Schlagzeilen-Kolumne: Noch nix gemerkt?

Bisher ist ja alles ganz kuschelig in der deutschen SM-Szene. Einvernehmliche Körperverletzung und einvernehmliche Freiheitsberaubung zwischen geschäftsfähigen Erwachsenen verstößt nicht gegen die deutschen guten Sitten. Aber die ?guten Sitten? sind ein schwammiger Begriff, dessen Auslegung sich immer mal wieder ändert. Noch ist alles beim alten, niemand bedroht SM-Leute mit Strafen.

Aber ein paar Bondage-Fotos (komplett angezogenes Modell) führten vor ein paar Jahren zur Entlassung einer Sozialarbeiterin. Ein Gothic-Fotograf wurde innerhalb des Anerkennungsjahres als Sozialpädagoge gekündigt. Partyveranstalter besonders im Süden von Deutschland berichten, dass es fast nicht mehr möglich sei, Locations für Fetisch- oder gar SM-Partys zu mieten.

Dass schon seit Jahren eine …

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Lustschmerz: Was bedeutet Erotomanie

Der Begriff Erotomanie besteht aus zwei zusammengesetzten Wörtern. Zum Einen besteht er aus dem griechischen Wort „eros“, welches die Lust und die Liebe beschreibt. Zum Anderen wird es abgeleitet vom englischen „mania“, was mit „Wahnsinn“ oder „Sucht“ übersetzt wird.

Die Erotomanie beschreibt demnach einen Zwang, bei dem man sich nahezu pausenlos mit Liebe und Erotik sowie mit Sexualität auseinanderzusetzen hat. Dieser Zwang kann sich sogar so sehr steigern, dass der Betroffene an gar nichts anderes mehr denken kann.

Mit der Erotomanie bezeichnet man also ein starkes sexuelles Verlangen oder Liebeswahn wie auch eine wahnhaft ausgeprägte und unwiderstehliche Liebe zu einer meist unerreichbaren Person, wie beispielsweise einer fremden oder hochgestellten sowie zu einer sehr berühmten Person.

Ursprung der Erotomanie

Die Erotomanie oder Liebeswahn geht auf den den französischen Gefängnispsychiater und Fotografen Gaëtan Gatian de Clérambault zurück, der von 1872 bis 1934 lebte und diese Krankheit als Erster beschrieb. Daher wurde die ungewöhnliche Wahnerkrankung auch nach ihm benannt und ist deshalb auch als De-Clérambault-Syndrom bekannt.

Inzwischen wich das schwer beeinträchtigende Leiden jedoch den moderneren Begrifflichkeiten und wurde als wahnhafte Störung ebenso fest ins „Statistische Manual Psychischer Störungen“ aufgenommen, wie in die „Internationalen Klassifikationen psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation“.

Symptome und Auswirkungen der Erotomanie

Die Erotomanie ähnelt zwar einer verliebten Schwärmerei, doch bei dem Liebeswahn gehen die Symptome noch weiter.

Ein Symptom für die Erotomanie ist zum Beispiel, eine durch nichts zu erschütternde Überzeugung des Liebeskranken, dass seine Liebe auf Gegenseitigkeit beruht und erwidert wird. Diese wird beispielsweise durch fehlgedeutete Gesten und andere Signale des Gegenübers genährt.

Der Erotomane ist zudem häufig bemüht, mit dem Subjekt seiner Begierde in Kontakt zu treten, da er ja fest davon überzeugt ist, dass die geliebte Person ihre Liebe zu ihm verheimlicht, diese aber durch geheime Signale dennoch kundtut. Abgrenzungsversuche und Ablehnung des Gegenübers werden somit beispielsweise als Koketterie angesehen. Der Erotomane deutet dies dann oft als Versuch, seiner sexuellen oder anderweitigen Anziehung zu entkommen.

Aus der Wahrnehmung der Betroffenen ist die Welt auch oft genau umgedreht. Für sie fühlt es sich an, als stelle ihnen Jemand höchstpersönlich versteckt nach. Aus Zusammenhängen gerissen, beziehen sie dann Mimik und Bewegungen sowie Äußerungen auf sich selbst. Für sie ist somit klar, der Andere sucht eigentlich nur ihre Nähe und ist hinter ihnen her. Das Fatale ist dabei, so lange der heimlich Belagerte aber nichts von dem Problem weiß, liefert er unwissend womöglich weitere Nahrung für Wahnvorstellungen.

Ursachen und medizinische Sicht der Erotomanie

Aus medizinischer Sicht bezeichnet man mit Erotomanie eine wahnhaft ausgeprägte und unwiderstehliche Liebe zu einer meist unerreichbaren Person, also eine krankhafte Verliebtheit.

Erotomanie darf jedoch nicht mit obsessiver Liebe sowie einseitiger und unerwiderter Liebe oder Hypersexualität verwechselt werden.

Wer unter Erotomanie beziehungsweise unter Liebeswahn leidet, verklärt und idealisiert die Person, in die er verliebt ist und ist davon überzeugt, von dieser Person ebenfalls geliebt zu werden. Die Zeichen des Subjekts der Begierde werden so fehlgedeutet, dass sie ins eigene Weltbild passen, der Realität jedoch widersprechen.

Meistens weiß das „Opfer“ auch gar nichts von den fixen Ideen des Liebeswahnkranken.

Die häufigsten Fälle von Erotomanie oder Liebeswahn ereilen Menschen, die bereits eine psychische Vorerkrankung haben. Das bedeutet, dass seelische wie auch psychosoziale Auslöser als Ursachen eine Rolle spielen können.

Die Ursachen für diese affektiven Störungen oder schizophrenen wie auch manisch-depressiven Psychosen sind also meist eine Mischung aus bestimmten Veranlagungen und genetischen Faktoren sowie der Persönlichkeit und der Umwelt. Der Wahn ensteht somit durch die Verbindung oder im Zusammenhang mit anderen übergeordneten psychischen Grunderkrankungen. Die Erotomanie kommt daher eher als Begleiterscheinung anderer psychischer Störungen vor.

Im Sinne der Medizin ist eine isolierte Erotomanie beziehungsweise der Liebeswahn deshalb eher selten und tritt ebenfalls nur sehr selten spontan auf, kann aber durchaus auch vereinzelt vorkommen, ohne dass eine andere Grunderkrankung vorliegt.

Beim Auftreten von Wahnstörungen vermutet man auch, dass sie oft in Belastungssituationen auftreten und häufig mit biografischen Ereignissen verknüpft sind, wie beispielsweise Krisenerfahrungen. Möglicherweise hat der Liebeswahn auch eine Funktion für den Betroffenen.

Nachstellungen in Form von Briefen oder Telefonaten sowie Besuche und andere Kontaktversuche können dabei auch manchmal überhand nehmen. Dahinter können aber auch noch andere Motive als die der Erotmanen stehen. Hier spricht man dann von „Stalking“. Diese Bezeichnung wurde aus dem englischen Sprachraum übernommen. Den auf diese Weise aktiven Erotomanen bezeichnet man daher als „Stalker“.

Erotomanie in sexueller Hinsicht

Da die Entbehrung der Liebe für den Erotomanen teils übermäßig groß wird, werden auch selbst alltägliche Dinge mit sexuellen Motiven interpretiert.

Dieser Zwang führt ebenfalls zur unaufhörlichen Suche nach immer neuen Reizen und Sexualimpulsen. Notfalls befriedigt man diese dann durch Ersatzstimulation, welche oft aus dem Betrachten pornographischer Magazine oder Filme mit gleichzeitiger Masturbation bestehen.

Die Erotomanie kann sich daher sogar bis zum Masochismus steigern.

In rein sexueller Hinsicht ist die Erotomanie aber ein überaus großes geschlechtliches Verlangen, welches meist durch Geschlechtsverkehr mit vielen verschiedenen und häufig wechselnden Sexualpartnern beiderlei Geschlechts gestillt wird, die zum Teil auch anonym sind.

Am häufigsten von Erotomanie Betroffene

Am häufigsten von Erotomanie betroffen sind ungebundene Frauen zwischen 40 und 60 Jahren, die unter der wahnhaften Störung leiden. Eine Studie aus dem Jahr 2003 nennt ein Verhältnis von 69 weiblichen zu 31 männlichen Betroffenen.

Die Betroffenen sind davon überzeugt, dass eine andere, meist prominente oder sozial sowie finanziell höher gestellte Persönlichkeit, sie liebt.

Hilfe für betroffene Erotomanen

Den Wahnhaften zu helfen und den Liebeswahn zu behandeln ist erfahrungsgemäß leider schwer, da es den Betroffenen meistens an der Krankheitseinsicht mangelt. Daher überwiegt auch die Zahl der Fälle, in denen die Betroffenen neben spontanen Heilungsverläufen langfristig damit zu kämpfen haben.

Grundsätzlich empfiehlt es sich aber als Betroffener oder auch als „Opfer“ sowie für Angehörige, über Gesundheitsämter Kontakt zu den psychiatrischen Diensten aufzunehmen. Diese kennen oft Angebote bei Hilfsorganisationen und beraten auch die Familienangehörigen.

Neben einer psychotherapeutischen Begleitung sollte man auch die medikamentöse Therapie beachten, denn diese hilft vor allem Personen, die eine schizophrene Vorerkrankung mitbringen. Aufgrund der Überregulation des Botenstoffs Dopamin, kann es deswegen manchmal zu solchen Entgleisungen kommen. Stellt man dies mit sogenannten Neuroleptika besser ein, ist es bei Betroffenen manchmal so, dass sie förmlich erwachen und selbst sehen, dass sie sich alles nur eingebildet haben. In der medikamentösen Therapie kommen zudem Antipsychotika zum Einsatz. Eine solche Behandlung ist aber nicht immer erforderlich. Manche Liebestolle erleben, wie auch Schizophrenie-Kranke, eine Spontanheilung.

Fazit

Vorsicht also, denn Liebeswahnkranke, welche Kontakt mit ihrem Schwarm aufnehmen, können sogar zum Stalker werden, indem sie ihr Opfer mit Liebesbriefen und Telefonanrufen sowie mit übertriebenen Geschenken bombardieren, es beobachten und scheinbar zufällige Begegnungen arrangieren.

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Schlagzeilen-Kolumne: Über unsere Geschichte

Die ersten SM-Communitys waren Zusammenschlüsse von schwulen SM-Leuten in den USA. Mit der The Eulenspiegel-Society (TES), die sich 1971 gründete, gab es dann die erste Community, die sich auch an Heterosexuelle wandte. Schon damals ging es nicht nur um Austausch mit Gleichgesinnten, sondern auch um Aufklärungsarbeit und einen politischen Anspruch. Ende der 80er Jahre gründete sich das SM-Sündikat in Hamburg, aus dem heraus dann auch 1988 die Schlagzeilen entstanden sind.

Als dann der Paragraf 184 ? Verbreitung von pornografischen Schriften ? Anfang der 90er Jahre verschärft werden sollte (in dem stand damals auch die Kinderpornographie), weil man strenger gegen Kinderpornos vorgehen wollte …

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Fetisch im Club: Zwischen Freiheit und Belästigung

Die Grenzen zwischen „normalem“ Clubbing und der Fetisch-Szene verschwimmen immer mehr. Doch darf man im herkömmlichen Techno-Club wirklich alles ausleben? Der Artikel stellt klar: Kontext und Konsens sind alles.

Hier sind die wichtigsten Takeaways, damit der Abend für alle ein Safe Space bleibt:

  • Der Vibe-Check: Nicht jeder Club ist gleich. Während in Berliner Techno-Instanzen Lack und Leder zum guten Ton gehören, kann das gleiche Outfit in einem Mainstream-Club deplatziert wirken. Informiere dich vorab über den Dresscode und die Philosophie der Location.
  • Kein Konsens, kein Fetisch: Das ist der wichtigste Punkt. Wer seinen Fetisch offen auslebt, macht Unbeteiligte oft unfreiwillig zu Statisten. Wenn dein Fetisch darauf basiert, gesehen zu werden (Exhibitionismus), überschreitest du die Grenze zur Belästigung, sobald dein Gegenüber nicht ausdrücklich zugestimmt hat.
  • Die Awareness-Regel: Viele Clubs haben mittlerweile Awareness-Teams. Wenn du dir unsicher bist, ob dein Verhalten oder Outfit den Rahmen sprengt, such das Gespräch. Gleichzeitig gilt: Wer sich durch das Verhalten anderer unwohl fühlt, sollte dies dem Personal melden.
  • Spezialisierte Orte nutzen: Wenn du die volle Erfahrung suchst – inklusive expliziter Handlungen –, sind klassische Fetisch-Partys oder Clubs wie das KitKat die bessere Wahl. Dort wissen alle Gäste, worauf sie sich einlassen.

Fazit: Selbstentfaltung ist super, solange sie nicht die Grenzen anderer verletzt. Ein Club ist ein gemeinschaftlicher Raum, kein privates Schlafzimmer.

Quelle: VICE

Schlagzeilen-Kolumne: Von Opfern und Tätern oder so ähnlich

Zurzeit gibt es auf Fetlife.com gerade zwei spannende Diskussionen zu zwei Seiten eines alten Problems, nicht nur innerhalb der SM-Szene. In der einen Diskussion geht es um ?Predators?, im engeren Sinne also die menschlichen Raubtiere, die auf der Jagd nach Beute sind und wie Veranstaltungen sicherer werden können, damit es diese Raubtiere nicht mehr so leicht haben ein Opfer zu finden.
In der anderen Diskussion geht es um den Anteil der ?Opfer?. Also darum, warum diese Personen Warnungen aus dem Wind schlagen, sich in Gefahr begeben und damit eben auch eine Verantwortung für die Situation haben.

In keiner der Diskussionen geht es darum, …

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Schlagzeilen-Kolumne: Warum uns Orlando besonders angeht

Ja, in Orlando traf es einen Club, der hauptsächlich von Lesben, Schwulen, Transgender und ihren Freundinnen und Freunden besucht wurde. Und solche Clubs, in denen Menschen mit gleichen – vom Mainstream abweichenden – Interessen unter sich sein können, waren schon immer Rückzugsorte, Schutzzonen, in denen man ohne Angst vor seltsamen Blicken, Anpöbeleien oder gar körperlichen Angriffen so sein konnte, wie man sich fühlt.

In einer Welt, in der Händchen oder sich küssende Paare etwa gleichen Geschlechtes immer noch damit rechnen müssen, dass es zu negativen Reaktionen ihrer Umwelt kommt, sind diese Rückzugsorte notwendig und für manch einen überlebenswichtig.
Auch wenn man in Europa …

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25. Wave-Gotik-Treffen – Eine Nachlese

„Das Ich“ auf dem 25. Wave-Gotik-Treffen

Kaum zu glauben, aber vom 13.05.2016 bis 16.05.2016 bereits fand zum 25. Mal das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig statt. Im Jahr 1992 unter dem Name „Wave-Gothic-Treffen“ mit 8 Bands gestartet hat sich das WGT zu einem der weltweit größten Musik- und Kulturfestival der Alternativen und schwarzen Szene entwickelt. Mit „Das Ich“ trat 2016 sogar eine Gruppe des allerersten WGT Lineups von 1992 zum 10. Mal auf dem WGT auf.

Mit 243 Künstlern und 75 offiziellen Veranstaltungsorten war das Programmheft diesmal so voll das es in zwei Teilen gedruckt wurde und trotz immenser Größe fast nur mit der Lupe lesbar war.

BELANTIS – Das AbenteuerReich zum WGT 2016

Los ging es dieses Jahr aber eigentlich schon einen Tag vorher. Bereits am Donnerstag öffneten das Belantis zur Auftaktveranstaltung mit einem Höhenfeuerwerk seine Tore. Rund 10.000 Besucher nutzen bis in den Morgen alle (geöffneten) Attraktionen und feierten auf 4 verschiedenen Floors. Damit hatten aber wohl die Organisatoren des Belantis nicht gerechnet und so wurde zumindest die Essensversorgung ab 1 Uhr bereits zum Engpass. Ein weiterer Kritikpunkt war das leider für Kinder relativ wenig geboten war obwohl etliche Familien wohl anderes gehofft hatten. Auch hat das kassieren von Parkgebühren durchaus ein „Geschmäckle“ hinterlassen da sonst auf dem Parkplatz keine Parkgebühren erhoben werden.

Viktorianisches Picknick im Clara-Zetkin-Park

Bei strahlendem Sonnenschein fand dann am Freitagnachmittag das mittlerweile legendäre Viktorianische Picknick im Clara-Zetkin-Part statt. Hier trafen man sich wieder, extravagant gekleidet, fantasievoll im viktorianischen, Steampunk oder Dark-Romantik-Look zum gemeinsamen Picknick und zum Sehen und gesehen werden. Leider hat sich 2015 ein Teil der Picknick Besucher abgespaltet und haben auch 2016 wieder ein Victorian Village in der Arena des Panometer veranstaltet. Am Andrang im Clara-Zetkin-Park hat sich aber merklich nichts geändert.

Konzert Welle: Erdball

Wie man es zu einem 25. Jubiläum erwarten konnte waren besonders viele namhafte Künstler vertreten und machten die Auswahl der Konzerte noch schwieriger als sonst. Auffällig war das frühe letzte Konzert am Sonntag von Mesh im Kohlrabizirkus, wer hier eine Überraschung vermutete wurde mit einem Konzert von Welle:Erdball belohnt. Und so war das ganze WGT Programm dieses Jahr mit vielen kleinen und größeren Perlen geschmückt.

Außenperformance Schmerzmöbel

Und natürlich waren wir auch in diesem Jahr für euch wieder auf der Obsession Bizarr dabei. Noch bevor es im Volkspalast los ging, zeigte Schmerzmöbel im Außenbereich wieder eine ihrer aufwändig und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Shows. Exklusive Bilder dazu gibt es hier.

Die Obsession Bizarr war wie immer gut gefüllt. Der Einlass läuft seit ein paar Jahren reibungslos und so kommt es immer seltener zu Problemen. Die Huppelhalle des Volkspalastes füllte sich schnell und die Party ging pünktlich los. Im Laufe des Abends folgenden dann 6 Bühnenshows. Bella Holmes Fashion Art inszenierte ihre Dessous Modenschaut mit viel akrobatischem Stangentanz. Später ließ Dan von Hoyel buchstäblich eine Latex-Puppe an Seilen tanzen. Für eine Show von Dan unspektakulär aber trotzdem schön anzuschauen. Die Hüllen, zumindest teilweise, lies dann Samira in ihrer Burlesque Show. Danach zeigt uns Anne Marie Kot, die 2-fache Weltmeisterin im Stangentanz in einer atemberaubenden Show oh können. Eine sehr ästhetische Bondageshow mit Gesangsdarbietung war dann etwas später von The Sinderellas & Vita Minima zu sehen. Und zu guter letzte zeigte uns Tourniquet Costume Art in seiner Modenschau aufgefallene „tierische“ Kostüme.Die Playrooms waren wie immer von Anfang an gut besucht und so bildete sich teilweise eine lange Warteschlagen am Einlass zum Spielbereich.

Heidnisches Dorf

Wer unsere Berichte in den letzten Jahren verfolgt hat weiß, dass wir auch immer auf ein Ohr für die Stimmung untern den Besuchern haben und versuchen in Gesprächen das ganze etwas herauszuhören. Dieses Jahr hatten wir den Eindruck das WGT ist endlich „angekommen“. Der Sturm und Drang der vergangenen Jahre hat sich gelegt und es ist alles viel unaufgeregter geworden. Auch in den Medien wurde weniger sensationsheischend sondern mehr begleitend und erklärend berichtet. WGT Guides, Ausflugstipps und vieles mehr war beinahe schon ein normaler Bestandteil in regionalen Zeitungen und in überregionalen Medien. Organisatorisch gab es offenbar dieses Jahr auch keine nennenswerten Probleme. Das „Heidnisches Dorf“ als Alternative für Tagesgäste die kein Festivalbändchen kaufen wollen, ist inzwischen fester Bestandteil des Konzeptes und dem wird durch deutliche Erweiterung des Konzertangebotes, Bühnentechnik und auch durch Ausbau der Kassen am Eingang Rechnung getragen.

Alles in allem war das WGT 2016 für uns eines der anstrengendsten (was das Pensum der Veranstaltungen begrifft) aber auch eines der entspanntesten (was Organisation und Stimmung betrifft) Treffen von dem wir bisher berichtet haben. Nur eins werden wir vermutlich nie verstehen: Warum gehört „absaufen“ eigentlich zum Pflichtprogramm auf dem WGT Zeltplatz?

Kanadische Studie zeigt das BDSM Neigungen offenbar ziemlich normal sind

Der Focus berichtet in seiner Onlineausgabe über eine kanadische Studie in der Wissenschaftler 1040 Personen nach ihren sexuellen Vorlieben befragt haben.

Danach gaben fast die Hälfte der Befragten sexuelle Vorlieben an die als „abnormale“ sexuelle Neigungen im Sinne des „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM) gelten. Am häufigsten wurde Voyeurismus, gefolgt von Fetischismus, Frotteurismus und Masochismus angegeben.

Quelle: Focus

Schlagzeilen-Kolumne: Die Sex-Gefahr

Passend zur aktuellen Sperrung meines Facebook-Accounts, ist die Aktualität dieses Themas schon lange in meinem Hinterkopf.

In den 70er und 80er-Jahren erschien Nacktheit als etwas Natürliches. Die Kunst bediente sich des nackten Körpers sowohl im Theater als auch im Film. Der nackte Mensch verkörperte in erster Linie genau das: Einen Menschen bar jeder Kleidung, die einen Rückschluss auf gesellschaftliche Stellung, Beruf oder Attitüde möglich gemacht hätte. Der Mensch reduziert auf sein Menschsein, seinen bloßen Körper, war mehr als eine Provokation. Es war der bewusste Schritt, den menschlichen Körper in seiner Vielfalt zu zeigen und auch dass die Form des Körpers wenig aussagt, …

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