David Cronenbergs „The Shrouds“: Wenn Trauer auf Technologie trifft

Der „Master of Body Horror“, David Cronenberg, meldet sich mit seinem bisher persönlichsten Werk zurück. In seinem neuen Film „The Shrouds“ verarbeitet der Kult-Regisseur den Tod seiner eigenen Frau – verpackt in eine düstere Sci-Fi-Erzählung, die unter die Haut geht.

Worum geht es?

Der Witwer Karsh (gespielt von einem brillanten Vincent Cassel) erfindet eine Technologie, die es Hinterbliebenen ermöglicht, ihren verstorbenen Liebsten beim Verwesungsprozess im Grab zuzusehen. Was nach makabrem Horror klingt, entpuppt sich als vielschichtiger Mix aus:

  • Trauerbewältigung: Eine radikale Auseinandersetzung mit Verlust.
  • Verschwörungsthriller: Karsh glaubt, dass sein High-Tech-Friedhof sabotiert wird.
  • Body Horror: Die gewohnten Cronenberg-Elemente sind da, wirken aber intimer und schmerzhafter.

Das Fazit der Kritik

Auch wenn der Film phasenweise sehr dialoglastig und kopflastig ausfällt, loben Kritiker die dichte Atmosphäre und die starke Performance von Vincent Cassel und Diane Kruger. Es ist kein klassischer Schocker, sondern ein intellektuelles Kammerspiel, das zeigt, dass Cronenberg auch mit 81 Jahren noch bereit ist, Tabus zu brechen – dieses Mal jedoch mit einer tiefen, emotionalen Erdung.

„Ein Film, der weh tut, weil er so ehrlich ist – eine Mischung aus Trauerarbeit und technologischem Albtraum.“

Quelle: Filmstarts