In der aktuellen Folge der SRF-Serie „Liebesleben“ nimmt uns Moderatorin Eva Nidecker mit in die intimeren Ecken der Schweizer Gesellschaft. Der Fokus liegt diesmal auf Lebensentwürfen, die fernab der klassischen Monogamie oder konventioneller Praktiken stattfinden.
Die Highlights der Sendung:
- Der Callboy: Wir lernen Zayn kennen, der Einblicke in sein Berufsleben gibt. Er betont, dass es bei seiner Arbeit um weit mehr als nur Sex geht – oft stehen Zuhören und Aufmerksamkeit im Vordergrund. Sein Honorar liegt bei etwa 400 Franken pro Stunde, wobei er eine klare Grenze zwischen Professionalität und privater Emotion zieht.
- Das BDSM-Paar: Lara und Martin gewähren Einblicke in ihren Alltag zwischen Dominanz und Unterwerfung. Während Martin die Kontrolle übernimmt, findet Lara in der Hingabe ihre Erfüllung. Zentrales Thema hierbei: Konsens und Sicherheit, symbolisiert durch das obligatorische Safe-Wort.
Das Fazit der Kritik:
Die Bloggerin Joëlle bewertet Eva Nideckers Moderationsstil als empathisch und unaufgeregt. Positiv hervorgehoben wird, dass die Sendung dazu beiträgt, Tabus zu brechen und Nischenthemen zu normalisieren.
Allerdings gibt es auch einen kritischen Unterton: Die journalistische Herangehensweise wird als fast schon „zu höflich“ beschrieben. Es fehle mitunter der Mut, tiefer zu graben oder kritischere Fragen zu stellen, wodurch die Einblicke zwar spannend, aber teilweise etwas an der Oberfläche bleiben.
Quelle: Schweizer Illustrierte