Berlin: Ausstellung Krista Beinstein „Bio Porno Foto Grafien“ bis 16.01.2017

Bis 16. Januar 2017 ist im Schwulen Museum Berlin noch die Ausstellung „Bio Porno Foto Grafien“ der Künstlerin Krista Beinstein zu sehen.

(…) Zensur und Gewalt besonders gegen ihre fotografischen Werke begleiten ihren Weg. Seien es die Bilder von Lederfrauen mit Schwänzen, die in den Anfängen der Frauenbewegung für identifikatorische Abbildungen des Feindbildes Mann gehalten wurden, seien es danach Bezugnahmen auf das mörderische Genießen der historischen Gräfin Elisabeth Barthory, die unzählige Mädchen ihren sadistischen Riten opferte.

Die Bilder von Krista Beinstein wurden wie Boten unliebsamer Nachrichten (vielleicht über die eigene Sexualität?) immer wieder attackiert, statt die fälligen Attacken gegen die konventionellen Normalisierungen auch des weiblichen Selbstbildes zu führen. (..)

Quelle:
http://www.schwulesmuseum.de/ausstellungen/view/krista-beinstein-bio-porno-foto-grafien/

– Ausstellungsort:
Schwules Museum
Lützowstraße 73, 10785 Berlin
Web: http://www.schwulesmuseum.de

– Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Fr, So 14 bis 18 Uhr
Do 14 bis 20 Uhr
Sa 14 bis 19 Uhr
Di geschlossen

– Eintrittspreise
7,50 EUR (4,- EUR ermäßigt)

Für weitere Infos:
Website der Künstlerin: http://www.kristabeinstein.de
Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Krista_Beinstein

 

Quelle: SWL

 

03.11.2016 Filmstart „Mapplethorpe: Look at the Pictures“

Am 3. November 2016 erfolgt in Deutschland der Kinostart der preisgekrönten Dokumentation „Mapplethorpe: Look at the Pictures“.

Kurzbeschreibung:

„Mehr Skandal als seine Fotografien machte nur sein Leben. Robert
Mapplethorpe war besessen von der Magie der Fotografie und der Magie des
Sex. „Look at the pictures – seht euch die Bilder an!“ Mit diesen Worten
prangerte Senator Jesse Helms das Werk von Robert Mapplethorpe im
Kongress an.

Fünfundzwanzig Jahre später tut der erste umfassende Dokumentarfilm über
den Künstler seit seinem Tod genau das – mit uneingeschränktem Zugang zu
seinem Werk, den schönheitstrunkenen Bilden von schwulem Sex,
Blumenstillleben, Akten von schwarzen Lovern, High-Society-Porträts und
SM-Praktiken.“

Quelle: http://mapplethorpe-derfilm.de/

Aufführungsorte in Deutschland sind:

– Aachen
– Augsburg
– Berlin
– Bochum
– Bremen
– Dresden
– Dortmund
– Düsseldorf
– Essen
– Frankfurt am Main
– Freiburg
– Gauting
– Hamburg
– Hannover
– Karlsruhe
– Kiel
– Köln
– Leipzig
– Mainz
– München
– Nürnberg
– Regensburg
– Stuttgart

Nähere Infos zu den Aufführungsorten und -zeiten findet man u.a. unter
http://www.filmstarts.de/kritiken/243704/kinoprogramm/<

für weitere Infos:

– zum Wikipedia-Eintrag
<https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Mapplethorpe

– zum IMDB-Eintrag:
http://www.imdb.com/title/tt5275838/?ref_=fn_al_tt_1

– Facebook:
https://www.facebook.com/MapplethorpeDerFilm

– Kritik auf Zeit-Online:
http://www.zeit.de/kultur/film/2016-11/robert-mapplethorpe-dokumentarfilm

 

Quelle: SWL

Rückschau: Inszenierte Gewalt und Staatsgewalt (Polizist bei SundMehr zu Gast)

Um sich mit damit auseinander zu setzen, wie sich das unverhoffte Zusammentreffen von Vertreter der Staatsgewalt mit Liebhabern inszenierter Gewalt gestaltet, trafen sich 16 Teilnehmer des Gesprächskreises SundMehr am 26.09.14, um mit einem Kriminalbeamten des Hauses der Prävention in Waiblingen ins Gespräch zu kommen. Bereits zum zweiten Mal war dieser der Einladung gefolgt und diesmal mit einer Praktikantin aus dem Bereich der Sozialwissenschaften erschienen.
Die Ausbildungsinhalte bei der Polizei hätten sich gewandelt, erläuterte der Polizist eingangs. Inzwischen stehe nicht nur die Funktion des Ordnungshüters im Mittelpunkt. Auch Kenntnisse für das Konfliktmanagement und des Opferschutzes hätten an Bedeutung gewonnen, was auch Grundlage für die Einrichtung seiner Stelle im Bereich der Prävention gewesen sei.

Wenn auch die Anfrage des SM-Gesprächskreises nicht alltäglich sei, werde diese ganz normal behandelt, wie auch von Schulen zu Themen wie Verkehr oder Drogen, oder von Kleingärtnervereinen und Frauenkreisen, wenn es um häusliche Gewalt oder Einbruch ginge.

Wie auch bei seinem ersten Besuch vor drei Jahren hatte der Polizist nach der Anfrage eine spontane Email-Rundfrage bei seinen Kollegen gestartet, inwiefern Sadomasochismus schon einmal Gegenstand eines Einsatzes gewesen sei. War damals bereits nach 10 Sekunden die erste Antwort eingetroffen, erhielt er diesmal gar keine Antwort. Und auch das damalige Ergebnis bestand nur aus einem Vorkommnis, bei dem ein Paar die Polizei gerufen hatte, weil der Schlüssel für die Handschellen verloren gegangen war ? sodass die Beamten als Freund und Helfer mit ihrem Schlüssel aus der misslichen Situation helfen konnten, erläuterte der Beamte, was verständnisvolle Heiterkeit unter den Zuhörern auslöste.

Solcherlei Vorkommnisse führten aber lediglich zu einer Aktennotiz, weil kein Tatbestand vorliege, der zu weiteren Konsequenzen führte.

Das geringe Ergebnis seiner spontan-Umfrage sei allerdings dahingehend interessant, dass durch eine Umstrukturierung der hiesigen Polizeidirektion sein Zuständigkeitsbereich ? und damit das Einzugsgebiet der Umfrage ? inzwischen auf das dreifache angestiegen sei.

Per Beamer präsentierte der Gast einige Zeitungsmeldungen und Pressemitteilungen und erläuterte daran, wo die Polizei im Konfliktfall zivilrechtliche Ansprüche umsetzen müsste (wenn der Eigner des Torture-Ships keine Partys mehr veranstalten will) und wo es um den Anfangsverdacht einer Straftat geht (wenn verdächtige Gegenstände aufgefunden werden, die sich später als SM-Equipment entpuppen ? womit sich der Verdacht dann erledigt).

Unter besonderer Beobachtung der Polizei stehen insgesamt ?verdächtige? Orte, wie z.B.Spielplätze, auf denen gehäuft Spritzen oder anderes Zubehör von Drogenkonsumenten aufgefunden wird. Primär zählen Locations, in denen SM-Partys veranstaltet werden, nicht zu solchen verdächtigen Orten, erläuterte der Kriminalhauptkommissar, wobei ein Teilnehmer zu berichten wusste, wie aufgrund der für Außenstehenden verdächtigen Geräusche eine Polizeistreife gerufen wurde, als eine größere Party stattfand. Die Beamten wurden dann begeistert begrüßt, in dem ihr Outfit, wie Uniform und Handschellen gelobt wurden.

Einige Teilnehmer wiesen dann im Gespräch darauf hin, dass die Polizei oft instrumentalisiert würde, um gesellschaftlich Vorurteile, unter dem Deckmantel der Ordnung umzusetzen. Zum Beispiel, indem einem Veranstalter eine Konzession verweigert wird, für den Ausschank von Getränken, weshalb der der Veranstaltung einen privatem Rahmen verleiht und zum Selbstkostenpreis verpflegt. Taucht hier eine Lücke im Dickicht der Verwaltungsvorschriften auf, die negativ gesinnten Nachbarn oder dem Ordnungsamt einen Vorwand bietet, die Veranstaltung verbieten zu lassen, wird die Polizei gerufen, um die Situation zu ?klären?, wobei es egal ist, welche Haltung der Beamten haben, denn hier muss die Polizei einfach ihrer Funktion gerecht werden, den Rechtsstaat und die Ordnung umzusetzen (wie beim ?Schutz? von Demonstrationen gegen Großprojekte wie Stuttgart 21 oder bei Atommülltransporten).

Im praktischen Fall wird hier oft gegenseitig mit ?der Polizei gedroht?, wobei diese ja gar keine Urteile spricht. Ein Teilnehmer berichtete dass seine Kinder einen Nachbarn fotografierten, der auch vom Nachbargrundstück gut sichtbar in seiner Wohnung ein Ganzkörper-Sonnenbad nahm und teilweise auch sexuelle Kontakte pflegte.
Vom eigenen Grundstück aus, hatten sein Nachwuchs sogar das Zoom-Objektiv eingesetzt, worauf der Nachbar vorstellig wurde und die Bilder einforderte.

Der springende Punkt sei hierbei immer jeweils gegenseitig das Ausstrahlen des eigenen Verhaltens in die Öffentlichkeit. In seinen vier Wänden könne sich jeder so verhalten, wie er wolle; sei es Nacktbaden oder Fotografieren. Relevant wäre hier, ob eine Absicht hinzukäme, wie der Einsatz eines Zoom-Objektives, um einen Bildbereich hervor zu heben, der mit bloßem Auge im halb Verborgenen bliebe oder der Provokation von
Aufmerksamkeit für die eigene Geschlechtlichkeit ? zudem: vor Kindern, was sogar einen Straftatbestand darstellen könnte.

Ähnlich sei es, wenn eine ?Sklavin? an der Leine auf der Straße entlang geführt werde. Während dies allgemein ?Erregung öffentlichen Ärgernisses? darstellen könne, wäre hierbei auch relevant (und ggfs. von hinzu gerufenen Polizisten zu untersuchen), ob dies in einem Umfeld geschah, wo der verärgerte Bürger damit rechnen musste ? beim CSD oder Karneval erscheine dies anders. Wenn z.B. der Sub, halb verschämt mit unter der Jacke versteckten gefesselten Händen in einer unbelebten Seitenstraße entlang geführt wird, sei eine Absicht, Ärgernis zu erwecken, ja nicht anzunehmen. Letztlich stelle dies auch nicht das ?vortäuschen einer Straftat? dar und auch nicht das vorsätzliche unnötige auslösen eines Polizeieinsatzes, die im Zweifelsfall ja von andere gerufen worden seien, weshalb es unwahrscheinlich sei, dass die Kosten für die Anfahrt dem betreffenden in Rechnung gestellt würden.

Aus dem Kreis der Teilnehmer kam noch die Anfrage, wie die Situation einzuschätzen sei, wenn nach einer Session der passive Teilnehmer sich entscheidet den Aktiven anzuzeigen, obwohl während der Session Einvernehmlichkeit voraus zu setzen war. Das Wesen von ?Freiwilligkeit? sei, so eine andere Teilnehmerin, dass diese sich auch jederzeit ändern könne, was zeige, wie wichtig ein guter Kontakt und eine gute Kommunikation zwischen den Beteiligten auch während der Session ist.
Klar, könne eine schriftliche Einverständniserklärung ? so der Polizist ? im Konfliktfall nochmal für eine ganz andere Sicherheit sorgen, weil sie ein größeres Gewicht habe. Aus der Runde wurde an den ?Fall Kachelmann? erinnert, der manchen Sadomasochist einen Kontext zu SMigen Spielen ahnen ließ. Doch Schlammschlachten werden letztlich vor Gericht ausgetragen. Die Polizei habe, im Fall des Anfangsverdachtes von häuslicher Gewalt, das Ziel, herauszubekommen, wer das Opfer sei. Dazu würden die Beteiligten nach Möglichkeit auch getrennt befragt ? denn Dilemma sei ja, dass gerade auch bei real vorhandener häuslicher Gewalt die Opfer später sogar selbst verharmlosen und in ihren destruktiven Beziehungen verharren.

Gegen Ende wurden noch Rückfragen gestellt, welche Gegenstände als Waffen gelten, deren Mitführen an der Öffentlichkeit verboten sei. Hier verwies der Gast darauf, dass eine ?Waffe? ein Gegenstand sei, der bestimmungsgemäß als Waffe hergestellt worden sei. Gerüchte, dass ein Rohrstock über 80 cm als Waffe gelte, seien daher hinfällig, wobei es auch Abstufungen gäbe, nach dem Waffengesetz, das sich auch von Zeit zu Zeit verändere (Informationsmaterial kann darüber vom Haus der Prävention bezogen werden, und wurde auch schon beim ersten Besuch verteilt).

Auf die Bitte, welche generellen Tipps er für die Teilnehmer habe, falls es überraschend im Zuge einer Session zum Kontakt mit der Polizei käme, empfahl er möglichst umfassend und offen zu kommunizieren, um was es sich handle, ohne aus falscher Scham zu verheimlichen oder zu verhehlen dass es sich um BDSM Praktiken gehandelt habe. Den Anfangsverdacht häuslicher Gewalt, kann auch ein ?szenetypisches Ambiente? plausibel ausräumen, wie schon beim letzten Besuch (http://www.sundmehr.de/Termine/20110826.htm) erläutert worden war.

Mit herzlichem Dank wurde der Gast von der Runde verabschiedet, wobei er auch zusagte, bei erneutem Interesse oder Bedarf, gerne in drei Jahren erneut vorbei zukommen.

Quelle: SWL

Protagonisten für einen TV-Kurzfilm gesucht

Der TV-Reporter Christopher Grass möchte in einem Kurzfilm Einblick in die SM-Szene geben und hat die Schlagzeilen-Redaktion betreffend der Suche nach entsprechenden Protagonisten um Unterstützung gebeten.
Nachstehend eine Beschreibung seines Projektes:
„Ich bin TV-Reporter und möchte in einem ca. 10-minütigen Film einen Einblick in die SM-Szene geben, die in der Gesellschaft noch immer oft tabuisiert ist. Es geht in dem Beitrag darum die Faszination der völligen Hingabe einerseits und Dominanz andererseits herauszuarbeiten.
Worin besteht die Lust, worin die Befriedigung, wie findet man gleichgesinnte Partner und wie schwierig ist es dem gesellschaftlichen Unverständnis zu begegnen ? das alles sind Fragen, die ich gerne umfassend beantworten möchte. Es geht mir explizit darum, Aufklärung über die Beweggründe einer sexuellen Neigung zu leisten, die viele in der Gesellschaft ablehnen.
Dafür suche ich Menschen, die sich über Kontaktanzeigen oder auf Partys zu SM-Abenteuern mit anderen verabreden und die bereit sind, darüber zu sprechen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich Mitglieder des BVSM angesprochen fühlen und sich melden würden. Aber auch andere BDSM-Leute sind willkommen.
In einem Telefonat kann ich gerne genau Auskunft darüber geben, in welchem Zusammenhang der Beitrag laufen wird. Für den Fall, dass es zu einem Interview kommt, sichere ich ? so gewünscht ? selbstverständlich zu, dass keinerlei Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu ziehen sind und die Bilder vollkommen anonymisiert gedreht werden. Jede Einstellung wird nur in beiderseitigem Einvernehmen gedreht.
Ich möchte den Beitrag gerne innerhalb der nächsten Woche fertigstellen.
Daher drängt die Zeit leider ein bisschen. Ich freue mich über Jeden, der sich per Mail oder via Telefon (s.u.) meldet“
für weitere Infos:
E-Mail: christopher.grass@infonetwork.de
Tel.: +49 (0)221-45615715

Quelle: SWL

Bilder für den Infostand der BDSM Community beim Hamburger CSD gesucht

Bei dem vom 1. – 3. August 2014 in Hamburg stattfindenden CSD Straßenfest beabsichtigen die BDSM-Initiativen Schlagwerk, SMJG und BVSM beim Infostand der BDSM-Community auch dieses Jahr wieder einen „SM-Test“ anzubieten, bei dem Besucher Fragen zu Bildern beantworten können /sollen.

Die Macher/innen beabsichtigen diesen Test grafisch aufzuwerten und benötigen deshalb Bilder mit folgenden Motiven:

  • Person in Uniform (m und w)
  • Person in Sexy Outfit (m und w)
  • Sub (von oben fotografiert) (m und w)
  • Top (von unten fotografiert), (m und w)
  • Bild einer unbequemen Schlafstätte (Scheune o.ä.)

Die Bilder sollen durch die oben angeführten Gruppen unter einer
Creative Commons Lizenz (siehe http://creativecommons.org/choose/ – bei Personen zusätzlich mit Modelrelease) verwendet werden können.

Interessierte Personen mögen sich mit der CSD-Orga der oben angeführten BDSM-Initiativen in Verbindung setzen:

Mail: csd@fesselndes-hamburg.de
Kontaktformular: http://csdorga.fesselndes-hamburg.de/contact/

Quelle: SWL

SM-Fotos von Vorsitzender der Piratenpartei Jasmin Maurer

Die 24 jährige Jasmin Maurer ist Vorsitzende der Piratenpartei im Saarland. Nach einem Bondage-Workshop im Saarbrücker Erotik-Shop „Eromed“ am 01. September 2013 wurden vom Veranstalter Bilder aus dem Workshop auf Facebook veröffentlicht. Darunter waren offenbar auch Bilder von Jasmin Maurer auf denen sie zwar bekleidet aber in einer Hänge-Bondage zu sehen war.

Nachdem die Bild-Zeitung darüber berichtet hatte wurden die Bilder wieder entfernt.

Quelle: Internet

 

 

Schlagzeilen-Kolumne: Nichts zu verbergen!?

Ich finde es toll, dass die SM-Leute so gelassen damit umgehen, dass all das, was sie an netten Schmutzigkeiten im Netz so treiben, jetzt für alle Behörden, die es sehen wollen, sichtbar ist. All die Chats zum Thema Abrichtung, die politisch unkorrekten Phantasien, die Bilder von verstriemten Ärschen und abgebundenen Eiern können bei Bedarf von unseren befreundeten Nachbarn USA, Großbritannien, Frankreich und so weiter eingesehen werden. Aber uns braucht das ja nicht zu kümmern, es ist ja alles im Lot.
Genauso wenig, wie die Schwulenhatz in Russland, denn dort gibt es ja diese tollen Bondage Feste, von denen es dann noch tollere …

Ganzen Artikel auf Schlagzeilen lesen.

Fulda: 19.06.07.2010 – 25.07.2010 Ausstellung H.E.L.P. von Thomas van de Scheck

In der Zeit vom 19. Juni bis 25. Juli 2010 zeigt der Kunstverein Fulda
(s.u.) die Ausstellung H.E.L.P. (Hell:Enters:Life:Permanently) des Fotografen Thomas van de Scheck.

Gerade erst hat Thomas van de Scheck beim Wave Gotik Treffen in Leipzig die Bilder für das Model-Casting Schlagzeilen-Katalog 2011 geschossen und

seine unverwechselbaren Bilder sind in den letzten Jahren in den Schlagzeilen veröffentlicht worden.

Nun bekommt er im Kunstverein in Fulda eine Ausstellung, in der er Bilder der letzten acht Jahre zeigt.

Der Mensch hat ein gespaltenes Verhältnis zu seinem Körper. Er verweigert ihm Nahrung. Er durchlöchert ihn. Er färbt ihn. Er fügt ihm Narben zu.
Schmerz ist der Grund. Schmerz ist eine Stimme, mit der man sich mitteilen

kann. Diese Stimme ist Inhalt der Ausstellung.

Für Thomas van de Scheck, dessen Bildbände CUTS und HELP vom Börsenverein des deutschen Buchhandels zum „Auswahltitel des Jahres“ gekürt wurden, hat Kunst und Fotografie eine wesentlich tiefere Bedeutung, als nur die, dem Auge schmeicheln zu wollen. Er will Ansichten des Betrachters verändern. Mit seiner ganz eigenen Auffassung von Ästhetik lenkt er dabei den Blick auf das eigentliche Motiv, die Inszenierung, das Wesentliche und

visualisiert dadurch oftmals die Botschaften selbstzerstörerischer Individuen.

Wenn Probleme nicht mehr zu bewältigen sind, können sie in körperlichen oder psychischen Reaktionen ihren Ausdruck finden. Im schlimmsten und gesteigerten Fall sprechen Mediziner dann sogar vom Borderline-Syndrom.
Immer noch zu oft neigt unsere Gesellschaft allerdings dazu, diese und ähnliche Thematiken zu tabuisieren. Und dabei sind es manchmal gerade diese, die der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten und ihr zeigen können,

dass mit ihr vielleicht etwas nicht in Ordnung ist.

Thomas mit eigenen Worten:

„Mit meiner Fotografie will ich nicht Sex, Schmerz oder Gewalt ästhetisieren. Ebenfalls habe ich kein Interesse daran, eine gewisse Form der Opferrolle zu propagieren.

Für mich besitzen meine Arbeiten einen dokumentarischen Charakter. Die Motive und deren Inhalt sind ja keine Erfindungen oder Hirngespinste – es sind vielmehr die klar formulierten Wünsche von authentischen Individuen, denen oftmals keine andere Form der Kommunikation mehr möglich ist.

Meine Rolle ist meistens die eines Katalysators und Koordinators, eines Regisseurs ihrer Außendarstellung, wenn man so will. So ist der Akt der Darstellung mancher der gezeigten Selbstkasteiungen vor der Kamera eine der letztmöglichen Metaphern, ihrer Stimme und damit sich selbst Gehör zu verschaffen.

Ich mache den Betrachter mit Absicht zu einem Voyeur, der durch meine Arbeit eine Berührung erfährt, die er ansonsten vielleicht gerne verdrängt

hätte.

Üppige Inszenierungen und farbenfrohe Landschaften interessieren mich nicht. Mich interessieren Schicksale und die Frage, wie der Mensch mit all

seinen Leidenschaften zu dem geworden ist, was er ist. Die Ergebnisse zeigen zwangsläufig keine „Blümchenromantik“ da sie oft mit Exzentrik, Sexualisierung und Autoaggression zu tun haben. Vor allem hoffe ich deshalb, dass sich festgefahrene Blickwinkel verändern lassen und sich ein

reflektiertes Bewusstsein zu dem Gezeigten beim Betrachter einstellt.“

Parallel zur Ausstellung findet ein Begleitprogramm statt, das noch auf der Webseite des Kunstvereins (s.u.) bekannt gegeben wird.

Ganz besonders freut uns, dass die Schlagzeilen den Kontakt zu Mark Benecke und Ewelin Cäcilie Wawrzyniak herstellen konnten. Die beiden haben

sich ganz spontan bereit erklärt anlässlich der am 19. Juni 2010 mit
Beginn um 19:00 Uhr stattfindenden Vernissage einen Eingangsvortrag zum Thema „Bodymodifikation und Autoaggression“ (Mark) und „SM und Borderline“

(Ewelin) zu halten.

Ewelin hat mit Hilfe der BDSM-Szene ihre Umfrage für ihre Diplomarbeit (1)

zum Thema „Experience Seeking“ durchgeführt (siehe auch SWL-Meldung vom 27.01.2009).

Mark ist Insektenkundler und forensischer Biologe und u.a. ist er immer dann gefordert, wenn bei Mordopfern der Ort der Tat oder die Mordzeit festgestellt werden muss. Mit seinen über dreißig Buchveröffentlichungen und vielen Fernsehauftritten und immer spannenden Vorträgen ist er bekannt

geworden.

Kunstverein Fulda Kanalstraße 52, 36037 Fulda
Tel: +49 (0) 661 – 86 200 0
Web: http://www.kunstverein-fulda.de
E-Mail: info@kunstverein-fulda.de Öffnungszeiten: Donnerstag, Freitag und Sonntag 15 – 18 Uhr, Samstag 10 – 18 Uhr

für weitere Infos: (1) Downloadlink der Diplomarbeit „Experience Seeking“:
http://benecke.com/pdf- files/Diplomarbeit_Sadomasochismus_2009_Wawrzyniak.pdf
bzw. als Tiny-Url: http://tinyurl.com/bso8e3.

Quelle: SWL

Hamburg: 16.04.2009, 2 Jahre Schlagzeilenkino: Die Geschichte der O“ – Das Original

Unter dem Motto „Licht aus – Vorhang auf – Film ab“ bringt das Schlagzeilen-Kino zum „Zweijährigen“ am Donnerstag, den 16. April 2009 mit Beginn um 20.00 Uhr in der UnSchlagBar (s.u.) noch einmal

„Die Geschichte der O“ – Das Original Corinne Clery, Udo Kier, Anthony Steel.
Regisseur: Just Jackin
Bildformat 4:3, Dolby Digital 2.0, 101 Minuten

Eine kleine „Einleitung“ durch Geli: Es gibt wohl kein anderes Buch, das uns und unsere Subkultur so geprägt hat wie die »Geschichte der O«. Dominante Männer träumen von einer Sklavin wie O – und devote Frauen von Herren wie Sir Stephen.
Wir tragen den Ring der O als Erkennungszeichen. Und wir haben viele Rituale aus dem Buch übernommen. Zum Beispiel haben nicht wenige Sklavinnen genau wie O die Auflage, nur Röcke und nichts darunter zu tragen. Und so manche muss genau wie O beim Hinsetzen den Rock anheben, um sich auf den blanken Hintern zu setzen.

Doch noch mehr als das Buch hat uns vermutlich die Verfilmung von 1975 geprägt. Die Bilder und Szenen aus dem Film haben sich vielen von uns unauslöschlich ins Gedächtnis eingebrannt. Sie beflügeln unsere Phantasie und sind nicht selten Bezugspunkt unserer Sessions und Rollenspiele. Und unser Ring entspricht auch nicht dem aus dem Buch, sondern dem des Filmes.

Der Vertrieb schreibt dazu: „Der Skandal-Film der 1970er Jahre! Die junge, schöne O (Corinne Clery) wird von ihrem Geliebten René (Udo Kier) zu einem Ausflug auf das Schloss Roissy überredet, wo sie in der Kunst der „Disziplinierung“ unterwiesen wird. Zum Beweis ihrer Liebe begibt sie sich in die Hände der Lehrmeister und erfährt Dinge, die bisher außerhalb ihrer Vorstellungskraft lagen. Nachdem O das Schloss wieder verlassen hat, macht René sie mit „Sir Stephen“ (Anthony Steel) bekannt, dem sie von nun an zur Verfügung stehen soll. Ihre Reise ins Reich der qualvollen Lust wird fortgesetzt…

Basierend auf Pauline Réages Skandalroman aus dem Jahre 1954, verfilmte der frühere „Vogue“-Fotograf und „Emmanuelle“- Regisseur Just Jaeckin den mittlerweile weltberühmten Stoff im Jahre 1975 erstmalig. Mit dem Kinostart seines Films flammte der Skandal um die „O“ neu auf. Das Werk gilt heute als absoluter Kultfilm – nicht nur unter Sadomasochisten…“

Der Eintritt ist frei, ein kleiner Obolus in den Klingelbeutel für die Vorführrechte und die Technik ist gern gesehen.

UnSchlagBar Nobistor 36, 22767 Hamburg
Tel.: +49(0)40-31795682
Web: http://www.un-schlagbar.de/
EMail: info@un-schlagbar.de

Für weitere Infos: zum Wikipediaeintrag:
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Geschichte_der_O
EMail: geli@schlagzeilen.com
Tel.: +49(0)40-313290

Quelle: SWL