Wer das Berliner Nachtleben in seiner extremsten und gleichzeitig befreiendsten Form sucht, landet früher oder später bei der Partyreihe „Gegen“ im legendären KitKatClub. Der Bericht zeichnet das Bild einer Nacht, in der Gegensätze nicht nur koexistieren, sondern miteinander verschmelzen.
Ein Spiel der Kontraste
Das Event ist bekannt für seine unkonventionelle Mischung aus harten Techno-Beats, Fetisch-Elementen und spielerischen Details. Während die Tanzfläche von Schweiß und Leder dominiert wird, sorgen skurrile Akzente wie das Verteilen von Süßigkeiten für einen fast kindlichen Kontrast zur sonst so düsteren und erotisch aufgeladenen Atmosphäre.
Die Highlights der Nacht:
- Bondage als Kunstform: Ein zentrales Element sind die Shibari-Performances. Inmitten der Menge werden Menschen kunstvoll gefesselt, was die Grenzen zwischen Performance-Kunst und persönlichem Exzess verschwimmen lässt.
- Radikale Inklusivität: Die „Gegen“ versteht sich als ein Ort der Freiheit, an dem sexuelle Orientierungen und Identitäten keine Barrieren darstellen. Es ist ein Raum für die queere Szene und alle, die sich jenseits der Norm bewegen.
- Die Energie: Der Artikel beschreibt eine dichte, beinahe greifbare Energie, die durch die Kombination aus industriellem Sound und der visuellen Inszenierung der Körper entsteht.
Fazit des Abends
Die „Gegen“ ist mehr als nur eine Tanzveranstaltung; sie ist ein hybrides Erlebnis aus Clubkultur, Bondage-Workshop und hedonistischem Klassentreffen. Hier wird der Körper zum Ausdrucksmittel und der Club zum Schutzraum für radikale Selbstentfaltung.
Quelle: Tagesspiegel