der Austausch über Sicherheit, Konsens und Technik im Vordergrund steht. Es geht darum, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem man sich verletzlich zeigen darf.

Fazit: Der Bericht über Lilith zeigt eindrücklich, dass Shibari eine Kunstform ist, die Körper und Geist verbindet. Es ist eine Einladung, Vorurteile abzulegen und zu verstehen, dass wahre Freiheit manchmal gerade in der bewussten Hingabe und Begrenzung durch Seile gefunden werden kann.

Quelle: zentralplus

KdU Podcast: Bine & James – Zufällig für die Ewigkeit

FLR in extra liebevoll

Dieses Mal habe ich Besuch von Bine und James bekommen und wir haben – geredet. Über FLR d.h. Female-Led-Relationship, über unfassbare Zufälle, Puppyplay als Paar, Spielzeuge und Workshoperlebnisse.
Das Thema Trans kam in der Unvernunft schon lange nicht mehr vor. James erzählt aus erster Hand – geduldig hat er auf auf jede noch so unverschämte Frage eine Antwort gefunden.

Für viele von euch ist BDSM ein Bonus, kann aber auch eine Ausweichmöglichkeit sein.
Wir sprechen über Endometriose, eine chronische Erkrankung und darüber, dass Kink neue Perspektiven und Möglichkeiten mitbringt.

Die beiden bringen so viele Themen und so eine Bandbreite mit. Dass wir auch ausführlich über den Kölner CSD gesprochen haben, traue ich mich fast nicht zu erwähnen.

Kontakt zu Bine und James:

https://kunstderunvernunft.de/contributor/442-bine-und-james“>
Gästeprofil von Bine und Jameshttps://kunstderunvernunft.de/contributor/442-bine-und-james/card“>

Gästeprofil von Bine und James

Mehr zur Folge

Bilder, Transcript, Episodenblog & Kommentare findest du hier:
Bildvorschau](https://kunstderunvernunft.de/301-bine-james))

Zur Episodenseite

Mehr Unvernunft

Auf https://kunstderunvernunft.de findest du nicht nur alle Folgen und Shownotes. Nimm zu Kontakt zu GästInnen auf, sieh weiteres Bildmaterial, Links und richtig gute Transcriptionen zu den meisten Folgen. Hinterlasse Kommentare und reiche Wünsche für neue Themen ein.

Unterstütze den Podcast jetzt:

Kaffee, Bahntickets, Equipment... Die Unvernunft ist für alle frei und kostenlos und vollständig verfügbar. Keine Paywall, keine Premiumprogramme! Damit das weiterhin so ist, unterstütze den Podcast jetzt:

Zur Unterstützer-Seite

Ganzen Artikel auf Die Kunst der Unvernunft Podcast lesen.