Neuer BDSM-Club in Holzwickede: Fetisch-Events oder verbotene Prostitution?

In unmittelbarer Nähe zum Dortmunder Flughafen sorgt eine geplante Neueröffnung für Gesprächsstoff: In Holzwickede steht ein neuer BDSM- und Fetisch-Club in den Startlöchern. Während der Betreiber auf ein exklusives Event-Konzept setzt, prüfen die Behörden derzeit genau, ob die strengen Auflagen der Gemeinde eingehalten werden.

Das Konzept: „Kein Bordell“

Der Betreiber betont, dass es sich bei der Location nicht um eine Stätte der Prostitution handelt. Geplant ist ein Privatclub für die Fetisch-Szene, der folgende Schwerpunkte setzt:

  • Event-Location: Ausrichtung von Themenpartys und Workshops.
  • Raumvermietung: Vermietung der speziell ausgestatteten Räumlichkeiten an Privatpersonen.
  • Community-Treffpunkt: Ein geschützter Raum für Anhänger der BDSM-Szene.

Rechtliche Hürden und Widerstand

Die Gemeinde Holzwickede steht dem Projekt skeptisch gegenüber. Das Hauptproblem: In der gesamten Gemeinde gilt eine Sperrbezirksverordnung, die Prostitution strikt untersagt. Die Verwaltung prüft nun intensiv, ob das Geschäftsmodell des Clubs lediglich eine rechtliche Grauzone nutzt oder ob es sich faktisch um ein genehmigungspflichtiges Sexgewerbe handelt.

Strategische Lage am Flughafen

Die Wahl des Standorts im Gewerbegebiet nahe dem Dortmunder Flughafen ist kein Zufall. Durch die verkehrsgünstige Lage und die Diskretion des Industriegebiets erhofft sich der Betreiber ein überregionales Publikum.

Wie es weitergeht: Aktuell steht die abschließende gewerberechtliche Prüfung noch aus. Sollten die Behörden zum Schluss kommen, dass dort sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt stattfinden, könnte das Projekt scheitern, bevor die erste Party beginnt.


Hintergrund: Die Debatte um solche Etablissements in Gewerbegebieten ist nicht neu. Oftmals kollidieren hier die Interessen von Betreibern, die Diskretion suchen, mit den strengen ordnungsrechtlichen Vorgaben der Kommunen.

Quelle: Hellweger Anzeiger