Tarantino packt aus: Wer steckte wirklich unter der Maske des „Gimp“?

Es ist eine der verstörendsten Szenen der Filmgeschichte: In Pulp Fiction stolpern Butch und Marcellus Wallace in den Keller eines Pfandleihers und treffen dort auf den mysteriösen, in Latex gehüllten „Gimp“. Über 25 Jahre hielt sich das Schweigen um die Figur, doch Quentin Tarantino hat nun das Geheimnis um die Identität und das düstere Schicksal des Leder-Statisten gelüftet.

Ein tragisches Ende hinter den Kulissen

In einem Interview bestätigte der Kult-Regisseur, was viele Fans schon lange vermuteten, aber nie im Film sahen:

  • Die Besetzung: Unter der Maske steckte der Schauspieler Stephen Hibbert.
  • Die Hintergrundgeschichte: Der Gimp war kein freiwilliger Sado-Maso-Partner, sondern laut Tarantino ein entführtes Opfer – ein Anhalter, den die Ladenbesitzer Maynard und Zed Jahre zuvor gefangen genommen und „gebrochen“ hatten.
  • Das Schicksal: Während Butch im Film den Gimp nur mit einem Schlag außer Gefecht setzt, stellte Tarantino klar, dass die Figur den Tag nicht überlebt hat. Nach der Flucht von Butch und dem blutigen Showdown zwischen Marcellus und seinen Peinigern sei der Gimp schlichtweg im brennenden Laden umgekommen oder von Marcellus’ Männern „entsorgt“ worden.

Warum das wichtig ist

Diese Enthüllung gibt dem ohnehin schon bizarren Szenario eine noch dunklere Note. Tarantino betont damit einmal mehr seine Liebe zum Detail-Storytelling: Selbst für Figuren, die kaum Text haben und deren Gesicht man nie sieht, existiert in seinem Kopf eine komplette, tragische Biografie.

„Es war nie geplant, dass er da lebend rauskommt. In dieser Welt gibt es für jemanden wie ihn kein Happy End.“ – Quentin Tarantino

Quelle: Rollingstone