Dieses Mal habe ich Besuch von Bine und James bekommen und wir haben – geredet. Über FLR d.h. Female-Led-Relationship, über unfassbare Zufälle, Puppyplay als Paar, Spielzeuge und Workshoperlebnisse.
Das Thema Trans kam in der Unvernunft schon lange nicht mehr vor. James erzählt aus erster Hand – geduldig hat er auf auf jede noch so unverschämte Frage eine Antwort gefunden.
Für viele von euch ist BDSM ein Bonus, kann aber auch eine Ausweichmöglichkeit sein.
Wir sprechen über Endometriose, eine chronische Erkrankung und darüber, dass Kink neue Perspektiven und Möglichkeiten mitbringt.
Die beiden bringen so viele Themen und so eine Bandbreite mit. Dass wir auch ausführlich über den Kölner CSD gesprochen haben, traue ich mich fast nicht zu erwähnen.
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Ich bin Herrin Sabina und erziehe seit nunmehr 9 Jahren im deutschsprachigem Raum. Über die Seite: erzieherrin.com kannst du mich erreichen und meinen BDSM Horizont deutlich spüren.
Der Anfang beleuchtet meine Geschichte, mein Tun und meine Intention. Auch der Unterschied zu anderen Herrinnen wird klar umrissen.
Es ist wieder so weit: Wenn der Bodensee zur Kulisse für glänzendes Latex, enges Leder und fantasievolle Masken wird, weiß man in Friedrichshafen, dass das „Torture Ship“ abgelegt hat. Was einst als Nischenevent begann, hat sich längst zu einem international bekannten Spektakel entwickelt, das weit über die Grenzen der Region hinausstrahlt.
Ein Magnet für die internationale Szene
Besonders beeindruckend ist in diesem Jahr die internationale Reichweite des Events. Das „Erotikschiff“ ist längst kein Geheimtipp mehr für lokale Fans der BDSM- und Fetisch-Szene. Die Besucher nehmen mittlerweile beachtliche Reisen auf sich: Gäste aus Slowenien, Polen und anderen europäischen Nachbarländern reisen eigens an, um bei der legendären Fahrt dabei zu sein. Für viele ist es das Highlight des Jahres, bei dem sie ihre aufwendigen Outfits – von der klassischen Domina im Lack-Dress bis hin zu kunstvollen Pony-Masken – einem Gleichgesinnten-Publikum präsentieren können.
Catwalk am Hafen: Staunen bei den „Sehleuten“
Bevor die Motoren starten, gehört der Hafen von Friedrichshafen traditionell den Schaulustigen. Tausende Zuschauer versammeln sich am Pier, um das „Schaulaufen“ der Passagiere zu beobachten. Die Stimmung ist eine Mischung aus Fasching und exklusivem Maskenball. Während die einen aus dem Staunen kaum herauskommen, genießen die Fetisch-Fans die Aufmerksamkeit und posieren bereitwillig für Fotos. Veranstalter Thomas Siegmund beschreibt das Event treffend: Für Außenstehende mag es wie ein bizarrer Maskenball wirken, doch für die Community ist es ein Raum der Freiheit und des gegenseitigen Respekts.
Was passiert an Bord?
Sobald die MS Baden (oder eines der anderen eingesetzten Schiffe) ablegt, bleibt das Geschehen weitgehend den Blicken der Öffentlichkeit entzogen. An Bord erwartet die Gäste ein Mix aus:
DJs und Party-Decks: Tanzen in außergewöhnlicher Montur.
Shopping & Aussteller: Stände für BDSM-Bedarf und Accessoires.
Shows: Von Peitschenvorführungen bis hin zu ästhetischen Inszenierungen.
Wichtig zu wissen: Auch wenn das Schiff oft als „Erotikschiff“ tituliert wird, steht der Party- und Selbstdarstellungsaspekt im Vordergrund. Aufgrund behördlicher Auflagen gibt es keine speziellen Räume für sexuelle Handlungen – das „Torture Ship“ versteht sich primär als Tanz- und Eventschiff für eine ganz besondere Community.
Fazit
Das „Torture Ship“ bleibt ein Phänomen. Es zeigt, wie tolerant und vielfältig die Bodenseeregion sein kann und dass die Faszination für Lack und Leder keine (Landes-)Grenzen kennt. Ob man nun selbst in den hautengen Anzug schlüpft oder das Spektakel lieber aus sicherer Entfernung vom Ufer beobachtet – kalt lässt dieses Event am See niemanden.
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Wenn sich die sächsische Metropole zu Pfingsten in ein Meer aus Spitze, Lack und dunklem Samt verwandelt, dann ist wieder Wave-Gotik-Treffen. Vom 06. bis 09. Juni 2025 lud das 32. WGT zur „Schwarzen Versammlung“ ein. Was die Besucher erwartete, war das gewohnt eklektische Gesamtkunstwerk aus Konzerten, Vorträgen und jenem munteren, düsteren Treiben, das Leipzig für vier Tage in den emotionalen Ausnahmezustand versetzt.
Mit 141 Künstlern an über 60 Veranstaltungsorten war das Programm gewohnt ambitioniert. Wer hier den Überblick behalten wollte, griff traditionell zur Webseite – oder nutzte erstmals die neue offizielle WGT-App. Sie hat die Planung gerade unterwegs spürbar erleichtert und ist eine willkommene Modernisierung für das traditionsreiche Festival.
Der Auftakt: Zwischen Kerzenschein und Tanzrausch
Bereits am Donnerstag füllte sich das Agra-Gelände zusehends. Während die ersten Festivalbändchen an den zentralen Anlaufstellen der Stadt über die Handgelenke glitten, stieg die Vorvorfreude. Der Abend stand im Zeichen der Aufwärmübungen: Ob bei den „Electro Allstars“ in der geschichtsträchtigen Moritzbastei oder dem klassischen Warm-up im Darkflower – die Szene tanzte sich warm.
Wir entschieden uns für den dunkelromantischen Klassiker: die Blaue Stunde. Unter freiem Himmel und bei sanftem Kerzenschein begann unser persönliches WGT 2025 an einem Ort, dessen liebevolle Dekoration sofort verzauberte. Einziger Wermutstropfen: Die Beliebtheit des Ortes stieß an ihre physischen Grenzen; es wurde schnell ungemütlich eng. Dennoch blieb es ein gelungener, stimmungsvoller Auftakt.
Blaue Stunde
Freitag: Von Picknick-Korb bis Synthie-Pop-Legenden
Der Freitag ist untrennbar mit dem Viktorianischen Picknick im Clara-Zetkin-Park verbunden. Die Wiese am See glich auch dieses Jahr einem lebendigen Gemälde. Auffällig war jedoch die wachsende Zahl an Schaulustigen – die Dichte an Kameraobjektiven ist hier mittlerweile wohl so hoch wie nirgendwo sonst in Leipzig.
Viktorianisches Picknick
Am späten Nachmittag zog es uns zur Agra, wo wir auf eine unserer Neuentdeckungen stießen: SKYND. Das australische Industrial-Gothic-Duo hat sich auf die musikalische Aufarbeitung realer Kriminalfälle spezialisiert. In ihren düsteren, oft verstörenden Songs verweben sie True Crime mit elektronischen Beats und experimentellem Gesang, um die Abgründe der menschlichen Psyche zu beleuchten. Jeder Track widmet sich einem spezifischen Fall, wobei die Band eine klinisch-künstlerische Perspektive einnimmt. Besonders der Song „Columbine“ hinterließ bei uns einen bleibenden Eindruck – und ein hartnäckiges „ratatata“-Ohrwurm-Gefühl.
SKYND
Danach folgte der Headliner des Abends: Alphaville. Die 1980er-Jahre-Ikonen um Marian Gold bewiesen, warum sie Weltruhm erlangt haben. Mit ihrem unverwechselbaren Sound, der atmosphärische Synthesizer-Melodien mit Golds markantem, opernhaftem Gesang verbindet, schufen sie zeitlose Hymnen wie „Big in Japan“ und „Forever Young“. Es war unheimlich beeindruckend zu sehen, welche Show der inzwischen 71-jährige Marian Gold ablieferte. Das Publikum feierte jede Sekunde.
Alphaville
Den Abschluss bildete das Mitternachtskonzert der Schweden von Kite. Seit ihrer Gründung 2008 gilt das Duo Nicklas Stenemo und Christian Berg als eines der packendsten Projekte der modernen Synthie-Pop-Szene. Ihr Sound zeichnet sich durch eine cineastische Breite aus, die nostalgische 80er-Jahre-Synthesizer mit düsterer Melancholie verbindet. Dennoch: Nach der Energie von SKYND und Alphaville konnte uns das Konzert irgendwie nicht ganz abholen. Das Bühnenbild blieb sehr dunkel, und uns fehlte an diesem Punkt das gewisse Etwas. Ein kurzer Abstecher in die Halle 4.2 beendete unseren ersten Festivaltag.
Kite
Samstag: Bariton-Klänge und die „Obsession Bizarr“
Das Herzstück des Festivals bleibt das Agra-Gelände mit seinen Zeltplätzen, Einkaufshallen und Dancefloors. Doch das WGT ist mehr als nur die Agra. Der Samstag begann für uns im Volkspalast mit dem mazedonisch-deutschen Sänger Veljanov. Bekannt als Stimme von Deine Lakaien, erkundet er in seinem Soloprojekt ein Spektrum zwischen Alternative Rock, wehmütigem Pop und Chanson. Geprägt durch seinen tiefen Bariton und poetische Texte, schuf Veljanov eine atmosphärische Klangwelt von fast filmischer Eleganz. Trotz der akustischen Herausforderungen der Kuppelhalle war es ein intensives Erlebnis.
Veljanov
Zurück auf der Agra erwarteten uns S.I.T.D. (Shadows in the Dark). Das Ruhrpott-Projekt gehört seit den 90ern zu den prägenden Kräften der Electro-Industrial-Szene. Ihr Sound vereint düstere Melodien mit treibenden Beats und setzt sich oft mit apokalyptischen Themen auseinander. Club-Hymnen wie „Snuff Machinery“ festigten ihren Ruf, Tanzbarkeit mit emotionaler Tiefe zu verbinden. Ein gewohntes, aber immer wieder begeisterndes Highlight.
Dann wurde es Zeit für die Obsession Bizarr, die traditionelle Fetisch-Party im Volkspalast. Um zwischen den Orten zu pendeln, nutzten wir die Tram – das Auto lässt man während des WGT am besten stehen. Die Obsession kombiniert die Ästhetik der schwarzen Szene mit der Welt des BDSM. Entgegen alter Gerüchte ist der Einlass fair, sofern das Outfit den „Fetisch-Faktor“ respektiert. Besonders beeindruckt waren wir von den Playrooms, deren Ausstattung sich von Jahr zu Jahr verbessert und die keinen Vergleich mit spezialisierten BDSM-Events scheuen müssen.
Playrooms
Das Bühnenprogramm war hochkarätig:
Dragon Dollz: Eine kraftvolle Double Pole Dance Performance, die Eleganz mit artistischem Können vereinte.
Garden of Chains: Das Label von Michael Gärtner präsentierte avantgardistischen Schmuck und industrielle Körper-Accessoires in einer düsteren Fashion Show.
Heretic Dream: Eine intensive Self-Bondage-Performance.
Inga Salome: Die Berliner Performerin zeigte eine spektakuläre „Hair Suspension“. Bei dieser Tradition wird das Körpergewicht nur an den Haaren getragen – eine „Meditation im Schmerz“, die in sakral anmutenden Bildern die Grenzen des Machbaren auslotete.
Dragon Dollz (Finale): Den krönenden Abschluss bildete eine beeindruckende Feuershow.
Sonntag: Heidnische Idylle und orchestraler Pomp
Der Sonntag startete entspannt im Heidnischen Dorf am Torhaus Dölitz. Das „Heido“ ist mit seinen Mittelaltermärkten, Tavernen und Ritterkämpfen ein Rückzugsort für Familien und Szene-Gänger gleichermaßen. Besonders lobenswert: Die Ticketkasse war in diesem Jahr wesentlich besser organisiert, und der offizielle Durchgang über den Zeltplatz zur Agra sparte uns viel Zeit und Nerven.
Heidnisches Dorf
Musikalisch ging es mit Crimson Veil weiter. Das Quartett aus Brighton gilt als eine der eigenwilligsten Neuentdeckungen im Dark Progressive Rock. Mit Violine, Cello und der wandlungsfähigen Stimme von Mishkin Fitzgerald erschufen sie eine dichte, beinahe sakrale Atmosphäre, die zwischen zerbrechlich und brachial schwankte.
Crimson Veil
Direkt im Anschluss übernahmen Xandria die Agra-Bühne. Seit ihrer Gründung 1994 haben sie sich von einer Gothic-Metal-Band zu einem der profiliertesten Vertreter des Symphonic Metal entwickelt. Mit der neuen Sängerin Ambre Vourvahis präsentierten sie sich in einem modernen Gewand, das klassischen orchestralen Pomp mit progressiven Elementen verbindet. Ein absolut mitreißendes Konzert.
Xandria
Ein Genre-Wechsel führte uns ins Täubchenthal zu Rhys Fulber. Als kreativer Kopf hinter Front Line Assembly und Delerium ist er ein Architekt der elektronischen Musik. Sein Soloprojekt verbindet mechanische Härte mit sphärischer Melancholie – ein wahres Klangkunstwerk.
Das Highlight des Abends wartete jedoch im Felsenkeller: Icon of Coil. Die norwegische Formation um Andy LaPlegua (Combichrist) revolutionierte um die Jahrtausendwende den Futurepop. Mit einer Mischung aus treibenden Techno-Beats und hypnotischen Bassläufen bewiesen sie, dass Industrial-Energie und poppiges Songwriting kein Widerspruch sind. Der Felsenkeller kochte – für uns der absolute Höhepunkt des Tages.
Icon of Coil
Montag: Finale mit finnischen Vampiren und deutschen Legenden
Der Montag begann traditionell in der Moritzbastei bei den Klängen von Donner-Trummel, die seit 1993 als Pioniere der Spielmannskunst gelten. Danach verabredeten wir uns mit Freunden auf der Wiese vor der Torhaus-Bühne im Heidnischen Dorf, um Haggefugg zu sehen. Die Kölner Band verbindet Dudelsäcke mit modernem Metal zu ihrem „Prost-Mittelalter-Party-Rock“ – genau die richtige Stimmung für den letzten Festivaltag.
Donner-TrummelHaggefugg
Zum großen Finale kehrten wir in die Agra-Halle zurück. Den Anfang machten The 69 Eyes. Die „Helsinki Vampires“ kombiniert düsteren Gothic Rock mit der rotzigen Energie des Sleaze Rock. Mit dem tiefen Bariton von Jyrki 69 lieferten sie eine Show ab, die uns – obwohl wir sie schon oft gesehen haben – erneut komplett begeisterte.
The 69 Eyes
Und dann kam die Band, auf die wir uns am meisten gefreut hatten: Camouflage. Als Urgesteine des deutschen Synthie-Pop prägten sie seit den 80ern mit Hits wie „The Great Commandment“ und „Love is a Shield“ die Szene. Es war ein Hochgenuss, diese Legenden wieder live zu erleben. Melancholische Melodien trafen auf tanzbare Beats – ein würdevoller Abschluss.
Camouflage
Traditionell endete unser WGT 2025 in der Halle 4.2. Auch wenn die Füße nach fünf Tagen streikten, wurde noch einmal getanzt. Da uns die Musikauswahl in diesem Jahr am Ende nicht ganz zusagte, machten wir uns etwas früher auf den Heimweg, bevor das Licht anging.
Wir blicken zurück auf vier intensive Tage voller Entdeckungen und bekannter Gesichter. Die Vorfreude auf das 33. Wave-Gotik-Treffen (22. – 25. Mai 2026) ist bereits jetzt riesig.
In der neuesten Folge des c’t Fotografie-Podcasts „Click Boom Flash“ räumt die Fotografin Lisa Loepke mit gängigen Vorurteilen über ein oft missverstandenes Genre auf: die Fetisch-Fotografie. Entgegen der Erwartung, dass dieses Feld düster oder rein voyeuristisch sein muss, zeigt Loepke eine Welt, die von tiefem gegenseitigem Vertrauen und künstlerischem Anspruch geprägt ist.
Mehr als nur Lack und Leder
Für Lisa Loepke ist Fetisch-Fotografie eine Form der Selbstdarstellung, die weit über Klischees hinausgeht. Im Gespräch wird deutlich, dass das Genre nicht zwangsläufig „finster“ sein muss. Vielmehr geht es darum, eine ganz eigene Definition von Weiblichkeit und Stärke zu visualisieren.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch:
Vertrauen als Fundament: Ohne eine starke Basis zwischen Fotograf und Modell entstehen keine authentischen Bilder. Respektvoller Umgang ist die Grundvoraussetzung, um Grenzen zu wahren und gleichzeitig kreative Freiräume zu schaffen.
Individuelle Bildsprache: Fetisch-Bilder können hell, ästhetisch und kraftvoll sein. Loepke nutzt das Studio, um Facetten der Persönlichkeit einzufangen, die im Alltag oft verborgen bleiben.
Professionalität im Studio: Der Weg zur Fetisch-Fotografin erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch eine hohe psychologische Empathie, um eine sichere Atmosphäre zu schaffen.
„Meine Definition von Weiblichkeit ist eine andere“, betont Loepke und macht damit klar, dass Ästhetik immer im Auge des Betrachters liegt und durch die Linse neu geformt werden kann.
Wer tiefer in die Welt der anspruchsvollen Fotografie eintauchen möchte, findet in der aktuellen Episode spannende Einblicke in die Studioarbeit und die Philosophie hinter den Bildern.
Auf kunstDerUnvernunft.live gibt es den Livestream & Chat und hier nun das Ergebnis für alle, die nicht dabei sein konnten und können.
Theme heute: Besser spät als nie
Manche haben das Glück, dass sie BDSM früh entdecken und loslegen. Bei anderen dauert es länger. Durchaus auch Jahrzehnte. Und doch sind sie den Schritt zum Kink gegangen. Wie habt ihr es geschafft?
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Ich bin Herrin Sabina und erziehe seit nunmehr 9 Jahren im deutschsprachigem Raum. Über die Seite: erzieherrin.com kannst du mich erreichen und meinen BDSM Horizont deutlich spüren.
Der Anfang beleuchtet meine Geschichte, mein Tun und meine Intention. Auch der Unterschied zu anderen Herrinnen wird klar umrissen.
Die hessische Fetisch-Community hat ein neues Gesicht: In Frankfurt wurde am vergangenen Wochenende der Titel Mr. Fetish Hessen 2025 vergeben. Der 54-jährige Jörg konnte die Jury und das Publikum von sich überzeugen und tritt nun die Nachfolge an, um die Szene im kommenden Jahr offiziell zu repräsentieren.
Was ihr über den neuen Titelträger wissen müsst:
Ein Frankfurter für Hessen: Jörg ist tief in der lokalen Community verwurzelt und bringt die nötige Erfahrung und Gelassenheit für das Amt mit.
Mehr als nur Outfit: In seiner Amtszeit möchte er vor allem für Sichtbarkeit und Akzeptanz werben. Ihm geht es darum, Brücken zu bauen – sowohl innerhalb der queeren Community als auch darüber hinaus.
Authentizität zählt: Jörg betont, dass Fetisch für ihn kein Kostüm, sondern eine Lebenseinstellung ist, die auf Respekt und Leidenschaft basiert.
Warum das wichtig ist
Wahlen wie die zum Mr. Fetish sind weit mehr als reine Schönheitswettbewerbe. Sie dienen der Vernetzung der Leder- und Fetischszene und stärken das Selbstbewusstsein einer Subkultur, die oft noch mit Klischees zu kämpfen hat. Jörg tritt nun in große Fußstapfen und bereitet sich darauf vor, Hessen auch auf nationaler Ebene (etwa bei der Wahl zum Mr. Fetish Germany) zu vertreten.
„Es geht nicht nur um das Leder, das man trägt, sondern um das Herz, das darunter schlägt.“ – Ein schönes Motto, das Jörgs Einstellung perfekt zusammenfasst.
Ist die Ära des braven, politisch korrekten Pop vorbei? Ein neuer Artikel in der Welt argumentiert: Ja – und Sabrina Carpenter ist die treibende Kraft dahinter. Während die Gen Z oft als neopuritanisch verschrien wurde und Popstars sich lange in der Rolle des „Sad Girl“ gefielen, dreht Carpenter den Spieß nun um. Es wird wieder schmutzig, dominant und spielerisch.
Hier ist die Zusammenfassung der hitzigen Debatte um Sex, Macht und Latex im Mainstream.
1. Die Rückkehr der „Dominanzspiele“
Der Kern des Welt-Artikels dreht sich um eine spannende Beobachtung: Popmusik war in den letzten Jahren oft entweder herzzerreißend traurig oder betont „empowernd“ auf eine sehr saubere, fast sterile Art. Sabrina Carpenter bricht damit. In ihren Videos und Auftritten (man denke an die Ästhetik von Short n’ Sweet) zelebriert sie nicht nur Sex, sondern spezifische Fetisch-Ästhetik. Es geht um das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung, das lange aus dem Mainstream verbannt war, weil es als „nicht feministisch genug“ oder als Bedienung des „Male Gaze“ galt.
2. Provokation statt politischer Korrektheit
Der Artikel hebt hervor, dass Carpenter sich weigert, ihre Sexualität zu problematisieren oder zu rechtfertigen. Songs wie „Juno“ (in dem es explizit um Stellungen und Befruchtungsfantasien geht) oder ihre blutigen, von Horrorfilmen inspirierten Musikvideos sind eine bewusste Absage an die „Vanilla“-Kultur. Der Sex ist hier nicht sanft und gleichberechtigt im kuscheligen Sinne, sondern ein Machtspiel – und genau das macht laut dem Autor den Reiz aus. Es ist eine Rückkehr zur frivoleren, weniger verkopften Sexualität der 2000er, aber mit modernem Selbstbewusstsein.
3. Kritik vs. Befreiung
Natürlich bleibt die Kritik nicht aus. Ist das feministische Selbstermächtigung oder ein Rückfall in alte Rollenbilder, in denen Frauen als Lustobjekte inszeniert werden? Der Welt-Beitrag stellt sich auf die Seite der Provokation: Die Kritik am angeblichen „Male Gaze“ verkennt, dass auch Frauen Lust an der Inszenierung, am Fetisch und an der Rolle der Verführerin haben können. Carpenter wird hier als Gegenentwurf zur moralischen Überlegenheit gefeiert, die Popkultur zuletzt oft lähmte.
Fazit: Pop darf wieder gefährlich sein
Sabrina Carpenter zeigt, dass Popkultur nicht immer pädagogisch wertvoll sein muss. Der Artikel in der Welt feiert dies als Befreiungsschlag: Der Sex im Pop hat seinen „Biss“ zurück – inklusive Latex, Rollenspielen und einer Prise Gefahr.