Domina gesteht Sozialbetrug – Ehemann als Mittäter

Eine 33-jährige Frau, die neben ihrer Tätigkeit als Friseurin auch Auftritte als Domina hatte, steht in St. Pölten vor Gericht wegen des Verdachts auf Sozialbetrug.

Die gelernte Friseurin und ihr Ex-Ehemann werden beschuldigt, zwischen 2008 und 2010 unrechtmäßig rund 25.000 Euro an Arbeitslosengeld und Notstandshilfe vom Staat erhalten zu haben – während sie mit ihren BDSM-Diensten monatlich Einkünfte von bis zu 5.000 Euro erzielte.

Die Angeklagte beschrieb vor Gericht, dass ihr Ex-Mann sagte: ‚Am Abend, wenn ich heimgekommen bin vom Job, hat mein Ex-Mann gesagt…‘ und schilderte so die Aussagen ihres Mannes im Zusammenhang mit ihrer finanziellen Situation. Richterin Doris Wais-Pfeffer erkundigte sich nach dem Entstehungsprozess der Idee und erfuhr, dass diese gemeinsam von den beiden entwickelt wurde, nachdem sie einen entsprechenden Fernsehbericht gesehen hatten.

Die Frau baute ein spezielles Zimmer für ihre Tätigkeit um; die Rekrutierung von Klienten erfolgte über Online-Foren. Sie kündigte ihren Job bei einem Callcenter und ihr Ex-Mann war arbeitslos. Der Mann wird als Beitragstäter angeklagt.

Sie beendete ihre Domina-Tätigkeit abrupt nach einem ‘Dreier’ in einem St. Pöltener Hotel, wonach sie ein volles Geständnis ablegte; der Ehemann versuchte sich hingegen unschuldig darzustellen. Das Gericht verhängte für die Frau eine Haftstrafe von zwei Jahren mit 18 Monaten bedingt und für den Ex-Mann ebenfalls eine Strafe von 18 Monaten (mit einer Unterbringung in Justizanstalt), sowie hohe Geldstrafen für beide.

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