Schlagzeilen-Kolumne: Immer wieder ?

Wenn man jemanden auf die richtige Art hauen will, ihn korrekt fesseln möchte oder ihm Nadeln durch die Haut stechen will, wissen die meisten, dass es schlau und sinnvoll ist, sich vorher eingehender mit diesen erotischen Techniken zu befassen. Man liest Bücher oder stellt Fragen auf dem Stammtisch oder im Online-Forum seiner Wahl.

Und wenn man das ganz geschickt anstellen möchte und nicht von sich glaubt, man müsse den großen Zampano raushängen lassen, dann informiert man seinen Partner oder seine Partnerin über die eigenen Wissenslücken, und versucht, diese zu schließen, indem man miteinander lernt ? über die jeweiligen Rückmeldungen, während des Spiels. …

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Schlagzeilen-Kolumne: Amazon und wir!

Nun gibt es uns schon seit 1988, also fast 30 Jahre. Wir haben so manches Fetisch- und SM-Magazin kommen und dann irgendwann auch wieder gehen sehen. Seit etwa 20 Jahren sind wir nicht nur Verlag, sondern auch Shop. Man kann sich Sachen bei einem Besuch anschauen, sie ausprobieren, sich ausführlich beraten lassen und wenn wir dann auch etwas verkaufen, freuen wir uns natürlich.

Shops gab es auch mal eine Menge mehr. Früher verkauften wir in diversen SM- und Fetisch-Shops, in den schwulen Buchläden (wo ich damals 1990 meine ersten Schlagzeilen-Ausgaben entdeckte, denn im Hamburger Männerschwarm gab es die Kondome, die ich am …

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Schlagzeilen-Kolumne: SM und Kink?

Manchmal glaube ich, dass wir mit den alten Begriffen Sadomasochismus oder moderner BDSM zu kurz greifen, zumindest in der Wahrnehmung vieler Menschen. Wir leben in Zeiten, in denen sich das, was in den 90er-Jahren die SM-Szene war, immer mehr verändert, an den Rändern ausfranst, überlappt mit anderen Szenen, sich nicht als Teil der Szene verstanden wissen will. Das heißt, es braucht neu Begrifflichkeiten, die dann auch diese Menschen anspricht, damit diese sich auch mit gemeint fühlen.

Laut Angaben des Joyclubs ? der größten deutschsprachigen Community zum Thema Sex ? tummeln sich dort jede Menge SM-Leute und Menschen, die sich von dem was …

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Schlagzeilen-Kolumne: Da fragt man sich doch ?

Letztes Wochenende saß ich gemütlich mit zwei Vanilla-Freunden vor meinem Lieblings-Café bei einem Wein und plauderte über dies und das. Da machte mich E. darauf aufmerksam, dass da ein Paar vorbeigeht, und der Mann die Frau dabei an einer Leine führt, die an ihrem Halsband befestigt ist.

?Was machen die denn da??, wollte E. wissen. Naja, das sind SM-Leute, die das mögen, meinte ich. Ich kannte das Paar und daher wusste ich, dass beide auf genau solche Aktionen stehen.
?Aber was ist daran so toll??, schob E nach. Ja, wie erklärt man jemandem, der nicht darauf steht, warum manche Leute es mögen, …

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Bound-n-Hit – Der BDSM Podcast: BDSM-Ratgeber: Korsett und die Mythen

Denkst Du bei einem Korsett auch automatisch immer an Atemnot? Oder Unwohlsein? Man sollte ein Korsett lieber mit anderen Dingen in Verbindung bringen. Der umfangreiche Ratgeber hilft Dir das passende Korsett zu finden und zu wissen, auf was man besonders achten muss.
Blogbeitrag: http://www.bound-n-hit.com/korsett-ratgeber/ 

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Lustschmerz: Klismaphilie

Die Klismaphilie zeigt sich als eine der Paraphilien, die zwar einen gewissen Hang zum Außergewöhnlichen aufweist, im weitesten Sinne aber nicht unbedingt eine stark abnorme sexuelle Vorliebe beinhaltet. Um allerdings zu verstehen, was Klismaphilie, alternative Schreibweise Klysmaphilie, eigentlich ist, muß man überhaupt erstmal wissen, was denn ein Klisma beziehungsweise ein Klistier ist. Dabei handelt es sich nämlich um einen Einlauf, der rektal verabreicht wird, im englischen auch oft Enema oder Lavement genannt.

Die Klismaphilie bezeichnet demnach im wörtlichen Sinne die „Liebe zum Klisma“, also zu den „Einläufen“, und beschreibt somit die sexuelle Vorliebe für Einläufe.

Klismaphile Personen werden somit durch das Verabreichen oder Erhalten von Einläufen sexuell erregt.

Entstehung der Klismaphilie

Wie so oft bei Paraphilien ist auch hier nicht eindeutig zu entschlüsseln, wie Klismaphilie entsteht.

Der Verdacht liegt jedoch nahe, daß die klismaphile Vorliebe ihren Anfang aus einstigen „Doktorspielen“ im Kindesalter, oder auch durch eine akut auftretende Erregung im Erwachsenenalter im Rahmen eines Arztbesuches oder Klinikaufenthaltes, finden könnte. Wie aber jedoch bereits erwähnt, gibt es dazu keine fundierten Belege.

Reiz der Klismaphilie

Das Phänomen der Klismaphilie wird meist damit erklärt, daß hierbei sexuelle Stimulanzen durch die Durchführung eines Einlauf’s an Praktiken aus dem Analverkehr entlehnt sind, und es sich daher beim Einlauf auf eine bestimmte Art und Weise um eine Form der analen Penetration handelt.

Bei zahlreichen Menschen gehört dies auch durchaus zu einem erfüllten Sexualleben dazu, auch in heterosexuellen Beziehungen, wider der landläufigen Meinung, diese Praktik würde nur unter Homosexuellen ausgeübt.

Allerdings finden jedoch bei weitem mehr Männer als Frauen die Anwendung eines Einlauf’s sexuell erregend, da hierbei besonders bei Männern Druck auf die Prostata ausgeübt wird.

Deshalb spricht man bei dieser sexuellen Vorliebe für Einläufe auch von Klismaphilie, da eben nicht die Anwendung einer Intimdusche zur Darmreinigung vor dem Analverkehr gemeint ist.

Bei Einlaufspielen kann die Stimulation des sogenannten „männlichen G-Punktes“ nämlich ähnlich intensiv erlebt werden, wie beispielsweise bei der Penetration durch einen Plug oder Analvibrator. Natürlich stellt die Klismaphilie hierbei auch eine etwas andere Vorgehensweise dar, die sich zudem in verschiedenen Ausprägungen zeigen kann. Hinzu kommen gegebenenfalls noch Elemente der Klinikerotik und des BDSM.

Klismaphile Personen werden durch das Erhalten oder Verabreichen von Einläufen, teils aber auch schon durch den optischen Reiz dessen, sexuell erregt, was allerdings nichts mit „Kaviar-Spielen“ sowie mit Demütigung oder Bestrafung im Sado-Maso-Bereich zu tun hat.

Im BDSM-Bereich dienen Einläufe nämlich zum Beispiel oft als Mittel zur Züchtigung, und Anhänger des Kliniksex bauen Enema’s ebenfalls zuweilen in ihr Liebesspiel mit ein.

Zum Leidwesen vieler Klismaphiler wird heutzutage aber meist alles, wie Sado-Maso-Bestrafungen oder Kaviar-Schmierereien, mit der puren Klismaphilie in einen Topf geworfen und daher abgelehnt.

Für die Betroffenen ist aber die Klismaphilie, sowohl für den Verabreicher als auch für den Behandelten, eher ein Geschenk und eine Belohnung.

Ausprägungen der Klismaphilie

Manche Klismaphile betrachten den Einlauf als ergänzendes Mittel innerhalb des Sexuallebens.

Bei zahlreichen anderen Klismaphilen findet sich dagegen jedoch die reine Fixierung, und damit die ausschließliche Erregung und Befriedigung, in der Anwendung eines Einlaufes, teils auch bedingt in eine gewisse Abhängigkeit.

Bei vielen „Abhängigen“ regt sich nämlich, im wahrsten Sinne des Wortes, ohne Einlauf nichts mehr. Statt als Mittel zum Zweck zeigt sich dann in dieser speziellen Vorliebe eine eingeschränkte Sexualität, die ohne das „Mittel“ Einlauf nicht mehr ausreichend funktioniert.

Tabuthema Klismaphilie

Im Grunde handelt es sich bei der Klismaphilie um ein Tabuthema, da man sich hier mit der „verbotenen analen Zone“, sowie mit „Fäkalien“ beschäftigt, was in der Gesellschaft regelrecht außen vor gelassen wird. Somit wird auch kaum ein Klismaphiler offen über seine Vorliebe sprechen, die oftmals selbst der eigene Partner nicht weiß. Meist wird sie dann entweder im Stillen und Verborgenen, oder in einer einschlägigen Szene ausgelebt.

Aus diesem Grunde ist deshalb auch bei dieser eher tabubeladenen Sexualtechnik, wie bei vielen anderen Sexualtechniken, die Anzahl der klismaphilen Menschen nicht bekannt. Allerdings gab es jedoch schon früher bekannte Persönlichkeiten, welche eine auffällige Vorliebe für Einläufe hatten.

Einer der bekanntesten Vertreter der Klismaphilie war der Erfinder der berühmten Cornflakes, John Harvey Kellog.

Sein ganzes Leben lang predigte er Enthaltsamkeit und war auch nicht verheiratet. Allerdings startete er jeden neuen Tag mit einem Einlauf. Heutzutage geht man davon aus, daß er sehr wahrscheinlich klismaphil war und sich sein gesamtes sexuelles Handeln ausschließlich auf Einläufe beschränkte.

Einläufe außerhalb erotischer Anwendungen

Natürlich gibt es auch Menschen, bei denen die Anwendungen von Einläufen zwecks medizinischer Behandlungen, Untersuchungen oder Krankenhausaufenthalten erfolgt. In diesen Fällen spricht man dann jedoch nicht von Klismaphilie, da diese Personen die Einläufe aus medizinischen Gründen benötigen, außer man steht auf Klinik-Sex oder läßt den erotischen Reiz dabei zu.

Klismaphilie aus medizinischer und gesetzlicher Sicht

Ein Klismaphiler wird sich wohl nur in den seltensten Fällen in eine Therapie begeben, es sei denn, seine Gedanken drehen sich nur noch um den nächsten Moment des Einlauf’s und die damit verbundene sexuelle Erregung sowie den Lustgewinn.

Natürlich besteht aber jederzeit die Möglichkeit, sich in die Hände eines Therapeuten zu begeben, sofern der Betroffene sich durch die Klismaphilie seelisch zu sehr belastet fühlt.

Da auch weder eine weitere Person durch die Klismaphilie geschädigt oder damit eine andere Straftat begangen wird, spricht auch gesetzlich nichts gegen die Klismaphilie.

Fazit

Ob klismaphil oder nicht – der Eine erfreut sich beim Einlauf der Hygiene, der Andere am Lustgewinn. Fakt ist, auf jeden Fall sind damit intensive Gefühle verbunden.

Quelle: Lustschmerz

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