Gefährlicher Fetisch: Podcast thematisiert Todesfall durch „Selfplay“

In der neuesten Folge des Podcasts „Unter Strom“ rückt ein tragisches und oft tabuisiertes Thema der BDSM- und Fetisch-Szene in den Fokus: der Tod durch Selfplay. Der Beitrag beleuchtet die Risiken, die entstehen, wenn extreme Praktiken ohne die Sicherheit einer Aufsichtsperson durchgeführt werden.

Die Gefahren der Isolation

Der aktuelle Anlass für die Diskussion ist ein konkreter Todesfall innerhalb der Community. Unter „Selfplay“ versteht man sexuelle Praktiken – oft im Bereich Atemkontrolle (Breathplay) oder Bondage –, die allein ausgeübt werden. Das Kernproblem dabei:

  • Fehlende Nothilfe: Tritt eine Bewusstlosigkeit oder eine technische Fehlfunktion ein, gibt es niemanden, der eingreifen oder den Notruf wählen kann.
  • Fehleinschätzung: Die eigenen körperlichen Grenzen werden im Rausch der Erregung oft unterschätzt.

Ein Appell an die Community

Die Podcaster und Experten betonen, dass es nicht darum geht, Fetische zu verurteilen, sondern für die lebensgefährlichen Risiken zu sensibilisieren. Sicherheitsprotokolle, die in der Szene als „Safer Sex“ im weiteren Sinne gelten, funktionieren beim Alleingang schlichtweg nicht.

„Wer allein spielt, spielt mit seinem Leben.“ – Diese drastische Mahnung zieht sich durch den Beitrag und ruft dazu auf, riskante Praktiken niemals ohne eine eingeweihte zweite Person oder zumindest technische Absicherungen (wie Totmannschalter, die jedoch keine 100-prozentige Sicherheit bieten) durchzuführen.

Fazit

Der Bericht dient als dringender Weckruf innerhalb der queeren Fetisch-Szene, die Sicherheit über den Kick zu stellen. Der tragische Vorfall zeigt einmal mehr, dass die Grenze zwischen sexuellem Experiment und tödlichem Unfall bei Solo-Extremsportarten im Schlafzimmer erschreckend schmal ist.

Quelle: Mannschaft