„Pillion“: Authentizität und Leder-Kultur hinter den Kulissen

In der kommenden schwulen BDSM-Romance „Pillion“ (Kinostart: Ende März 2026) tauchen Alexander Skarsgård und Harry Melling tief in die Welt der Gay-Biker-Szene ein. Um die Geschichte zwischen dem dominanten Ray (Skarsgård) und dem schüchternen Colin (Melling) so realitätsnah wie möglich zu gestalten, setzte Regisseur Harry Lighton auf echte Expertise: Er besetzte Mitglieder eines realen schwulen Motorradclubs.

Einblicke in die Dreharbeiten:

  • Recherche im Leder-Club: Harry Melling verbrachte Zeit mit dem Gay Bikers Motorcycle Club (GBMCC). Er gab humorvoll zu, dass er dabei zwar auf einem Motorrad sitzen durfte, aber statt cooler Lederkluft zunächst „hässliche Sicherheitsoveralls“ tragen musste – was seine Hoffnung auf perfekte Grindr-Fotos zunichtemachte.
  • Neue „Fähigkeiten“: Melling lernte für seine Rolle des unterwürfigen Colin ganz spezielle Talente, darunter die ungewöhnliche Fertigkeit des Stiefelleckens.
  • Skarsgårds Ansatz: Während Melling tief in die Szene eintauchte, wählte Alexander Skarsgård für seinen Charakter Ray einen anderen Weg. Er verzichtete bewusst auf eine detaillierte Hintergrundgeschichte, um die Figur mysteriös und undurchdringlich zu halten.
  • Community statt Spektakel: Den Beteiligten war es wichtig, BDSM nicht als bloßes Spektakel, sondern als intimen Teil der Community darzustellen. Die Anwesenheit der echten Biker am Set half den Schauspielern dabei, die richtigen Fragen zu stellen und die Szenen respektvoll und authentisch umzusetzen.

Der Film, der auf dem Roman „Box Hill“ basiert, rückt neben der Erotik vor allem die Themen Konsens und Kommunikation in den Mittelpunkt einer emotional komplexen Beziehung.

Quelle: Schwulissimo