„Kinky Boots“: Zwischen High Heels und Haltung
Das Kult-Musical „Kinky Boots“ tourt aktuell durch den deutschsprachigen Raum und bringt weit mehr als nur Glitzer und Pop-Hymnen auf die Bühne. In einem exklusiven Interview mit männer.media gaben die Hauptdarsteller Tosh Wanogho-Maud (Lola) und Dan Partridge (Charlie Price) sowie Stilexperte Jorge González tiefe Einblicke in die Botschaft hinter den 15 Zentimeter hohen Absätzen.
Mehr als nur Verkleidung
Für Tosh Wanogho-Maud ist die Rolle der Lola ein Statement. Drag sei für ihn eine Haltung, die sich permanent gegen starre Geschlechternormen wehrt. Das Stück zeige eindrucksvoll, wie Maskulinität und Feminität miteinander verschmelzen können. Es geht um die Kraft der Akzeptanz – sowohl gegenüber anderen als auch sich selbst gegenüber.
Die wahre Geschichte der Akzeptanz
Das Musical basiert auf einer wahren Begebenheit: Ein junger Fabrikerbe (Charlie) rettet sein Familienunternehmen in der englischen Provinz, indem er beginnt, robuste High Heels für Drag Queens zu produzieren. Dan Partridge betont im Interview die universelle Relevanz dieser Geschichte:
- Es geht um den Mut, den eigenen Weg zu gehen.
- Es geht darum, Vorurteile innerhalb einer traditionellen Belegschaft abzubauen.
- Im Kern steht die Freundschaft zweier Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch dasselbe Ziel verfolgen.
Ein persönliches Statement
Auch Jorge González, der das Projekt als Botschafter begleitet, findet klare Worte: High Heels sind für ihn kein bloßes Accessoire, sondern ein Symbol für Freiheit. Er sieht in der Show eine „Glücksbombe“, die das Publikum mit der wichtigen Botschaft entlässt: „Akzeptiere jemanden so, wie er ist.“
Fazit: Mit der Musik von Cyndi Lauper beweist „Kinky Boots“, dass Toleranz und Lebensfreude die besten Werkzeuge sind, um die Welt ein Stück bunter zu machen.
Quelle: Männer