Domina Saskia Jung betreibt seit zwei Jahrzehnten Studio in Kleinstadt – trotz persönlicher Herausforderungen

Seit über zwanzig Jahren führt die Domina Saskia, eine Frau im mittleren Alter mit einer bewegten Vergangenheit, ein Dominastudio in Euskirchen – einem Ort mit rund 2000 Einwohnern. Die ehemalige Medizinstudentin und MTA-Auszubildende fand ihren Weg zur Szene nach Besuchen von Technopartys und wurde durch eine Freundin auf die Möglichkeit der Karriere als Domina aufmerksam gemacht.

Saskia Jung hat im Laufe ihres Lebens Schönheitsoperationen wie Brustvergrößerung und Fettabsaugungen (sog. „Reiterhosen“) vorgenommen, bevor sie ihr Studio in einer ehemaligen Wohnung eines Swingerclubs im Euskirchener Gewerbegebiet eröffnete. Sie beschrieb ihre Anfänge selbstironisch: „Da war’s mir bis hierhin mit den Studenten.“ Ihr ungewöhnlicher Lebensweg, der von medizinischen Ambitionen über eine Domina-Karriere zu einem eigenen Unternehmen führte und ihr auch immer wieder persönliche Herausforderungen bescherte – darunter die Erziehung zweier Söhne –, ist geprägt von finanziellen Engpässen.

Trotz des Erfolgs ihres Studios kämpft Saskia Jung seit Jahren mit einer Negativbilanz, während gleichzeitig hohe Kosten für Medikamente und Ärzte anfallen – sowohl für ihre eigenen gesundheitlichen Probleme wie die Migräne (mit Hirntumor-Diagnose) als auch für die ihrer Kinder. Gegen sie wurde Anzeige erstattet; das Etablissement war mehrfach von Jugendämtern unter Kontrolle.

Sie betont jedoch auch die positiven Aspekte ihrer Arbeit: Die Möglichkeit für Klienten, ihre Sexualität auszuleben und dabei Grenzen zu erkunden – „Ich kenne ganz liebe junge Leute…“, so Saskia Jung –, sowie der persönliche Kontakt zum Umfeld. Sie ist aktives Mitglied eines Dorfgemeinschaftsvereins.

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