Glitzer, Glamour und wahre Geschichte: Warum „Kinky Boots“ mehr als nur ein Musical ist
Es ist laut, es ist bunt und es trägt verdammt hohe Absätze: „Kinky Boots“ erobert derzeit die Bühnen im deutschsprachigen Raum. Doch hinter den schillernden Kostümen und den mitreißenden Songs von Cyndi Lauper steckt eine tiefgründige, wahre Geschichte über Mut, Akzeptanz und den Überlebenskampf eines Traditionsunternehmens.
Von der Fabrikpleite zum Fetisch-Markt
Was viele nicht wissen: Die Geschichte von Charlie und Lola basiert auf realen Ereignissen. Ende der 90er Jahre stand die englische Schuhfabrik W.J. Brooks kurz vor dem Aus. Der Erbe Steve Pateman (im Musical „Charlie“) suchte verzweifelt nach einer Marktlücke – und fand sie in einer Nische, die damals noch streng tabuisiert war: robuste High Heels für Männer.
Was als Rettungsversuch für einen Familienbetrieb begann, entwickelte sich zu einer Brücke zwischen zwei Welten. Aus der Zusammenarbeit mit der Dragszene entstand nicht nur ein profitables Geschäft, sondern eine Lektion in Sachen Toleranz und Selbstverwirklichung.
Die queere Seele des Musicals
Während der Film von 2005 die Geschichte noch eher als britische Komödie erzählte, gab das Broadway-Musical dem Ganzen eine kraftvolle queere Stimme. Dank des Buchs von Harvey Fierstein und der Musik von Cyndi Lauper wurde die Figur der Lola zum Herzstück der Show.
„Sei du selbst. Alle anderen gibt es schon.“ – Dieser Leitspruch zieht sich durch die gesamte Inszenierung und macht „Kinky Boots“ zu einer Hymne für die LGBTQ+-Community.
„Kinky Boots“ live erleben
Die aktuelle Tour bringt die Botschaft von „Celebrate Yourself“ direkt zu uns. Wer Lust auf eine ordentliche Portion Empowerment (und beeindruckende Tanzeinlagen auf 15-Zentimeter-Absätzen) hat, sollte sich die Termine in diesen Städten nicht entgehen lassen:
- Zürich
- Berlin
- München
- Oberhausen
Quelle: Mannschaft