O du Fröhliche mal anders: Kinky Christmas in Nürnberg

Während die meisten von uns am ersten Weihnachtsfeiertag wahrscheinlich mit Food-Koma auf der Couch liegen oder zum dritten Mal „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ schauen, plant ein Nürnberger Club ein Kontrastprogramm der besonderen Art.

Das Haus 33 im Herzen der Stadt sorgt aktuell für ordentlich Gesprächsstoff: Ausgerechnet an Weihnachten lädt der Club zur „Kinky Sex Party“. Statt Strickpulli und Gänsebraten heißt es hier: Lack, Leder und Freizügigkeit.

Provokation oder moderner Zufluchtsort?

Die Reaktionen reichen – wie zu erwarten – von hochgezogenen Augenbrauen bis hin zu begeisterter Zustimmung. Für die einen ist es ein Tabubruch, das „Fest der Liebe“ so explizit und freizügig zu feiern. Für die Veranstalter und die Community ist es hingegen ein wichtiges Angebot:

  • Alternative zur Tradition: Nicht jeder hat eine Familie, mit der er feiern kann oder möchte. Für viele ist der Club ein „Safe Space“ und Ersatzfamilie.
  • Stressabbau: Nach den oft doch recht durchgetakteten Feiertagen bietet die Party Raum für radikale Selbstentfaltung.
  • Dresscode & Regeln: Wer rein will, muss sich an strikte Regeln halten. Jeans und T-Shirt bleiben draußen; Konsens und Respekt stehen an oberster Stelle.

Fazit: Erlaubt ist, was gefällt

Ob man nun findet, dass Peitschen und Christbaumkugeln zusammenpassen oder nicht – die Resonanz zeigt, dass der Bedarf nach alternativen Feierkonzepten groß ist. In einer Stadt wie Nürnberg, die Tradition großschreibt, ist so ein Event definitiv ein Statement für Vielfalt und gegen die Einsamkeit an den Feiertagen.

Eines ist sicher: Diese Bescherung wird man so schnell nicht vergessen.

Quelle: NN