Leder, Lack und Kehrwoche? Warum Stuttgart zum Sex-Positiv-Hotspot wird
Stuttgart und „Kinky“? Was für viele erst mal nach einem Widerspruch klingt, ist in der Realität eine der spannendsten Subkulturen der Stadt. Während man draußen noch über die Kehrwoche fegt, wird drinnen die Freiheit gefeiert.
In einem aktuellen Interview mit den Stuttgarter Nachrichten gibt Jan Ehret, der Kopf hinter der legendären Eventreihe Kinky Galore, tiefe Einblicke in eine Szene, die weit mehr ist als nur eine wilde Party.
Die Highlights aus dem Artikel:
- Stuttgart als Epizentrum: Wer hätte es gedacht? Die Schwabenmetropole hat sich klammheimlich zu einem echten Hotspot für sexpositive Events entwickelt. Der Drang nach Selbstverwirklichung und einem sicheren Raum ist hier besonders groß.
- Mehr als nur Sex: Jan Ehret stellt klar: Bei Kinky Galore geht es nicht primär um den Akt, sondern um Radikale Selbstakzeptanz. Es ist ein Ort, an dem man die Masken des Alltags ablegen kann.
- Sicherheit & Konsens: Das Herzstück dieser Partys ist das strikte Regelwerk. „No heißt No“ – die Szene ist oft sicherer und respektvoller als jeder normale Clubabend, weil Grenzen hier aktiv kommuniziert und gewahrt werden.
- Das „Ventil“-Prinzip: Vielleicht ist es gerade die konservative Fassade Stuttgarts, die den Hunger nach solchen Freiräumen schürt. Je angepasster der Tag, desto exzessiver (und befreiender) darf die Nacht sein.
„Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem jeder so sein kann, wie er möchte – ohne Bewertung.“ – Jan Ehret
Mein Fazit:
Es ist erfrischend zu sehen, dass Stuttgart sein „spießiges“ Image ablegt und zeigt, wie modern und offen die Community hier wirklich ist. Jan Ehret und sein Team leisten Pionierarbeit, um Tabus zu brechen und das Thema Sex-Positivität in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.
Quelle: Stuttgarter Nachrichten