Ehemalige Domina veröffentlicht Memoiren über tragisches SM-Spiel

Die ehemalige Domina Pamela Fuchs (30) hat ein Buch mit dem Titel „Todes-Domina“ veröffentlich, in welchem sie auf ihre Zeit im Rotlichtmilieu und einen fatalen Vorfall zurückblickt. Im September 2015 kam ein Freier während eines SM-Spiels ums Leben – eine Nacht, die Fuchs’ Leben grundlegend verändert hat.

Dem Bericht zufolge hatte der Mann Atemreduktion bis zur Bewusstlosigkeit gewünscht; er bereitete selbst einen Strick mit Knoten vor und befestigte ihn an einer Garderobe. Fuchs legte ihm ein Schuhband um den Hals und verließ das Hotelzimmer wie vereinbart, während sich ihr Freier in die Schlinge gelegt hatte.

Das Gericht befand eine ‚absichtliche schwere Körperverletzung mit Todesfolge‘. Fuchs fasste zwei Jahre bedingte Haft aus.

Fuchs betont in einem Interview, dass ihr Motiv für das Buch nicht finanzieller Natur ist, sondern dazu dienen soll, andere Frauen vor den vermeintlichen Risiken dieser Branche zu warnen.

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Ehemalige Domina veröffentlicht Lebensbeichte nach tödlichem Vorfall

Eine ehemalige Prostituierte, bekannt als Ex-Domina im BDSM-Bereich, hat ein Buch mit dem Titel „Todes-Domina: Gefährliche Begegnungen auf der Suche nach der großen Liebe“ veröffentlicht. Das Werk thematisiert einen Vorfall aus September 2015 in Wien, bei dem ein Mann unter umstrittenen Umständen starb.

Die Frau war im Zusammenhang mit diesem Fall zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt worden. Im Buch schildert sie ihre Erfahrungen und die Ereignisse rund um den Tod des Freiers Martin K., der während eines BDSM-Rollenspiels in einem Hotelzimmer ums Leben kam, nachdem er eine Vereinbarung zur „Atemreduktion bis Bewusstlosigkeit“ unterschrieben hatte.

Pamela Fuchs (29) berichtet von Schuldgefühlen und dem Versuch, den Vorfall psychisch zu verarbeiten. Sie betont die Notwendigkeit, junge Frauen vor der Gefahren des Prostituiertendaseins zu warnen und thematisiert die Schwierigkeiten beim Ausstieg aus diesem Milieu.

Nachdem sie das Rotlichtmilieu verlassen hat, möchte Fuchs mit ihrem Buch einen Einblick in ihr Leben geben. „Todes-Domina“ ist ab Freitag im egoth-Verlag erhältlich.

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Hamburg: 01.05.2017 – Der Sündikat-Montagsstammtisch

Der Sündikat-Montags -ältester Szene-Stammtisch Deutschlands – findet jeden ersten Montag im Monat, das nächste mal also am 01.05.2017 ab 20:00 Uhr

im Sorgenbrecher

Hamburger Berg 23

20359 Hamburg

Dieser Stammtisch richtet sich an alle SMer, unabhängig von ihrem Geschlecht und Ausrichtung. Vom Anfänger bis zum „alten Hasen“, Top, Switch, Sub, Single oder Paar, Hetero, Bi, Lesbisch oder Gay – alle sind willkommen…

Für weitere Infos:
Web: http://www.sm-hamburg.de/montagsstammtisch/
E-Mail: suendikat@gmx.de

Quelle: SWL

28.04.2017 SundMehr: „Was macht Schmerz geil?“ – Gast: Fachbuchautor (Psychiater, Ethnologe) und Presse

Der Gesprächskreis SundMehr trifft sich wieder am 28. April 2017 um 20.00 Uhr in der „Traube“, Hauptstr. 35/37, 71394 Kernen-Rommelshausen.

Ein Themenwunsch am Anfang des Jahres war, sich damit auseinander zu setzen, was für uns den Schmerz so geil macht. Da trifft es sich gut, dass der aus dem Rems-Murr-Kreis stammende Ethnologe und Psychiater Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser im Juli letzten Jahres ein religionswissenschaftliches Buch: „Heilige Qual und die Lust am Schmerz – Spiritualität und Sadomasochismus“ veröffentlichte (Verlag Traugott Bautz GmbH, ISBN 978-3-95948-129-8) und bereit ist, dies im Rahmen des Gesprächskreises vorzustellen, sodass wir mit ihm darüber ins Gespräch kommen können.

In seinem Vorwort führt Kaiser aus, dass „Beschreibungen von höchster Lust, von körperlichen Ausnahmezuständen und Wahrnehmung und Interpretation von (angstfreien) Schmerzzuständen“ …“ so weitreichende Übereinstimmung [zeigen], dass Unterscheidungen für den Beobachter unmöglich erscheinen.“ und führt dies auf neuronale Verschaltung und Aktivitäten des Gehirns zurück. Als Sadomasochisten interessiert uns natürlich, welche Antwort er als Psychiater darauf hat, warum Schmerz
lustvoll erlebt werden kann. Kaisers Anliegen ist es, den Dialog zwischen den Subkulturen zu fördern, wobei auch in religiösen Szenen durchaus Kennzeichen von Subkulturen vermutet werden können. Entsprechend finden sich in seinem Buch auch
Kapitel über Religiosität und differenzierte Sexualität. Da der Gesprächskreis SundMehr ein Kooperationsprojekt mit dem Arbeitskreis SM und Christsein ist, wollen wir von ihm als Religionswissenschaftler wissen, welche Bezüge Sexualität im Allgemeinen und Sadomasochismus im Besonderen zu Spiritualität haben kann. Kann auch Glaube „geil“ sein? Hat nicht beides Züge des Wahnhaften, nicht ganz „normalen“ und realitätsfernen? Und ist der Umgang bezüglich Sexualität in der evangelischen und katholischen Kirche einheitlich unter dem Label „Sexualität im Christentum“ zu beurteilen? Kaisers Buch ist als Taschenbuch, sowie als eBook erhältlich und richtet
sich an Fachleute, wie Psychologen, Psychiater und Seelsorger, jedoch auch an interessierte Laien und „Betroffene“. Eine Leseprobe findet sich
unter http://web2013.bautz.de/neuerscheinungen-2016/pdf/9783959481298.pdf.

Als Buchvorstellung sind zur Veranstaltung auch Pressevertreter eingeladen, mit deren Diskretion wir aber bislang nur gute Erfahrungen gemacht haben. Niemand sollte sich also aus Angst vor Indiskretion vom Besuch abhalten lassen.
Damit wir abschätzen können, wie viele kommen wäre Anmeldung über info@sundmehr.de nett. Wer vor allem etwas essen will, sollte nach Möglichkeit eine Stunde früher erscheinen, damit gehäufte Bestellungen den Gesprächsverlauf nicht zu sehr beeinträchtigen. Für Weitgereiste besteht Übernachtungsmöglichkeit im angeschlossenen Hotelbetrieb (bitte selbst dort reservieren, anhand Anfahrtsbeschreibung auf Homepage).

 

Der Gesprächskreis SundMehr wird auch beim diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 24.-28. Mai 2017 in Berlin, beim Stand des Arbeitskreises SM und Christsein (AK SMuC) auf dem Markt der Möglichkeiten (Messe Berlin, Halle 4.2 Bereich: „Männer, Frauen, Lebensformen“, Stand D11) mitwirken.

 

Quelle: SWL

 

Filmtipp zum Thema Anderssein

Auf der diesjährigen Berlinale wurde der Film „Pieles“ des spanischen Regisseurs Eduardo Casanova gezeigt. In künstlerisch, durchgestylten Bildern erzählt er die Geschichte mehrerer, äußerlich andersartiger Personen, die sich im Laufe des Filmes miteinander verweben und stellt dabei die Suche nach Liebe, Beziehung und Sexualität in den Mittelpunkt.
Eine der Fragen, die der Film stellt, ist, woraus eine „Verunstaltung“ besteht: in der äußerlichen, anderen Erscheinung oder in der mangelnden Akzeptanz bei der Begegnung mit anderen Menschen. Der Film überzeichnet das Thema der anderen, äußerlichen Erscheinung bis hin ins Extreme und utopische, wirkt dabei teils verstörend aber dennoch nie kitschig, vielmehr beklemmend komisch und dennoch bewegend.
Als Gesprächseinsteig zum Thema „Andersseins“ (und ggfs. auf diesem Hintergrund zum Thema „Sadomasochismus“) kann der Film vielleicht eine Hilfestellung sein.

Ein Filmausschnitt in spanischer Originalfassung, mit deutschem Untertitel ist auf dem entsprechenden Homepageabschnitt der Berlinale zu sehen.
https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=201715685#tab=video25 In deutsch synchronisierter Fassung ist der 77 minütige Film bereits auf Streaming-Portalen (z.B. Netflix) zu sehen.

 

Quelle: SWL

Religionswissenschaftliches Buch „Heilige Qual und die Lust am Schmerz: Spiritualität und Sadomasochismus“

Bereits im Juli 2016 veröffentlichte der Religionswissenschaftler und Neurologe Dr. Dr. Peter Kaiser sein Fachbuch: „Heilige Qual und die Lust am Schmerz: Spiritualität und Sadomasochismus“. (Verlag Traugott Bautz GmbH, ISBN 978-3-95948-129-8).
In seinem Vorwort deutet Kaiser an, dass es sein Anliegen ist, den Dialog zwischen den Subkulturen zu fördern und lässt ahnen, dass man auch den Spirituell-Religiösen-Sektor der Gesellschaft als Subkultur erfassen kann.
Entsprechend finden sich in seinem Buch auch Kapitel über Religiosität und differenzierte Sexualität – zwischen Normalität und Psychopathologie, in denen er nicht nur Religiosität sondern auch Sexualität und im Besonderen Sadomasochismus von Psychopathologie abgrenzt.
In seinem Vorwort führt er aus, dass „Beschreibungen von höchster Lust, von körperlichen Ausnahmezuständen und Wahrnehmung und Interpretation von (angstfreien) Schmerzzuständen“ …“ so weitreichende Übereinstimmung [zeigen], dass Unterscheidungen für den Beobachter unmöglich erscheinen.“ und führt dies auf neuronale Verschaltung und den Aktivitäten des Gehirns zurück.

Das Buch ist als Gebunde Ausgabe, sowie als eBook erhältlich und richtet sich an Fachleute, wie Psychologen, Psychiater, und Seelsorger, jedoch auch an Interessierte Laien und „Betroffene“.

Eine Leseprobe findet sich unter
http://web2013.bautz.de/neuerscheinungen-2016/pdf/9783959481298.pdf

Dr. Dr. Peter Kaiser hält bei einer Tagung vom 13. bis 14.07. an der Uni
Newcastle (Nordengland) zum Thema: Doing Sex: Men, Masculinity and
Sexual Practices einen Vortrag über einen Vortrag über SM, genderrole usw…

 

Quelle: SWL

Stuttgarter Nachrichten über BDSM und Shades of Grey

Ob das Bild, das von BDSM durch die Bücher und Filme von „50 Shades of Grey“ in die Öffentlichkeit drang, realistisch ist, hinterfragt Jacqueline Vieth in einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten, der online am 02. April 2017 veröffentlicht wurde und auch in den Druckversionen einiger benachbarter Zeitungen erschien.
Dabei verweist sie auf Umfragen und eine Dissertation der Sexualwissenschaftlerin Kirstin Linnemann. Auch Aussagen von BDSM-Insidern werden zitiert und auf den pathologisierenden Diagnoseschlüssel der WHO hingewiesen mit Hinweis auf die Tatsache, dass auch Homosexualität vor einigen Jahren noch im ICD10 pathologisiert wurde. Der Artikel, der einmal nicht vom Gesprächskreis SundMehr initiiert wurde, erscheint wohltuend sachlich und aufklärend über SM, wobei ein wirklicher Vergleich zu Shades of Grey an sich nicht stattfindet, aber den Leser an das Thema heranführt.

Der Artikel ist hier noch Online abrufbar:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.50-shades-of-grey-secretary-und-co-prickelnde-schmerzen.1ac48638-00ad-4661-9fd7-4d11d17eae7d.html

 

Quelle: SWL

 

Schlagzeilen-Kolumne: Neue Prüderie?

Neulich auf einem Bondage-Workshop, auf dem ich Co-Leiter war:
?Soll ich das mal korrigieren??
?Ja!?
Ich schiebe das Seil ein bisschen höher, dabei berührt meine Hand auch den Körper der Frau.
?Kannst Du mich bitte vorher fragen, ob Du mich anfassen darfst?
?Ähem, entschuldige bitte!?

Ich mache seit über zwanzig Jahren Workshops und korrigiere Seillagen. Dabei berühre ich natürlich nicht nur das Seil, sondern auch den Körper der Person. Die obige Reaktion ist mir jetzt zum ersten Mal passiert und ich frage mich, ob das nun ein Zufall ist oder ob das Ausdruck eines veränderten Umgangs miteinander ist.

Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass es in …

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