Zwischen Leder, Lack und Leidenschaft: Freiburger Fetisch-Club sucht ein neues Zuhause

Der Freiburger Fetisch- und Lederclub (FFLC) steht vor einer großen Herausforderung: Die langjährige Homebase in einem Industriegebiet steht vor dem Aus, da das Gebäude abgerissen werden soll. Doch für die Mitglieder geht es um weit mehr als nur vier Wände – es geht um einen Safe Space ohne Scham.

Warum dieser Ort so wichtig ist

Seit Jahrzehnten bietet der FFLC Menschen eine Plattform, ihre Neigungen und Identitäten jenseits gesellschaftlicher Normen auszuleben. Der Club ist kein „Schmuddelecke“-Projekt, sondern ein eingetragener Verein, der Gemeinschaft großschreibt.

  • Identität: Ein Ort, an dem Leder, Lack oder Gummi keine Kostüme, sondern Ausdruck der Persönlichkeit sind.
  • Sicherheit: In einem geschützten Rahmen können Mitglieder frei von Vorurteilen und Diskriminierung zusammenkommen.
  • Gemeinschaft: Neben Partys stehen Austausch und gegenseitige Unterstützung im Vordergrund.

Die schwierige Suche nach Raum

Trotz der Offenheit, die Freiburg oft zugeschrieben wird, gestaltet sich die Immobiliensuche schwierig. Viele Vermieter schrecken zurück, sobald das Wort „Fetisch“ fällt. Dabei betont der Club: Man ist ein ruhiger, zuverlässiger Mieter, dem es um Diskretion und Respekt geht.

„Wir wollen einen Ort, an dem man einfach man selbst sein kann, ohne sich erklären zu müssen.“ – Dieser Kernsatz des Vereins verdeutlicht, dass es hier um ein Stück Freiburger Subkultur geht, das nun vom Verschwinden bedroht ist.

Wie geht es weiter?

Der FFLC gibt nicht auf und kämpft weiterhin für Sichtbarkeit und Akzeptanz. Die Suche nach einer neuen Bleibe läuft auf Hochtouren, damit die Leder- und Fetischszene in der Schwarzwaldmetropole nicht heimatlos wird.

Quelle: Badische Zeitung

Prozess um Sado Maso-Berufe: DarkLady-Joy klagt Konkurrentin an

Eine Frau aus Solingen, bekannt unter dem Künstlernamen DarkLady-Joy, hat eine Unterlassungsklage gegen ihre Kollegin aus Mettmann eingereicht. Die Klägerin beschuldigt die Beklagte der Verwechslungsgefahr im Online-Foren-Betrieb und fordert Schadenersatz.

Die Streitparteien bieten beide Fesselspiele an, wobei DarkLady-Joy davon ausgeht, dass ihre Dienstleistungen durch den sehr ähnlichen Namen ‚Dark Lady‘ der Konkurrentin in Mischvermögen geraten. Sie beruft sich auf das Markenrecht und die Schutzrechte ihres Künstlernamens.

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Podcast-Folge „Hinter den Laken“: Vero spricht über Kinks und Vergewaltigungsfantasien

In der aktuellen Folge von ‚Hinter den Lachen‘ geht es mit dem Gast Vero (32) um heikle Themen wie Sexualisierte Gewalt, Asexualität sowie Polyamorie. Sie erörtert auch ihre persönlichen Kinks und Fetische.

Weiterhin beleuchtet sie Schönheitsideale im Kontext von Sexuelle Objektivierung des eigenen Körpers und dessen Bedeutung für die sexuellen Erfahrungen.

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O du Fröhliche mal anders: Kinky Christmas in Nürnberg

Während die meisten von uns am ersten Weihnachtsfeiertag wahrscheinlich mit Food-Koma auf der Couch liegen oder zum dritten Mal „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ schauen, plant ein Nürnberger Club ein Kontrastprogramm der besonderen Art.

Das Haus 33 im Herzen der Stadt sorgt aktuell für ordentlich Gesprächsstoff: Ausgerechnet an Weihnachten lädt der Club zur „Kinky Sex Party“. Statt Strickpulli und Gänsebraten heißt es hier: Lack, Leder und Freizügigkeit.

Provokation oder moderner Zufluchtsort?

Die Reaktionen reichen – wie zu erwarten – von hochgezogenen Augenbrauen bis hin zu begeisterter Zustimmung. Für die einen ist es ein Tabubruch, das „Fest der Liebe“ so explizit und freizügig zu feiern. Für die Veranstalter und die Community ist es hingegen ein wichtiges Angebot:

  • Alternative zur Tradition: Nicht jeder hat eine Familie, mit der er feiern kann oder möchte. Für viele ist der Club ein „Safe Space“ und Ersatzfamilie.
  • Stressabbau: Nach den oft doch recht durchgetakteten Feiertagen bietet die Party Raum für radikale Selbstentfaltung.
  • Dresscode & Regeln: Wer rein will, muss sich an strikte Regeln halten. Jeans und T-Shirt bleiben draußen; Konsens und Respekt stehen an oberster Stelle.

Fazit: Erlaubt ist, was gefällt

Ob man nun findet, dass Peitschen und Christbaumkugeln zusammenpassen oder nicht – die Resonanz zeigt, dass der Bedarf nach alternativen Feierkonzepten groß ist. In einer Stadt wie Nürnberg, die Tradition großschreibt, ist so ein Event definitiv ein Statement für Vielfalt und gegen die Einsamkeit an den Feiertagen.

Eines ist sicher: Diese Bescherung wird man so schnell nicht vergessen.

Quelle: NN

Kinky Köln: Was passiert eigentlich wirklich auf diesen „besonderen“ Partys?

Die Kölner Clubszene ist bekannt für ihre Offenheit, doch kaum ein Thema sorgt für so viel Tuschelpotenzial wie Kinky-Partys. Werden dort wirklich nur Hemmungen (und Kleider) fallengelassen? Der Express hat hinter die Kulissen geschaut, und wir fassen für euch zusammen, was den Reiz dieser Nächte ausmacht.

1. Mehr als nur eine „Sex-Party“

Das größte Missverständnis vorab: Eine Kinky-Party ist kein simpler Swingerclub oder eine reine Orgie. Es geht primär um Selbstentfaltung und Freiheit. Klar, es gibt Play-Areas, aber viele Gäste kommen schlichtweg wegen der Musik, der Ästhetik und der einzigartigen Atmosphäre, in der man so sein kann, wie man will.

2. Der Dresscode: Dein Ticket in eine andere Welt

„Komm, wie du bist“ gilt hier nur bedingt – es sei denn, dein wahres Ich trägt Lack, Leder, Latex oder ausgefallene Lingerie. Der Dresscode ist strikt und dient als Schutzschild: Er lässt den Alltag draußen und sorgt dafür, dass sich alle Beteiligten auf Augenhöhe und im gleichen „Vibe“ begegnen. Wer in Jeans und T-Shirt aufkreuzt, bleibt meistens vor der Tür.

3. Konsens ist das oberste Gebot

Was viele überrascht: Kinky-Partys sind oft sicherere Orte als der Standard-Club am Samstagabend. Warum?

  • Awareness-Teams: Spezielles Personal achtet darauf, dass Grenzen gewahrt werden.
  • Klare Regeln: Ein „Nein“ ist Gesetz. Übergriffiges Verhalten führt zum sofortigen Rauswurf.
  • Respekt: Die Community legt extremen Wert auf Kommunikation und Einvernehmlichkeit.

4. Die Location-Vielfalt

Ob im Artheater, dem Bumann & SOHN oder anderen wechselnden Locations – die Kölner Szene ist mobil. Veranstaltungsreihen wie „Kittball“ oder „Joy“ schaffen Räume, in denen Techno auf Erotik trifft, ohne dabei billig zu wirken.

Fazit: Wer eine Kinky-Party besucht, findet vor allem eines: Einen geschützten Raum für Fantasien, in dem Respekt die wichtigste Währung ist. Es ist ein Spiel mit Ästhetik und Grenzen – immer unter dem Motto: Alles kann, nichts muss.

Quelle: Express

Neue Folge des Podcast ‚Hinter den Laken‘ erwartet

Ab dem zweiten Sonntag im Dezember starten regelmäßig neue Sendungen von Nina, die sich als Moderatorin für sexuelle Themen auszeichnet. Sie führt ihre Zuhörer in eine offene Diskussion über Intimität und Sexualität.

Wer selbst sprechen möchte oder mehr Informationen haben will, kann per E-Mail an hinterdenlaken@gmail.com vorschlagen zu Gast bei Hinter den Laken aufzutauchen.

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Nika MACHT Podcast: #200 Raus aus dem Gedankenkäfig – so geht´s

In dieser Folge knüpfe ich nochmal an die der letzten Woche an.

Dort habe ich eine Nachricht einer Hörerin vorgelesen (hör sie dir unbedingt an, wenn du das noch nicht getan hast – die Geschichte ist sehr fesselnd) und habe darüber berichtet, wie sie mit einer ungesunden Beziehungsdynamik umgeht, bzw. umgehen will.

Egal, in welcher Konstellation ihr euch befindet: wenn du das Gefühl hast, das da irgendwas nicht stimmt, geh dem nach. Denn wenn du es in deinem Gedankenkäfig gefangen hältst, wirst du nie erfahren, wie dienlich deine Situation sein kann – gerade, wenn sie momentan eher schmerzhaft ist.

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Empowerment & Fesseln: Das „Trans* Kinky Skillshare“ schafft Safer Spaces

In der Kink- und BDSM-Szene sind trans*, nicht-binäre und gender-non-conforming Personen oft unterrepräsentiert oder mit Vorurteilen konfrontiert. Das „Trans Kinky Skillshare“* setzt genau hier an und schafft einen Raum, in dem Lust, Konsens und Identität ohne cis-normative Blicke verhandelt werden können.

Gemeinsam lernen, sicher experimentieren

Das Event versteht sich nicht als klassischer Workshop-Marathon von oben herab, sondern als Peer-to-Learning-Plattform. Im Fokus steht der Austausch von Wissen auf Augenhöhe. Dabei geht es um weit mehr als nur technische Finessen beim Seilfesseln oder Impact Play.

Die Kernthemen des Skillshares:

  • Radikaler Konsens: Wie kommuniziere ich Bedürfnisse und Grenzen in einer Transition oder mit Dysphorie?
  • Körperliche Vielfalt: Praktiken, die trans* Körper zelebrieren, statt sie in klassische Raster zu pressen.
  • Aftercare: Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der emotionalen Begleitung nach dem Spiel – besonders wichtig in einem trauma-sensiblen Kontext.

Warum das wichtig ist

Für viele Teilnehmende ist es das erste Mal, dass sie Kink in einem Umfeld erleben, das ihre Identität nicht nur toleriert, sondern als Ausgangspunkt nimmt. Es geht um Self-Care durch Community-Care. Indem Wissen über Sicherheit und Techniken geteilt wird, emanzipiert sich die trans* Community von exklusiven Mainstream-Strukturen.

„Es geht darum, die eigene Lust zurückzuerobern und Werkzeuge an die Hand zu bekommen, um Szenarien so zu gestalten, dass sie sich wirklich sicher und stimmig anfühlen.“


Was bleibt?

Das Skillshare zeigt deutlich: Die Zukunft von BDSM ist inklusiv, reflektiert und verdammt empowernd. Wer sagt eigentlich, dass man für tiefgreifende Selbsterfahrung in alte Rollenmuster schlüpfen muss?

Quelle: Siegessäule

Schlagzeilen-Kolumne: Von allen und keinen!

Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht mit der aktuellen Diskussionskultur. Aber ich habe festgestellt, dass es den meisten Menschen sehr viel leichter fällt, ihre Meinung kund zu tun, als zuzuhören. Ich will mich da gar nicht ausnehmen, denn auch mir passiert es immer mal wieder, dass ich meine Ansichten zu bestimmten Dingen unbedingt loswerden will und dabei vergesse, andere ausreden zu lassen oder manchmal auch nicht wirklich zuhöre, wenn Leute was sagen.

Ihr merkt schon, dass das keine Diskussionskultur ist, sondern Unkultur. Diskussion bedeutet Austausch und zu Austausch gehört eben auch, dass wir zuhören und nicht sofort „zurückschießen“ …

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Claude Kolz-Boehm über Fetisch in der Öffentlichkeit

Claude Kolz-Boehm, Gründer und Projektleiter des Fetisch-Projekts Eisensteig, spricht über die Entwicklung des Fetischismus in der Gesellschaft. Er erklärt, dass Fetischismus heute weit verbreitet ist und sich in vielen Bereichen des Alltags zeigt, von Mode bis hin zu Sexualität.

Kolz-Boehm betont, dass es wichtig ist, die Fetisch-Szene in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, jedoch auch Grenzen zu setzen. Er kritisiert die Tendenz, sehr explizite Fetisch-Auftritte in der Öffentlichkeit zu präsentieren, und betont die Notwendigkeit, die Akzeptanz der queeren Community nicht zu gefährden.

Im Interview wird auch die finanzielle Barriere im Fetisch-Bereich thematisiert. Kolz-Boehm erkennt an, dass sich viele Menschen die teuren Gegenstände und Events nicht leisten können, was die Teilhabe an der Fetisch-Szene erschwert.

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