Neues Gesetz in England schränkt Fetischpornografie stark ein

Ab dem 6. November 2026 treten im Vereinigten Königreich (England und Wales) neue Gesetze gegen bestimmte Darstellungen von Pornografie, einschließlich ausgewählter Fetisch-Praktiken, in Kraft. Das Gesetz betrifft sowohl kommerzielle Anbieter als auch private Content Creator – der Besitz verbotener Inhalte kann strafrechtliche Konsequenzen haben.

Zu den Verboten gehören explizite und realistische Darstellungen von Strangulation oder Erstickung sowie Inzest-Szenen, einschließlich Rollenspiele wie „Daddy-Sohn“-Fantasien. Ebenfalls erfasst werden Bilder, auf denen Erwachsene bei sexuellen Handlungen so dargestellt sind, als seien sie jünger als 16 Jahre und bestimmte Darstellungen von Geschlechtsverkehr zwischen Stiefverwandten oder Pflegeeltern, wenn eine beteiligte Person wie unter 18 aussehen lässt.

Die Strafrahmen sind erheblich: Veröffentlichung verbotener Materialien kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden; der Besitz wird je nach Darstellung ebenfalls bestraft (bis zu drei Jahre). Auch KI-generierte Darstellungen, die realistisch wirken und gegen das Gesetz verstoßen, können strafrechtliche Konsequenzen haben. Die neuen Bestimmungen basieren auf einer Untersuchung zur Regulierung von Pornografie unter Leitung der konservativen Oberhauspolitikerin Baroness Gabby Bertin.

Die britische Regierung betont, dass es nicht um eine Kriminalisierung sexueller Vorlieben geht und warnt vor dem möglichen Einfluss von Pornografie auf das Verständnis von Sexualität. Die Justizministerin Alex Davies-Jones rief Konsumenten dazu auf, problematischen Content zu löschen und die Verbreitung einzustellen.

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