Schlagzeilen-Kolumne: CSD ? was ist denn das?

Eigentlich ist der Christopher Street Day eine Veranstaltung der lesbischen, schwulen und Transgender-Szene. Neben politischen Forderungen nach Gleichstellung, Antidiskriminierung und mehr sind die oft mehrere Tage andauernden Straßenfeste, deren Höhepunkt eine Parade ist, wie an diesem Wochenende in Hamburg, natürlich auch Fest- und Karnevals-Charakter.
Vor etwa 15 Jahren, als es den CSD eher noch als kleines Ereignis mit ein paar Hundert Teilnehmern gab marschiert noch eine weitere sexuelle Minderheit mit: Heterosexuelle Sadomasochisten. Im Verständnis großer Teile der SM-Szene (egal ob lesbisch, schwul, hetero oder transgender) ist der CSD auch für andere sexuelle Minderheiten da, denn ohne die ersten Kämpfe um Gleichberechtigung …

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Schlagzeilen-Kolumne: Nach-Gedanken

Letztes Wochenende verbrachte ich auf einer der größten Tattoo-Conventions, weil ich dort für mehrere Bondage-Auftritte gebucht war. Nun ist ja die Tätowierer-Gemeinde nicht unbedingt ein Hort der Sadomasochisten, Bondage-Liebhaber und Fetischisten, und so wunderte es mich doch ein bisschen, wie viel positive Rückmeldungen kamen.
Vom türkischen Biker, über die Standbesatzung von ?Lieber die eigene Haut als die von Tieren (PETA)? bis hin zu der Dame im grauen Schneiderkostüm, die ohnehin seltsam deplaziert auf einer derartig viel bunte Haut zeigenden Veranstaltung wirkte, kam ein Danke für die gezeigte Sinnlichkeit, den berührenden Ausdruck, die Schönheit des gefesselt in Seilen bewegten Körpers.
Und dabei zeigten …

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Selbstdarstellung „BDSM-Lebens-Hilfe e.V“

Die BDSM-Lebens-Hilfe e.V. wurde im Oktober 2007 mit dem Ziel der Ergänzung der bestehenden BDSM-Angebote in Hannover gegründet.
Der Verein setzt seine Schwerpunkte bewusst auf Kommunikation und Integration.

So wurde am 26.04.08 das Vereinslokal Doms-Röschen als Kommunikationszentrum und Treffpunkt für Workshops, Stammtische und Familienfeiern eröffnet.

Neben dem Betrieb des Vereinslokals will der Verein sich auch speziell um Angehörige von BDSM und Fetischfreunden kümmern und diesen beratend zur Seite stehen.

Durch Zusammenarbeit mit Institutionen und Gruppen des öffentlichen Lebens soll auch der integrative Aspekt vorangetrieben werden.

Ausserdem unterstützt der Verein BDSM’ler und Fetischfreunde, die sich unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft mit eigenen Ideen und Programmen für die Szene einsetzen möchten.

Derzeit werden die Aktivitäten der BDSM-Lebens-Hilfe e.V. von der lokalen Presse intensiv beobachtet. Nachzulesen ist dies alles auf der Homepage des Doms-Röschen.

Da Gemeinschaft immer stärker macht, hat sich der Verein dem BVSM und der SM-Nord angeschlossen.

 

Quelle: SWL

Sich wegen SM-Neigung real inhaftieren lassen?

Deutschlandweit wurde heute in mehreren Tageszeitungen (Bsp: Ruhrnachrichten
http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/nrw/art1544,235403 ) über den Auftakt des Prozesses um die Aachener „Disco-Morde“ berichtet. Der 51-jährige Angeklagte wiederrief sein Geständnis über fünf Morde und begründete seine (angebliche) Falschaussage, es erregend gefunden zu haben, sich wegen Mordes inhaftieren zu lassen. Auf Anraten seines Anwaltes gab er nun an, seinen Bedürfnissen sei nun genüge getan.

Quelle: SWL

Aufregung um „Sadomasospiele“ in Familienbad

Wie der „Münchner Merkur“ in seiner Ausgabe Lokalausgabe Landkreis Süd, vom 30.10.2007 berichtet, herrscht in Ottobrunn (Landkreis München) derzeit „Dicke Luft“.
Der Grund: Bei einer „Halloween-Saunanacht“ für Familien im Ottobrunner Phönix-Bad soll eine Tänzerin zur Domina geworden sein. Sie hatte im Rahmen ihrer Darbietung einen Mann an einer Leine um den Whirlpool geführt, ihn das ihrige Gesäß einölen lassen und ihn danach andeutungsweile mit einem Band auf den Allerwertesten geschlagen. Außerdem waren „obszöne Beckenbewegungen“ Stein des Anstoßes.
In einem offenen Brief einer Besucherin wurde dem dortigen Bürgermeister die „Andeutung sexueller Gewalt“ vorgeworfen.
Der Geschäftsführer des Gemeindebads sieht die Sache etwas anders; das Ganze nicht sado-masochistisch gewesen, er sei selbst anwesend gewesen.
Allerdings wäre es ein Fehler gewesen, die Vorführung nicht bis ins Detail abzusprechen.

Interessant scheint mir vor allem die Reaktion der Tänzerin, sie spricht davon dass die Resonanz auf ihre Darbietung überwiegend positiv gewesen wäre…

Der (allerdings von dem der Print-Ausgabe abweichende) Artikel ist unter
http://www.merkur-online.de/regionen/msued/Ottobrunn-Phoenix-Bad-Halloween-Saunanacht-Loderer;art8862,854205 zu finden

Quelle: SWL

SM-Seminar an der Uni Frankfurt/Main

Die Universität Frankfurt/Main hat im laufendem Semester ein SM-Seminar unter ihren Lehrveranstaltungen.

Dr. Norbert Eib doziert vor angehenden Soziologen und Politologen recht umfassend zu SMigen Tehmen wie:

Wie kann SM-Sexualität beschreiben werden? Worin unterscheidet sich SM von „normalen Sex“? Wie kann SM-Sexualität konzeptualisiert werden? Welche dilemmatische Probleme entfalten sich bei der Praxis von SM-Sexualität? Machtorientierte Erotik oder erotische Macht – das Gewaltproblem in der SM-Sexualität.
SM-Spiel oder SM-Begegnung? Verbale Kommunikation vor, nach, während und über SM.
Autoerotik und SM.
Nicht-sexuelle Aspekte von SM.
Sozialethnographie der SM-Subkultur: Wer sind die SMerInnen (Alter, Geschlecht, berufliches und kulturelles Verhalten)?.
SM-Subkultur, SM-Szene und SM-Bewegung.
Interdependenzen zwischen SM-Subkultur und SM-Sexualität.
Deprivatisierung von Sex und Promiskuität in der SM-Subkultur.
Heterosexueller, schwuler und lesbischer SM. Die Beziehung zwischen Mainstream-Strukturen und SM.
Die Beziehungen zwischen SMerInnen und anderen sexuellen Minderheiten.
SM-Bewegung als zivilgesellschaftliches Projekt.
„Normalisieren“ oder Cruisen im Patchwork der Minderheiten.
SM in der demokratischen Gesellschaft.

Die Literaturliste umfasst Werke von Grimme bis Pat Califia und ist sicher auch für manchen Einsteiger eine ideale Empfehlung.

Das Seminar findet an 2 SWS jeweils Mittwocshs von 16:00 – 18:00 in H 15 statt.

Laut Verzeichnis wird mit 100 Teilnehmern gerechnet

Die komplette Seminarbeschreibung:

http://univis.uni-frankfurt.de/form?__s=2&dsc=anew/lecture_view&lvs=fb3/so z/ sozbild/smsexu&anonymous=1&ref=tlecture&sem 07w&tdir=lehrve_2/soziol/haupt s/soziol&__e=804

Quelle: SWL

Schlagzeilen-Kolumne: Aggressionen in der schwülen Luft

Gestern sprach ich mit meinem Gemüse-Händler. Mit Torsten kann man immer ganz gut philosophieren und lustige Allerweltsplattitüden austauschen. Und natürlich sprachen wir über das Wetter. Eine wichtige Hamburger Tradition, denn wir Hamburger haben zum Schietwetter oder zu all den anderen Kapriolen die Hochdruck- und Tiefdruck-Gebiete erzeugen eine ganz spezielle Beziehung.
Diesmal ging es um das Hin und Her aus schwülem, nassem, heißem und windigen Wetter. Einen Tag so, den nächsten wieder anders. Wir kennen das zwar, aber seit einigen Wochen gehen die Wechsel ungewöhnlich schnell. Unser Mutmaßung: Es ist das Wetter, das die Leute zurzeit so reizbar und schnell aggressiv sein lässt. …

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Schlagzeilen-Kolumne: Kultur mit SM

Vor einigen Tagen war ich bei uns im Tanztheater. Es gab das ?Messiah Game?, ein angeblich kontroverses Stück des Choreographen und Tänzers Felix Ruckert. Felix hat sich in unserer Szene nicht zuletzt mit den zwei Workshop-Wochenende ?Explore04? und ?Explore05? einen Namen gemacht. Leider konnte ich nur beim ersten Mal in Berlin dabei sein, denn das Konzept der ?Explore? bietet ein Wochenende mit den unterschiedlichsten Workshops zu allen möglichen sexuellen Themen. Von ?Zen und Schmerz? über ?Tantra? bis hin zu ?Bondage? und ?Fisting?. Da Felix angeblich bei der ersten Explore Gelder aus seiner Senats-Förderung zur Finanzierung des Wochenendes ?mißbraucht? hatte, gab es …

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Schlagzeilen-Kolumne: Neues aus Japan

Liebe Freundinnen und Freunde der Schlagzeilen,

diesmal schreibe ich aus Tokyo, wo ich zusammen mit meinen beiden Performance-Modellen Capricious und Jemina meinen Urlaub verbringe. Wobei Urlaub nicht so ganz das richtige Wort ist, denn wir haben zwei Mal in der Woche Auftritte (einmal im größten SM-Club im feinen Amüsierviertel Roppongi und sonst in dem kleinen Bondage-Studio, in dem wir auch schlafen) und lassen uns ansonsten überraschen, was Osada Steve, unser Kontaktmann in Tokyo, noch an Auftritten für uns an Land zieht.

Die japanische Bondage- und SM-Szene ist ganz anders als wir es aus Deutschland kennen, es ist eigentlich nicht wirklich eine Szene, …

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