Lustschmerz: Markieren von Seilen

– Seile präparieren oder eher doch nicht?

 

Es gibt einiges an Anleitungen im Netz wie wir Seile von der Rolle des Seilers unseres Vertrauens zu Bondageseilen verarbeiten können um sie möglichst weich und anschmiegsam zu gestalten.

Nicht nur gibt es wahrscheinlich hunderte solcher Anleitungen (Waschen, Schneiden, trocken, einreiben), es gibt auch jede Menge Tipps zum Thema „Welches Mittel benutze ich nach dem Behandeln zum einreiben?“ Das geht bei Bienenwachs los, über Nerzöl bis hin zu Babyöl und vieles mehr.

Nach einigen experimentalphysikalischen Selbstversuchen, Testreihen und Fehlschlägen wurde eine Methode gefunden die am ökonomischsten erscheint. Ökonomisch bedeutet, dass man ein gutes Ergebnis mit akzeptablen, also möglichst wenig Aufwand, erhält. Sie funktioniert gut mit Juteseilen japanischer Herkunft und ihre Zusammenfassung ist folgende, dabei ist wichtig sich Zeit zu lassen und Spaß zu haben.

Die 0-Aufwand-Seil-O-Preparationsmethode:

 

Man hat drei verschiedene Gruppen von Seilen. Die erste Gruppe kommt frisch geschnitten von der Rolle. Rollen nehmen, 8 Meter abmessen?“ am besten über ein Masterseil welches nie benutzt wird?“ den Endknoten rein und fertig. Diese frischen Seile sind neu, rau, störrisch und nicht dafür geeignet direkten Kontakt zur Haut aufzunehmen da sie eine erhöhte Verletzungsgefahr bergen?“ der Schmirgelpapiereffekt. Seile dieser Gruppe verwendet man nur als Haupttrageseile oder als Verlängerungen zwischen zwei Karabinern innerhalb von Hängebondages. Diese Seile sind durch einen langen Pinsel am Endknoten gekennzeichnet. Sie verbleiben in dieser Gruppe bis sie durch das ständige Benutzen soweit geweicht und abgerieben wurden, dass sie auch direkt auf die Haut können ohne selbige zu verletzen.

Seile, die den Zustand „neu“ hinter sich haben, soweit weich und frei von Spliss sind, kommen in die zweite Gruppe. Diese Seile können auf die Haut und sind für alle anderen Zwecke ebenfalls sehr gut geeignet. Diese Seilgruppe kennzeichnet man durch einen sehr kurzen Pinsel direkt am Knotenabschluss.

Diese Seile altern weiter durch ihre regelmäßige Benutzung. Sie werden mit der Zeit immer weicher, der Drill lässt nach und sie bekommen eine fast schon seidige Weichheit. Dadurch steigt die Gefahr eines Seilbruchs im Laufe der Zeit. Selbstverständlich sind alle Seile regelmäßig auf Schänden zu kontrollieren. Stellt man Schäden fest welche die Reißfestigkeit des Seiles negativ beeinflussen, z.b. gerissene Litzen, sortiert man diese aus und verwendet sie nicht mehr als Bondageseil. Diese Nicht-mehr-Bondageseile bilden die dritte Gruppe.

Quelle: Lustschmerz

Lustschmerz: Markieren von Seilen

– Seile präparieren oder eher doch nicht?


Es gibt einiges an Anleitungen im Netz wie wir Seile von der Rolle des Seilers unseres Vertrauens zu Bondageseilen verarbeiten können um sie möglichst weich und anschmiegsam zu gestalten.

Nicht nur gibt es wahrscheinlich hunderte solcher Anleitungen (Waschen, Schneiden, trocken, einreiben), es gibt auch jede Menge Tipps zum Thema „Welches Mittel benutze ich nach dem Behandeln zum einreiben?“ Das geht bei Bienenwachs los, über Nerzöl bis hin zu Babyöl und vieles mehr.

Nach einigen experimentalphysikalischen Selbstversuchen, Testreihen und Fehlschlägen wurde eine Methode gefunden die am ökonomischsten erscheint. Ökonomisch bedeutet, dass man ein gutes Ergebnis mit akzeptablen, also möglichst wenig Aufwand, erhält. Sie funktioniert gut mit Juteseilen japanischer Herkunft und ihre Zusammenfassung ist folgende, dabei ist wichtig sich Zeit zu lassen und Spaß zu haben.

Die 0-Aufwand-Seil-O-Preparationsmethode:


Man hat drei verschiedene Gruppen von Seilen. Die erste Gruppe kommt frisch geschnitten von der Rolle. Rollen nehmen, 8 Meter abmessen?“ am besten über ein Masterseil welches nie benutzt wird?“ den Endknoten rein und fertig. Diese frischen Seile sind neu, rau, störrisch und nicht dafür geeignet direkten Kontakt zur Haut aufzunehmen da sie eine erhöhte Verletzungsgefahr bergen?“ der Schmirgelpapiereffekt. Seile dieser Gruppe verwendet man nur als Haupttrageseile oder als Verlängerungen zwischen zwei Karabinern innerhalb von Hängebondages. Diese Seile sind durch einen langen Pinsel am Endknoten gekennzeichnet. Sie verbleiben in dieser Gruppe bis sie durch das ständige Benutzen soweit geweicht und abgerieben wurden, dass sie auch direkt auf die Haut können ohne selbige zu verletzen.

Seile, die den Zustand „neu“ hinter sich haben, soweit weich und frei von Spliss sind, kommen in die zweite Gruppe. Diese Seile können auf die Haut und sind für alle anderen Zwecke ebenfalls sehr gut geeignet. Diese Seilgruppe kennzeichnet man durch einen sehr kurzen Pinsel direkt am Knotenabschluss.

Diese Seile altern weiter durch ihre regelmäßige Benutzung. Sie werden mit der Zeit immer weicher, der Drill lässt nach und sie bekommen eine fast schon seidige Weichheit. Dadurch steigt die Gefahr eines Seilbruchs im Laufe der Zeit. Selbstverständlich sind alle Seile regelmäßig auf Schänden zu kontrollieren. Stellt man Schäden fest welche die Reißfestigkeit des Seiles negativ beeinflussen, z.b. gerissene Litzen, sortiert man diese aus und verwendet sie nicht mehr als Bondageseil. Diese Nicht-mehr-Bondageseile bilden die dritte Gruppe.

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Lustschmerz: Hängen mit Ring oder Karabinern

Eine sichere Suspension mit Alternativ-Techniken

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Viele werden wohl das Material nutzen das derjenige nutzt von dem sie Hängebondage gelernt haben. Oder das Material mit dem sie sich an individuellsten mit fühlen.

Mittlerweile sind ja jede Menge Bondageringe auf dem Markt. Das beginnt bei einfachen Metallringen in größerer oder kleinerer Ausführung. Manchmal sieht man darin auch eine Triskele im Kern des Ringes untergebracht. Es gibt Holzringe, auch solche mit solidem Metallkern an denen man auch Autos hängen könnte (wurde als Test auch mal gemacht) und einer Metallöse zum Anbringen. Und nicht zu guter letzt gibt es auch die Technik mit den Karabinerhaken.

Das Einfachste ist zunächst aber eine Seilschlinge. Bei den sogenannten Bodentechniken des Shibari sind es nur Seilschlingen, die dazu dienen dass ein einzelnes Seil ein Körperteil in der Höhe hält. Die Schlingen sind sinnvollerweise an einem Querbalken befestigt und in Griffhöhe angebracht, so das man sie aus der sitzenden Position leicht erreichen kann. Wer will und kann, kann diese beiden benötigten Schlingen mit einem Seil und zwei Palstegs erzeugen. Die Anleitung für einen Palsteg findet man im Internet oft auf Feuerwehr- oder Seglerseiten. Eine Schlinge geht um den Balken und eine hängt herunter um das Hängeseil auf-zunehmen. Aber es geht auch einfacher mit zwei sich verkeilenden Überhandknoten. Also einer nach rechts zugezogen, ein weiterer nach links zugezogen. Es ist ja nicht viel Gewicht drauf, da das bis maximal einer Semisuspention genutzt wird. Auch die Reibung zwischen den Seilen wäre für eine Vollsuspention zu groß.

Wer im Besitz eines Bondagerings ist, der wird wissen wie schnell sich Seile auch überlagern können und dann bremst das Seil auch unweigerlich stark ab. Bei einem Bondagering sollte man wissen wo welche Seile hingehören um einen sauberen Ablauf zu erreichen. Dabei ist es egal, ob der Ring aus Holz oder Metall ist. Wer unsicher mit dem Befe-stigen des tragenden Seils ist, also das zwischen Decke und Ring, kann sich einen Bondagering mit einer angeschweißten Metallöse besorgen und dann einfach einen Karabiner und eventuell einen Drehschäkel einsetzten. Den Drehschäkel (z.B. aus dem Klettersport mit 26kN Bruchlast – ca. EUR 40.– ) deshalb weil sich ansonsten die Seile eindrehen und die Tragfähigkeit dieser beeinträchtigt wird, dieses gilt besonders bei starker Zentifugalkraft. Es gibt Drehschäkel für Sportschiffe, aber auch für den Kletterbereich.

Viel einfacher als auf sich überlagernde Seile zu achten sind Karabiner. Hier und da habe ich es schon gehört das einzelne Bondager keinen genauen Plan des Ablaufes ihrer Hängebondages haben und das machen was gerade in den Sinn kommt. Dabei geht bei manchen der Überblick

verloren wo welches Seil läuft. Für alle diejenigen ist der Umgang mit den Karabinerhaken eine gute Lösung. Hat man ein Seil durch einen Karabinerhaken eingehängt und dieses Hängeseil gesichert, nimmt man durch diesen Karabiner den nächsten Karabiner für das nächste Seil und beim darauf folgenden Seil wieder einen neuen Karabinerhaken. Es entsteht eine Karabinerkette bei dem jeder Karabiner ein einziges Seil und einen weiteren Karabiner führt. Die Folge: keine übereinander gelegten Seile führen zu einem unkontrollierten Abbau der Suspention.

Für das intime Spiel mit den Seilen ist es eine schöne Sache nur mit Seilschlaufen zu hantieren. Wer aber höher hinaus will sollte sich 4-5 Karabinerhaken aus dem Klettersport! oder einen Bondagering und eventuell einen Drehschäkel seiner Wahl besorgen. Und last but not least ?“ ein Sicherheitsmesser oder eine Sicherheitsschere sollte natürlich immer in der Nähe greifbar sein. Gutes Gelingen!

Quelle: Lustschmerz

Rekordergebnis dank „Shades of Grey“

Nach inoffiziellen Angaben hat die Bertelsmann Tochter Random House das Geschäftsjahr 2012 mit einem Rekordergebnis von 300 Millionen Euro (vor Zinsen und Steuern) abgeschlossen. Mit 70 Millionen (allein in Deutschland 5,9 Millionen) verkauften Exemplaren dürfte die „Fifty Shades“-Trilogie einen großen Teil dazu beigetragen haben, lag doch das Ergebnis 2011 bei 185 Millionen Euro. Das Gesamtergebnis des Konzerns stagniert aber wie bereits Ende Januar bekannt gegeben ein rund 1,7 Milliarden Euro.

Quelle: Internet

Böse Geschichten & schmutzige Fotos Nr. 33 erschienen

51XPSbYKR4L._SL500_Am 28. Februar 2013 ist im Hamburger Charon-Verlag der 33. Band der Reihe „Böse Geschichten & schmutzige Fotos“ erschienen.

Er enthält auf 84 Seiten 9 lesenswerte, bisher unveröffentlichte Geschichten von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren, die mal lustig, mal böse Fantasien und Erlebnisse aus der Welt sadomasochistischer Liebe beschreiben. Illustriert mit meist ganzseitigen Fotos:

  • Jasmins Entscheidung
  • Frau Abgeordnete hat Durst
  • Die Geilpraktikerin
  • Hure der Lady
  • Es ist immer das Gleiche
  • Trockener Efeu
  • Parkbank, 19 Uhr
  • Schmach und Schande
  • Die Piratinnen

Titel: Böse Geschichten & schmutzige Fotos Nr. 33
Preis: EUR 17,50
ISBN: 978-3-931406-74-5

Dieser Band kann außer über den bekannten Verkaufsstellen selbstverständlich auch über den Onlineshop der Schlagzeilen bestellt werden.

Für weitere Infos:

Charon-Verlag – Schlagzeilen
Postfach 30 4199, 20324 Hamburg
Tel.: +49(0)40-313290
Fax: +49(0)40-313204
Web: http://www.schlagzeilen.com
E-Mail: redaktion@schlagzeilen.com

Quelle: SWL

Buchneuerscheinung: „Selbstkonzept“

Vor kurzem ist Joe Wagners zweiter Roman „Selbstkonzept“ erschienen und kann im Handel oder bei gängigen Onlineshops bestellt werden.

Nachstehend eine Kurzbeschreibung dieses Romans:

„Die Zeiten, in denen Harald Bach seine sadomasochistischen Bedürfnisse hinterfragte, gehören der Vergangenheit an. Er fühlt sich wie neugeboren an der Seite seiner Freundin Ingrid, die frisch, fröhlich und frei SM praktiziert und dabei keinen Widerspruch zu ihrem Hang zur Kirche sieht.

Doch wie lebt es sich damit in der Gesellschaft? Er sucht nach Normalität im Anderssein in den Spannungsfeldern seines Alltags, bei seinem Job in der Tagesstätte, in der Kirche, im familiären Rahmen sowie in der SM-Szene und trifft überall auf die Wirkungsweise von Vorurteilen – auch bei sich. Phasenweise verstrickt er sich in dieselben Widersprüche, die er in seiner Umwelt ausmacht und findet sich am Ende gar nicht so anders als den Durchschnitt seiner Mitmenschen.

Joe Wagners zweiter Roman, in den Erfahrungen mit seinem Coming-Out, sowie einige bereits veröffentlichte Kurzgeschichten eingeflossen sind, ist als Fortsetzung seines Erstlings „Die Umkehrung“ konzipiert. Durch seinen subjektiven Insiderblick auf die Szene will er kritische Denkanstöße geben, aber auch Lesern ohne eigene Affinität zu SM die Spannung vermitteln zwischen der Akzeptanz der eigenen Neigung und der Erfahrung, dass man sich durch Vorurteile nicht davon abbringen lassen darf, weil diese auch in einer angeblich freizügigen Gesellschaft Teil der Normalität sind.“

Über den Autor:

Joe Wagner, Jahrgang 1968, ist Dipl. Sozialpädagoge und in einer großen Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung tätig. Der gläubige Christ und Kirchgänger moderiert einen Gesprächskreis für Sadomasochisten und empfindet sich zwischen den Polen der BDSM-Subkultur und der Gesellschaft. Sein Anliegen ist es, in diesem Spannungsfeld zu vermitteln.

  • Titel: „Selbstkonzept“
  • Autor: Joe Wagner
  • Paperback, 296 Seiten
  • ISBN 978-3-8482-5780-5
  • Verkaufspreis: EUR 18,90
  • Verlag: BoD – Books on Demand, 22848 Norderstedt

für weitere Infos:

Web: http://selbstkonzept.sundmehr.de/

E-Mail: sundmehr@gmx.de

Quelle: SWL

Böse Geschichten & schmutzige Fotos Nr. 32 erschienen

Böse Geschichten & schmutzige Fotos 32Am 19. November 2012 sind im Hamburger Charon-Verlag Verlag der 32. Band der Reihe „Böse Geschichten & schmutzige Fotos“ erschienen.

Er enthält auf 84 Seiten 10 lesenswerte, bisher unveröffentlichte Geschichten von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren, die mal lustig, mal böse Fantasien und Erlebnisse aus der Welt sadomasochistischer Liebe beschreiben. Illustriert mit meist ganzseitigen Fotos:

  • Spur der Steine oder mein Herz brennt
  • Die Zähmung des Widerspenstigen
  • Wenn Engel singen und der Teufel dabei flüstert
  • Machtspiele
  • Die Abteilungsleiterin
  • Der Stolz einer Sklavin
  • Keksfüllung
  • Elena
  • Späte Rache
  • Der Überraschungsgast

Titel: „Böse Geschichten & schmutzige Fotos Nr. 32“
Preis: EUR 16,90
ISBN: 978-3-931406-73-8

Dieser Band kann ausser über den bekannten Verkaufsstellen selbstverständlich auch über den Onlineshop der Schlagzeilen bestellt werden.

Für weitere Infos:
Charon-Verlag – Schlagzeilen
Postfach 30 4199, 20324 Hamburg
Tel.: +49(0)40-313290
Fax: +49(0)40-313204
Web: http://www.schlagzeilen.com
E-Mail: redaktion@schlagzeilen.com

Quelle: SWL

Aufhebung der Indizierung von „Der Leibwächter von Gor“

Der Leibwächter von GorMit Entscheidung vom 18. September 2012 wurde durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) das Taschenbuch „Der Leibwächter von Gor“ aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Titel: Der Leibwächter von Gor
Autor: John Norman,
Taschenbuch Nr. 4179 Reihe Fantasy, Wilhelm Heyne Verlag, München

Die Indizierung erfolgte durch Entscheidung Nr. 3064 (V) vom 16. Oktober 1987, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 205 vom 31. Oktober 1987 wegen „sittlicher Gefährdung von Kindern und Jugendlichen“, etwaiger „Frauendiskriminierung“ sowie würde dieses Werk einen Anreiz für „Gewalttätigkeiten gegen Frauen“ darstellen.

Die Aufhebung der Indizierung erfolgte lt. Entscheidung Nr. A 265/12 vom 17. September 2012 (Pr.674/12).

Quelle: Pornoanwalt

Schlagzeilen-Kolumne: Wohin geht das Erotik-Business?

Gestern war ich auf der größten deutschen Fachhandels-Erotikmesse, der Erofame, ein reines B2B-Event, das heißt hier gab es keine Kamera schwingenden Spanner, keine leicht bekleideten Porno-Film-Sternchen und keine Shows. Stattdessen Business ? also Herren und auch ein paar Damen in mehr oder weniger seriösem Outfit, die mit entspannten Mienen, die Einkäufe für die nächsten Monate tätigten.
Ausgehend von der angebotenen Produkt-Palette scheint Innovation sich in diesem Bereich zum größten Teil auf noch eine neue Form für Dildos und Vibratoren zu reduzieren.
Natürlich gab es die original ?Fifty Shades of Grey?-Collektion, mit den zwar hochglänzenden, aber billigen ? da schlecht gemacht ? Handschellen. Ich …

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Buchvorstellung: Flieg mit mir, mein Schwarzer Schwan!: Faszination Latex

Heuernte, Kirche und Sozialismus  – Die biographischen Hintergründe

image004Edyta Zaborowska  wurde 1970 in einem kleinen Dorf in Südostpolen geboren. Neben sonntäglichem Kirchgang, landwirtschaftlichem Ernterhythmus und Kriegsrecht wurde ihre Kindheit, Jugend und Erziehung vor allem durch den allgegenwärtigen Sozialismus und  der Mangelwirtschaft in Polen geprägt. Dass sie mit den Autoritäten anderer nicht allzu viel im Sinn hat, das merkte Edyta schon im frühen Kindesalter. Oftmals stellte sie die Geduld der Lehrer auf eine harte Probe, weil das Mädchen an der ersten Schulbank vor dem Pult wieder einmal die sozialistische Ordnung anzweifelte und sich sämtlichen „freiwilligen“ Aktivitäten für die Einheitspartei entzog. Weitaus lieber waren ihr hingegen die vielen Nachmittage auf dem kleinen elterlichen Hof. Sie lernte, mit Sense, Pferdepflug und Dreschflegel umzugehen. Und wenn wieder einmal ein Gerät defekt war, dann wurde eben improvisiert. „Bei der sozialistischen Mangelwirtschaft wurde mir schon als Kind klar, dass man mit anpacken muss, um dort einigermaßen Leben zu können.“ Neben dem Umgang mit landwirtschaftlichem Gerät ermöglichten die Eltern ihr auch den Zugang zur Musik.

Ihre schulischen Leistungen waren mit einem glatten 1,0-Durchschnitt so gut, dass man ihr ein Studium der Musik und Kunst nicht verwehrte. „Glücklicherweise hatte mein rebellisches Verhalten gegenüber Staat und Kirche keine negativen Auswirkungen.“ Nach dem Umschwung im Osten erkannte sie ihre Chance und siedelte nach Deutschland über. „Niemand aus der Familie und dem Dorf war begeistert von meinem Vorhaben. Man fragte mich, ob ich keinen Patriotismus hätte. Übrigens sind alle diejenigen, die zu der Zeit noch von Patriotismus redeten, mir Jahre später in den Westen gefolgt!“

So fuhr sie gegen den Willen ihres Umfeldes und ohne Kenntnisse in der deutschen Sprache nur mit ein paar US-Dollar und einer kleinen Reisetasche nach Deutschland. „Der Busfahrer ließ mich an einer Autobahnraststätte bei Köln aussteigen, von wo aus ich eine entfernte Verwandte anrief!“ Eine Odyssee durch Auffanglager und Wohnheime folgte. Die deutsche Sprache erlernte sie schnell. „Wer die polnische Sprache mit ihren sieben Fällen und der komplizierten Deklination kennt, der empfindet das Erlernen der deutschen Sprache als einfach.“

Ein Leben voller Veränderungen und beruflicher Neuorientierungen folgte. Nach schweren Schicksalsschlägen folgten Phasen der Resignation  und Verzweiflung.  In diesen Wirren gab ihr besonders ihr musikalisches Talent halt, auf das sie immer wieder zurückgriff, wenn es einmal wieder ganz schlimm lief.

image002„Etwas mehr Ruhe trat erst in mein Leben, als ich meinen jetzigen Mann kennen und lieben lernte. Doch es stand etwas zwischen uns, was mit meiner Erziehung und Moral nicht so richtig vereinbar war. Eines Tages hatte er eine Art „Coming out“ und beichtete mir seine Vorliebe für BDSM, Fetisch, Dominanz und Latexwäsche. Offensichtlich hatte er das schon lange mit sich herumgetragen und sich nicht getraut, es mir zu sagen, zu viele Verlustängste saßen da noch in ihm. Die Einbeziehung dieser Elemente in das Sexualleben war aber undenkbar für mich, zu sehr hatten mich bis dahin meine Erziehung und Vergangenheit geprägt! BDSM und sexueller Fetischismus waren für mich vollkommen neue Begriffe, mit denen ich kaum etwas anzufangen wusste. Hinter BDSM hätte ich wohl eher die Abkürzung einer politischen Splitterpartei vermutet. Er ließ aber nicht locker und eines Tages sprang ich über meinen eigenen Schatten und wagte den Sprung ins eiskalte Wasser. Dieses Erlebnis sollte mein Leben vollkommen auf den Kopf stellen, denn es trat eine Lawine in mir los, die nicht mehr aufgehalten werden konnte. Mir gefiel das Spiel mit sexueller Macht und Unterwerfung und ich und konnte und wollte nicht mehr darauf verzichten. Die Latexwäsche wurde mein unverzichtbares Accessoire zur Untersteichung meiner Dominanz, die ich begann, immer mehr auszuleben!“

„Doch auch auf mein privates Leben hatte diese Änderung seine Auswirkungen. Meine Zeiten als zurückhaltende graue Maus waren plötzlich vorbei. Mein Auftreten und meine Präsenz wurden selbstbewusster und eleganter, und es stellte sich nicht zuletzt dadurch auch plötzlich beruflicher Erfolg ein. Auch war es mir nun möglich geworden, mit meiner Vergangenheit aufzuräumen, denn einige frustrierende Erlebnisse aus meinem Leben verfolgten mich noch immer. Erst jetzt hatte ich die Kraft und das Selbstbewusstsein, auch diese Quälgeister loszuwerden.“ 

Da BDSM von der Öffentlichkeit und den Medien noch immer oft als „bizarr“, „pervers“ oder „krank“ betrachtet wird, verbirgt sie diese Leidenschaft  vor Öffentlichkeit und Gesellschaft. Von der offenen Fetischszene und Subkulturen hat sie sich immer ferngehalten; sie lebt es lieber unerkannt im hohen Norden von Deutschland aus. Da die Gefahr der beruflichen und familiären Ausgrenzung  und Unverständnis zu groß wäre,  wählte sie bewusst die Form eines autobiographischen Romans. „Dadurch war es mir möglich, Realität mit Fiktionen zu verbinden. Ich konnte Namen, Orte und Zeiten ändern sowie einen echten Spannungsbogen aufbauen, einige Szenen konnte ich abschwächen, andere wiederum etwas überzeichnen. Außerdem wollte ich einen Schuss Mystery und eine Portion Humor einbauen. Etwas experimentiert habe ich auch mit den Erzählperspektiven und Zeiten, die sich passend zur Situation ändern. Ich habe mir da einfach einige Freiheiten herausgenommen!“

„Das ist mein erster Gehversuch als Autorin, der noch nicht einmal so geplant war. Ich wollte eigentlich nur ein Profil für ein Internetforum schreiben, was plötzlich vollkommen aus dem Ruder lief. Ich schrieb und schrieb, baute dann immer mehr Ideen und Fiktionen ein und plötzlich waren das fast zweihundert Seiten, die ich aufgeschrieben hatte. Dass das für ein Mitgliederprofil in einem Internetforum zu viel war, war offensichtlich und mir kam die Idee, daraus ein Buch zu machen. Ernüchterung stellte sich ein, als ich in Erfahrungsberichten aus dem Internet las, welch vergebliche Klinkenputzerei ein unbekannter Autor bei Verlagen machen muss. Erst mit „Book on Demand“ fand ich einen Verlag, bei dem ich einigermaßen risikolos mein Vorhaben durchführen konnte.“

Aus finanziellen Gründen wurde übrigens auch auf ein weibliches Modell für das Covermotiv und für eine Illustration im Buch verzichtet. „Für das horrende Honorar hätte ich gleich tausend Bücher mehr verkaufen müssen. Außerdem steckt in dem Buch so viel von mir, dass ich authentische Fotos von mir darin haben wollte. Also habe ich eben kurzerhand für mich Model gestanden.“

„Abschließend kann ich sagen, dass ich mir nicht nur meine Erlebnisse von der Seele schreiben wollte, sondern ich möchte auch anderen Frauen den Mut geben, Grenzen zu überschreiten, die ihr durch Erziehung, Ehe, Erlebnisse oder Elternhaus abgesteckt worden sind. Man (Frau) muss ja nicht gleich zu einer Domina werden, ich denke aber, dass in jeder Frau ein Schwarzer Schwan steckt, der hin und wieder ganz gern einmal geweckt werden möchte!“

Bibliographische Angaben
Autor: Edyta Zaborowska
Titel: Flieg mit mir, mein Schwarzer Schwan! – Faszination Latex
Verlag: Books on Demand
ISBN: 9-783848-204052
Format: Paperback, 196 Seiten
Preis: 13,90 EUR

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