Zwischen Alltag und Hunde-Maske: Ein Ehepaar bricht das Schweigen über „Pupplay“

In der öffentlichen Wahrnehmung sorgt es oft für Kopfschütteln oder scharfe Kritik, für das Ehepaar Sven und Sandra ist es jedoch ein wichtiger Teil ihres Lebens: Pupplay. In einem aktuellen Bericht des Stern gibt das Paar ungewöhnlich offene Einblicke in einen Fetisch, der weit mehr ist als nur ein Kostümspiel, und spricht über die Schattenseiten ihrer Offenheit.

Was steckt hinter Pupplay?

Beim Pupplay schlüpfen Menschen – meist mithilfe von detailreichen Latex- oder Leder-Masken – in die Rolle eines Hundes (eines „Puppy“). Für Sven ist es ein Weg, den Stress des Alltags hinter sich zu lassen:

  • Abschalten durch Rollenwechsel: In der Rolle des Hundes fallen gesellschaftliche Erwartungen weg.
  • Keine rein sexuelle Sache: Entgegen vieler Vorurteile betont das Paar, dass die Dynamik oft spielerisch und emotionaler Natur ist.
  • Gegenseitiges Vertrauen: Während Sven der „Puppy“ ist, übernimmt Sandra oft die Rolle der Halterin, was die Bindung des Paares auf einer besonderen Ebene stärkt.

Hass im Netz: Die Kehrseite der Medaille

Obwohl das Paar versucht, durch Aufklärung Vorurteile abzubauen, schlägt ihnen online oft blanker Hass entgegen. Die Anfeindungen reichen von Unverständnis bis hin zu massiven Beleidigungen. Das Paar berichtet im Interview, dass die Anonymität des Internets die Hemmschwelle für Diskriminierung extrem senkt.

Warum die Sichtbarkeit wichtig ist

Trotz der negativen Erfahrungen entscheiden sich Sven und Sandra bewusst für den Gang an die Öffentlichkeit. Sie wollen zeigen, dass hinter den Masken ganz normale Menschen mit Berufen, Verpflichtungen und einer stabilen Ehe stecken. Ihr Ziel: Normalisierung statt Stigmatisierung.

Quelle: Stern