Fehlalarm am Weiherhof: Wenn der „Einbrecher“ eigentlich nur ein Fetischist ist

Ein nächtlicher Polizeieinsatz am Golfplatz Weiherhof (Landkreis Augsburg) sorgte kürzlich für Aufsehen – doch statt gefährlicher Krimineller fanden die Beamten ein Pärchen mit einer Vorliebe für ausgefallene Rollenspiele.

Was war passiert?

Zeugen alarmierten die Polizei, nachdem sie am späten Abend eine verdächtige Person beobachtet hatten, die maskiert und komplett in schwarzes Leder gehüllt über das Gelände schlich. Angesichts der ungewöhnlichen Maskierung lag der Verdacht auf einen geplanten Einbruch oder Vandalismus nahe.

Die Auflösung

Mehrere Streifen rückten aus und stellten die Person. Die Durchsuchung ergab jedoch schnell:

  • Kein Einbruchswerkzeug: Die „Ausrüstung“ war rein privater Natur.
  • Harmloses Motiv: Es handelte sich um ein Pärchen, das seinen Leder-Fetisch im Freien auslebte. Der Mann trug die auffällige Maskierung als Teil eines Rollenspiels.

Das juristische Nachspiel

Obwohl der Anblick für Außenstehende zunächst bedrohlich wirkte, hat das Abenteuer für das Paar keine strafrechtlichen Konsequenzen. Da sie niemanden direkt belästigten und keine Sachbeschädigung vorlag, blieb es bei einer Belehrung durch die Beamten. Einbrecher tragen heutzutage eben selten Ganzkörper-Leder.

Quelle: Augsburger Allgemeine