SundMehr am 25.04.2014 – „Treffen der Generationen“

Der Gesprächskreis SundMehr trifft sich wieder am 25.04.2014 um 20.00 Uhr in der „Traube“, Hauptstr. 35/37, 71394 Kernen-Rommelshausen, zum Thema „Treffen der Generationen“.
Nicht nur BDSM wird von unterschiedlichen Generationen unterschiedlich gelebt. Das liegt sicher einerseits an gewissen Rahmenbedingungen wie Schule, Ausbildung, Job oder Rente, andererseits lebt jede Generation auch in einem gewissen soziopolitischen Kontext. Hat dieser Kontext auch Auswirkungen auf unser „BDSM-Leben“? Oder ist das „Private“ hier ganz außen vor?
Wie sieht es mit dem Outing gegenüber Freunden, Kollegen, etc. aus: Gibt es hier Unterschiede bei den Generationen oder hängt dies von ganz anderen Faktoren ab? Ist es leichter oder schwerer, sich mit seinen „nicht-SMigen“ Freunden über SM zu unterhalten, wenn man 20, 40 oder 60 Jahre alt ist? Dies und viele andere Aspekte wollen wir am kommenden Freitag gemeinsam diskutieren.

Ganz besonders freut mich, dass sich Rochardo mit 5-7 Leuten von der
SMJG-Stuttgart angekündigt hat. Gleichwohl würde ich mich natürlich genauso freuen, wenn wir das andere Altersende auch dabei hätten.

Damit wir abschätzen können, wie viele – auch nur zu diesem Abend – kommen
wäre Anmeldung über info@sundmehr.de nett.

Quelle: SWL

DVD zu „SM Richter“ erscheint am 24.04.2014 in Deutschland

Was kann einem Menschen passieren, wenn er zu seinen sexuellen Neigungen öffentlich steht? Diese Frage – die man eigentlich beantwortet glaubte – stellt der beeindruckende Film „SM-Richter“, der nun auf DVD erschienen ist (VÖ.: 24.4.). Vorlage für den belgischen Spielfilm des Regisseurs Erik Lamens ist der Fall eines Richters, der 1997 aufgrund der SM-Praktiken mit seiner Frau angeklagt wurde. Sein Privatleben wird von einem bigotten Machtapparat schonungslos in das Licht der Öffentlichkeit gezerrt, er verliert den Job, die Pension und auch die Liebe seiner Tochter.

Der Handlungsfaden schildert, wie eine festgefahrene Beziehung frischen Wind erfährt, weil die frustrierte Ehefrau ihrem Mann ihre SM-Neigungen gesteht und er ihren Wünschen folgt. Einfühlsam – teilweise augenzwinkernd – wird das langsame Vortasten des Ehepaares in die dunkle Welt des Sadomasochismus dokumentiert. Wer einen Pornofilm erwartet, wird sicher enttäuscht – aber es gibt genug „eindeutige“ Szenen. Der Ehemann ist anfangs nicht begeistert, fügt sich aber in sein Schicksal mit den Worten „Entweder wir machen es so
– oder es gibt wohl die Scheidung“. Später kommt er aber – wie seine Frau – zunehmend auf den Geschmack und die Praktiken werden extremer. Scheinbar ist alles in Ordnung, bis die Videoaufzeichnung einer SM-Session in falschen Hände gerät. Kollegen des streitbaren Richters nutzen diese Steilvorlage, um ihn bloßzustellen und seine Existenz zu zerstören. Der Film bietet kein wirkliches Happy-End, denn das Unrecht bleibt ungesühnt. Aber die Liebe zwischen den beiden Partnern ist fester denn je und auch die Tochter – passenderweise inzwischen homosexuell – kehrt in die Familie zurück.

Fazit: Es macht Angst, wie schnell ein übelwollendes Umfeld die gesellschaftliche Existenz eines Menschen vernichten kann. Der Film gibt keine Ratschläge, wie sich ein praktizierender SM´ler verhalten soll – diese Aufgabe hat sich „SM Richter“ aber auch nicht gestellt. Aber es ist eine einfühlsame und gut inszenierte Studie über die Liebe zweier Menschen, die trotz schlimmster Krisen erhalten bleibt.

Vertrieben wird die DVD in Deutschland von wtp international GmbH, www.wtpfilm.com. Erhältlich ist die DVD u.a. im Shop der Schlagzeilen.

Quelle: SWL