Anträge zur Wortmarkenanmeldung „BDSM“, „CFNM“, „CMNF“ u. „Public Disgrace“ gestellt

Beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) wurden im April d.J. Anträge zur Markenanmeldung der Wörter „BDSM“, „CFNM“, „CMNF“ u. „Public Disgrace“ (s.u.) gestellt.

Eine Zulassung als Wortmarke obiger Begriffe würde für die sadomasochistische Subkultur verheerende Folgen haben und vermutlich für „Abmahner“ eine neue Einnahmensquelle erschließen, denn der Gebrauch dieser Begriffe sind in Veranstaltungsnamen, Profiltexten, Websiten, Printmedien, Forumsdiskussionen u.ä. üblich.

Laut der Registerauskunft besteht für diese Anträge der Status (Aktenzustand) „Anmeldung eingegangen“. Dies bedeutet, dass betreffend des Antrages beim DPMA noch keine Entscheidung getroffen worden ist, d.h. dass eine Ablehnung der betreffenden Wortmarken im Bereich des Möglichen liegt.

Gegen eine etwaige Eintragung kann binnen 3 Monaten ein Widerspruch eingelegt werden bzw. ein Antrag „Nichtigkeit wegen absoluter Schutzhindernisse“ kann gemäß § 50 (s.u.) Markengesetz bis zu 10 Jahren im Nachhinein gestellt werden.

Es wäre sicherlich von Vorteil wenn z.B. die BVSM e.V., andere BDSM-Organisationen oder Personen aus der BDSM-Szene, welche fundierte juristische Kenntnisse besitzen, sich dieser Sache annehmen würden.
Die BVSM hat dies jedenfalls in der Vergangenheit mit der Begründung

„dass der Begriff aufgrund eines allgemeinen Schutzhindernisses (mangelnde Unterscheidungsfähigkeit sowie Freihaltungsbedürfnis gem. § 8 Abs. 2 Nr. 1 und 2 MarkenG) nicht eintragungsfähig sei“ erreicht. Weitere Infos kann man den SWL-Meldungen vom 18.11.2003 und 13.10.2005 (s.u.) entnehmen.

„bdsm“ wurde jedoch im Jahre 2005 als Marke für den Warenbereich „Glasfasern für Isolierzwecke“ und NICHT automatisch auch für andere Bereiche in der Klasse 17, wie Gummiprodukte etc. (siehe u.a. SWL-Meldung vom 17.11.2005) eingetragen.

Links zur weiteren Info:

Wortmarke „BDSM“
https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/3020140195127/DE

Wortmarke „CFNM“
https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/3020140192705/DE

Wortmarke „CMNF“
https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/3020140193582/DE

Wortmarke „Public Disgrace“
https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/3020140192667/DE

Wikipedia-Eintrag zum Begriff „Wortmarke“:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wortmarke

Wortlaut des § 50 Markenschutzgesetzes bei „dejure.org“:
http://dejure.org/gesetze/MarkenG/50.html%3E%20http://dejure.org/gesetze/Ma rkenG

SWL-Meldung vom 18.11.2003
http://www.schlagzeilen.com/de/news/1120.htm

SWL-Meldung vom 13.10.2005
http://www.schlagzeilen.com/de/news/1612.htm

SWL-Meldung vom 17.11.2005
http://www.schlagzeilen.com/de/news/1651.htm

Quelle: SWL

 

Schlagzeilen-Kolumne: Kultur-Schock

Eigentlich ist doch alles längst bekannt und hinreichend in den Medien ausgewalzt worden. Ob nun Piercings, Scarifications oder einfach Sadomasochismus. Das lockt doch niemanden mehr hinter dem Ofen vor.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen bekannt und dem das jemand selbst damit konfrontiert ist. Dazu drei Beispiele:
Vor einiger Zeit lernte eine Bekannte von mir einen netten Landwirt kennen (sie selbst lebt auch eher ländlich). Sie gehen zusammen aus und treffen sich ein paar Mal. Irgendwann ist es dann soweit, dass sie in Richtung Bett steuern. Sie zieht sich aus. Als er ihr doppeltes Klitvorhaut-Piercing sieht erschrickt er und verlässt fluchtartig …

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Schlagzeilen-Kolumne: Warum die Schlagzeilen gegen ein Verbot von einvernehmlicher Sexarbeit sind

Es ist immer wieder verblüffend, wie billig auf Seiten der Leute diskutiert wird, die gerne ein Verbot der Prostitution durchsetzen möchten. Da wird mit nicht verifizierten Zahlen um sich geschmissen, Pro-Sexarbeit Vertreterinnen als Bordell-Betreiber diffamiert, freiwillige Prostitution mit Zwangsprostitution in einen Topf geschmissen.
Auch wenn es nicht so differenziert betrachtet wird, aber jeder von uns, der für Bondage-Kurse oder SM-Lektionen Geld nimmt, der gegen Honorar auf der Bühne BDSM zeigt oder sich gegen Honorar im BDSM-Kontext fotografieren lässt, gehört auf die eine oder andere Art dazu.
Sexarbeit ist eben mehr als das wovon die Gegner reden.
Mir hat sich noch nie erschlossen, …

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Umfrage Forschungsprojekt „BDSM Sexualitäten“

In Kooperation mit der BVSM e.V. und der Hochschule Merseburg wurde am 1.Februar 2014  ein Forschungsprojekt gestartet, dessen Ergebnisse zum Ziel haben sollen, die gesellschaftliche Situation von BDSM- orientierten Menschen zu verbessern.

Federführend dabei ist Kerstin L., ihres Zeichens seit November 2013 Leiterin des Arbeitskreises Wissenschaft und Forschung der Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V..Kerstin hat Sozialwesen und Sexualwissenschaften studiert und arbeite seit langem wissenschaftlich zum Thema BDSM.

Nachstehend eine Beschreibung dieses Forschungsprojekts:

„Diese Umfrage findet in Kooperation mit der Hochschule Merseburg, Lehr- und Forschungsbereich „Angewandte Sexualwissenschaften“, und der Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V. statt und ist der erste Teil eines auf sechs Jahre angelegten Forschungsprojektes von Kirstin L..

Die Umfrage richtet sich ausschließlich an Menschen, deren sexuelle Orientierung unter dem Oberbegriff BDSM beschrieben wird.

Es werden neben Fragen nach der eigenen Rolle innerhalb gelebter Sexualität und der eigenen Beziehungsform auch Fragen gestellt, die Aufschluss darüber geben sollen, wie Menschen ihre BDSM-Neigungen ausleben. Einen weiterer Schwerpunkt dieser Befragung liegt auf Fragen nach einvernehmlichen (safe, sane, consensual) und nicht einvernehmlichen sexuellen Verhaltensweisen und Erlebnissen.

Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Lobbyarbeit leisten.

Die Umfrage findet absolut anonym statt, es werden keine Daten gespeichert, die Rückschlüsse auf Teilnehmer geben können. Es ist eine freiwillige Umfrage, die jederzeit beendet werden kann. Fragen, die Teilnehmer nicht beantworten wollen, können mit „weiter“ übersprungen werden – Insbesondere liegt der Fokus dieser Forschung darauf, noch vor einer Neufassung des ICD entscheidende Ergebnisse zu liefern die, in schriftlich fundierter Form vorgelegt, zu einer erneuten Diskussionsaufnahme innerhalb der Weltgesundheitsorganisation bezüglich der bisherigen Formulierungen unter F65 ICD10 wie z.b. „Sadomasochismus und Fetischismus“ führen soll.

Kurz gesagt: Wir wollen endgültig raus aus dem ICD!

Aus unserer Sicht ist es lang überfällig, dass BDSM unter dem Grundrecht der sexuellen Selbstbestimmung deutlicher verordnetet und diskutiert wird und sich Politik und Wissenschaften dieser Aufgabe gezielt annimmt.

Wir benötigen dazu leider auch Daten die belegen, dass wir statistisch gesehen völlig ?normal? sind, auch wenn man sich sicher darüber streiten kann, ob Fragebögen die Realitätswirklichkeit abbilden können oder nicht, ist es elementar Befragungen innerhalb der Szene zu machen.“

Für weitere Infos:

Web: http://bvsm.de/index.php/pro-bdsm/

E-Mail: ak-wifo@bvsm.de

Quelle: SWL

Schlagzeilen-Kolumne: Warum wir etwas zur Prostitutions-Debatte zu sagen haben …

Seit dem Aufruf von Frau Schwarzer zur Abschaffung der Prostitution gab es eine Flut von Artikeln, Interviews und Sendungen in denen ausführlich und besonders von Seiten der Befürworter dieses Aufrufs nicht gerade sachlich das Für und Wider diskutiert wurde.
Natürlich gibt es Zwangsprostitution und Frauenhandel und Frauen, die in ihrer finanziellen Notlage Prostitution als einzige Möglichkeit sehen, ihr Leben zu finanzieren.
Gegen Zwangsprostitution und Frauenhandel greifen bestehende Gesetze. Und es ist eine Illusion zu glauben, dass die Arbeit im Niedriglohnsektor immer eine frei gewählte ist ? was macht da das Anschaffen zu einer anderen Geschichte? Wir leben in einer Welt, in …

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Schlagzeilen-Kolumne: Schlauberger und andere …

Immer wieder bekomme ich Rückmeldungen von Leuten, die meist auf das Gleiche rauslaufen: Sie haben keine Lust mehr auf Partys zu gehen, weil sie sich nicht mehr sagen lassen wollen, dass dieses oder jenes falsch sei.
Früher waren es die Spanner und Voyeure, die manchen davon abhielten, auf den SM-Partys zu spielen. Zu eng rückte mancher von ihnen an die Session heran. Auch das meist lieblos wirkende Herumgespiele an den eigenen Genitalien, was mancher ungebetene Zuschauer wie selbstverständlich zelebrierte, irritierte manchen der Spielfreudigen.
Heute mehren sich ganz andere Sprüche: Eine echte Sklavin hat dies und das zu tun, deine tut das aber …

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Schlägerei mit Sicherheitspersonal auf einer SM-Party

Dortmunds größte Diskothek „Prisma“ veranstaltete am 11.05.2013 eine SM-Party auf der Szenen aus dem Erotik-Roman „Shades of Grey“ nachgespielt werden sollten. Ein Besucher erhebt nun schwere Vorwürfe gegen das Sicherheitspersonal nachdem ein „Fessel-Spiel“ eskalierte. Er war von einer Animateurin angesprochen worden und hatte zunächst zugestimmt sich ein ein Kreuz fesseln zu lassen. Die Situation geriet außer Kontrolle als er gefesselt bis auf die Unterhosen ausgezogen wurde, was so nicht abgesprochen war und ihm zu weit ging. Der Besucher versuchte sich zu befreien wobei es zu einer Beschädigung des Kreuzes kam. Das Sicherheitspersonal wertete das offenbar als aggressives Verhalten und schritten entsprechend ein wodurch der Besucher mehrer Prellungen und Blutergüsse erlitt wie später in einem Krankenhaus festgestellt wurde.

Ein Sprecher des „Prisma“ bestätigt den Vorfall, bestreitet aber die Darstellung des Besuchers. Viel mehr wäre er erst ausgerastet als seine Freundin auftauchte und er bis auf die Unterhosen entkleidet an dem Kreuz fixiert war. Er wäre dann handgreiflich gegenüber den Animateuren und der Security geworden. Auch sei er nicht geschlagen sondern nur auf dem Boden ruhig gestellt worden.

Der Besucher hat Anzeige erstattet und die Polizei ermittelt. Zeugen des Vorfalls sind aufgefordert sich bei der Polizei Dortmund zu melden.

Quelle: Internet

Lustschmerz: Was genau ist „Fetisch“?

„Fetisch“ leitet sich ab, von dem lateinischen Verb „facere“ und dem französischen Wort „fetiche“. „Facere“ bedeutet hierbei das „Machen“, wohingegen „Fetiche“ den „Zauber“ beschreibt. Für manche Menschen dreht es sich bei so einem Zauber aber nicht immer nur um den sexuellen Fetischismus, der zum Erreichen des Höhepunkts den Kontakt zum Fetisch voraussetzt. Einige Fetischisten werden dabei auch von Dingen oder Kleidungsstücken verzaubert, sofern sie sich auf eine ganz besondere Art und Weise dafür begeistern.

Das Phänomen des Fetischismus macht sich jedenfalls auf allen Kontinenten bei Männern wie bei Frauen bemerkbar.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Fetischismus“?

 

Leider wird der Begriff „Fetischismus“ oft negativ bewertet, obwohl es sich dabei um eine äußerst spannende und unterhaltsame, menschliche Eigenheit handelt. Die Fixierung auf etwas ganz Spezielles, wie einen gewöhnlichen Gebrauchsgegenstand oder ein alltägliches Kleidungsstück, ist bei jedem Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt.

Erwachsene verspüren diese Neigung beispielsweise dann, wenn sie sich nur für einen ganz speziellen Autotyp begeistern können oder wenn es um Kleidung geht. Manche Leute möchten auch einfach immer wieder dieselbe Hose anziehen, weil sie sich damit am Besten fühlen.

Natürlich kann Fetisch aber auch entarten und ins krankhafte Verhalten übergehen. Doch die Grenzen sind hierbei fließend. Solange der Betreffende dabei nicht unter seiner Neigung leidet oder Andere durch seine Neigung zu Schaden kommen, ist Toleranz der Schlüssel zur Befreiung von falschen Vorstellungen, die eigenen Bedürfnisse betreffend.

Wie kommt ein „Fetisch“ zustande?

In der Regel ist ein Fetisch mit Erinnerungen an längst vergangene Zeiten verbunden. Irgendein längst vergessenes Erlebnis, dass sich tief im Unterbewusstsein manifestierte, erlebt durch die Begegnung mit dem Fetisch eine Renaissance, über die sich der Fetischist allerdings nicht im Klaren ist. Das können sowohl negative als auch positive Erlebnisse gewesen sein. Dies zu erörtern gehört allerdings in den Arbeitsbereich eines erfahrenen Psychologen, der sich mit den Grundsätzen der Psychoanalyse befasst. Die wenigsten Fetischisten haben jedoch das Bedürfnis nach Ursachenforschung. Ihnen liegt viel mehr daran, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Zudem wird Fetischismus von den meisten Psychologen nicht mehr als therapiepflichtige Störung angesehen, sondern als Spielart menschlicher Sexualität. Nur in bestimmten Fällen brauchen Fetischisten wirklich Hilfe.

Neigungen des Fetischismus

 

Fetischismus ist eine stark auf das Ego abgestimmte Neigung. Hier finden Leute aller Art in einer globalen Vereinigung der außergewöhnlichen Vorlieben zueinander.

Bei Kleidungsstücken, die als Fetisch wahrgenommen werden, stehen Strümpfe, Schuhe und Dessous im Vordergrund. Danach folgen erst die Lederartikel mit Peitschen sowie enganliegenden Hosen und Röcken.

Ein weites Feld der Fetische stellen aber auch alle Gegenstände aus Gummi dar. Der Ganzkörperanzug aus Gummi ist hier zum Beispiel besonders beliebt, denn er verleiht dem Fetischist die Erinnerung an das Gefühl, das auf seine Entstehungsstadien zurück führt.

Viele Fetischisten bevorzugen wegen der starken Bezogenheit auf die orale und anale Entwicklungsphase auch Gegenstände, die man zur Pflege von Babies benötigt, wie Puder, Cremes, oder Windeln, die es ja auch für Erwachsene gibt, und natürlich Babyspielzeug.

Hin und wieder gehören jedoch auch einzelne Körperteile wie Haare, Füsse, die Hände und sogar Kunstglieder wie Prothesen sowie Perücken zu den Fetischobjekten.

Bei sexuell geprägtem Fetischismus spielen die Gegenstände eine wichtige Rolle, um die sexuelle Erregung zu entwickeln und zu steigern, um anschließend den Höhepunkt erleben zu können. Nicht selten findet man bei erektionsschwachen Männern eine ausgeprägte Vorliebe für bestimmte Fetische, die ihre Phantasie soweit anregen, dass sie erst dadurch zum Geschlechtsakt fähig sind. Anderen genügt es widerum, den von ihnen bestimmten Fetisch nur zu betrachten, um sexuelle Aktivität entwickeln zu können.

Natürlich gibt es auch Fetischisten, die keinen Gegenstand benötigen, sondern sich vorzugsweise an fremden Menschen reiben. Meist praktizieren sie dies in Bussen und Bahnen oder dort wo dichtes Menschengedrängel herrscht.

Einige Fetischisten werden auch von einem nicht mehr vorhandenen Glied angezogen, was sich bis hin zur sexuellen Erregung durch Verkrüppelung oder Amputation steigern kann.

Ausprägungen des Fetischismus

 

Fetischismus beinhaltet außer Sex aber auch noch stark religiöse Aspekte. Diese zeigen sich zum Beispiel im Tragen von Kettchen mit Kreuzanhänger, ohne das der Träger oder die Trägerin sich dabei unsicher fühlt. Genauso verhält es sich mit dem Tragen des Kopftuches, welches streng genommen auch nichts anderes als ein Fetisch ist.

In vielen Völkern, besonders den Naturvölkern, gelten Fetische desweiteren als Schutzsymbole für Haus und Hof. Andere Fetische werden widerum hergestellt, um Wünsche zu erfüllen. Schamanen arbeiten beispielsweise viel mit Fetischen, denn ihre Kunden werden so besser konditioniert, an die Kraft des Schamanen zu glauben. Dadurch wird sehr oft der Heilungsprozess, durch die Anregung der Selbstheilungskräfte, deutlich besser in Gang gesetzt.

Ursachen und Auftreten des Fetischismus

Über die Ursachen des Fetischismus gibt es verschiedene Theorien.

Beim Windelfetischismus wird zum Beispiel gemutmaßt, dass starke Liebesentbehrungen der Auslöser sind, oder die Eltern der Betroffenen ihre Kinder übertrieben früh zur Sauberkeit erzogen. Belege dafür gibt es jedoch nicht. Manchmal ist Fetischismus einfach das Symptom eines anderen psychischen Problems. Etwa, wenn ein Mensch große Schwierigkeiten bei sozialen Kontakten hat oder nicht zu einer festen Partnerschaft im Stande ist.

In diesem Fall behandeln Therapeuten primär dann aber nicht den Fetischismus, sondern die Beziehungsstörung.

Fetischismus tritt allerdings auch bei Sexualstraftätern auf. Das hängt oft damit zusammen, dass sie viel alleine sind. Umgekehrt bedeutet dies aber nicht, dass Fetischisten generell zu sexuellen Übergriffen neigen. Manche Patienten gehen auch nach der Lektüre veralteter Fachbücher noch immer verstört zum Psychiater, weil sie sich für abnormal halten.

Heutzutage sehen die meisten Psychotherapeuten Fetischismus aber nicht mehr als „pervers“ an. Denn eine Paraphilie oder „krankhafte sexuelle Abweichung“ liegt in den Augen der meisten Therapeuten nur dann vor, wenn bestimmte sexuelle Fantasien länger als sechs Monate immer wieder auftauchten und der Betroffene davon so gefangen genommen wird, dass sein soziales Leben nicht mehr funktioniert.

Schlusswort

Selbstbefriedigung mit realen oder fantasierten Fetischen ist für Viele einfach ein heilsames Mittel, um sich auf sexuellen „Fantasiereisen“ vom Alltagsstress zu erholen.

Quelle: Lustschmerz

Lustschmerz: Was genau ist „Fetisch“?

„Fetisch“ leitet sich ab, von dem lateinischen Verb „facere“ und dem französischen Wort „fetiche“. „Facere“ bedeutet hierbei das „Machen“, wohingegen „Fetiche“ den „Zauber“ beschreibt. Für manche Menschen dreht es sich bei so einem Zauber aber nicht immer nur um den sexuellen Fetischismus, der zum Erreichen des Höhepunkts den Kontakt zum Fetisch voraussetzt. Einige Fetischisten werden dabei auch von Dingen oder Kleidungsstücken verzaubert, sofern sie sich auf eine ganz besondere Art und Weise dafür begeistern.

Das Phänomen des Fetischismus macht sich jedenfalls auf allen Kontinenten bei Männern wie bei Frauen bemerkbar.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Fetischismus“?


Leider wird der Begriff „Fetischismus“ oft negativ bewertet, obwohl es sich dabei um eine äußerst spannende und unterhaltsame, menschliche Eigenheit handelt. Die Fixierung auf etwas ganz Spezielles, wie einen gewöhnlichen Gebrauchsgegenstand oder ein alltägliches Kleidungsstück, ist bei jedem Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt.

Erwachsene verspüren diese Neigung beispielsweise dann, wenn sie sich nur für einen ganz speziellen Autotyp begeistern können oder wenn es um Kleidung geht. Manche Leute möchten auch einfach immer wieder dieselbe Hose anziehen, weil sie sich damit am Besten fühlen.

Natürlich kann Fetisch aber auch entarten und ins krankhafte Verhalten übergehen. Doch die Grenzen sind hierbei fließend. Solange der Betreffende dabei nicht unter seiner Neigung leidet oder Andere durch seine Neigung zu Schaden kommen, ist Toleranz der Schlüssel zur Befreiung von falschen Vorstellungen, die eigenen Bedürfnisse betreffend.

Wie kommt ein „Fetisch“ zustande?

In der Regel ist ein Fetisch mit Erinnerungen an längst vergangene Zeiten verbunden. Irgendein längst vergessenes Erlebnis, dass sich tief im Unterbewusstsein manifestierte, erlebt durch die Begegnung mit dem Fetisch eine Renaissance, über die sich der Fetischist allerdings nicht im Klaren ist. Das können sowohl negative als auch positive Erlebnisse gewesen sein. Dies zu erörtern gehört allerdings in den Arbeitsbereich eines erfahrenen Psychologen, der sich mit den Grundsätzen der Psychoanalyse befasst. Die wenigsten Fetischisten haben jedoch das Bedürfnis nach Ursachenforschung. Ihnen liegt viel mehr daran, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Zudem wird Fetischismus von den meisten Psychologen nicht mehr als therapiepflichtige Störung angesehen, sondern als Spielart menschlicher Sexualität. Nur in bestimmten Fällen brauchen Fetischisten wirklich Hilfe.

Neigungen des Fetischismus


Fetischismus ist eine stark auf das Ego abgestimmte Neigung. Hier finden Leute aller Art in einer globalen Vereinigung der außergewöhnlichen Vorlieben zueinander.

Bei Kleidungsstücken, die als Fetisch wahrgenommen werden, stehen Strümpfe, Schuhe und Dessous im Vordergrund. Danach folgen erst die Lederartikel mit Peitschen sowie enganliegenden Hosen und Röcken.

Ein weites Feld der Fetische stellen aber auch alle Gegenstände aus Gummi dar. Der Ganzkörperanzug aus Gummi ist hier zum Beispiel besonders beliebt, denn er verleiht dem Fetischist die Erinnerung an das Gefühl, das auf seine Entstehungsstadien zurück führt.

Viele Fetischisten bevorzugen wegen der starken Bezogenheit auf die orale und anale Entwicklungsphase auch Gegenstände, die man zur Pflege von Babies benötigt, wie Puder, Cremes, oder Windeln, die es ja auch für Erwachsene gibt, und natürlich Babyspielzeug.

Hin und wieder gehören jedoch auch einzelne Körperteile wie Haare, Füsse, die Hände und sogar Kunstglieder wie Prothesen sowie Perücken zu den Fetischobjekten.

Bei sexuell geprägtem Fetischismus spielen die Gegenstände eine wichtige Rolle, um die sexuelle Erregung zu entwickeln und zu steigern, um anschließend den Höhepunkt erleben zu können. Nicht selten findet man bei erektionsschwachen Männern eine ausgeprägte Vorliebe für bestimmte Fetische, die ihre Phantasie soweit anregen, dass sie erst dadurch zum Geschlechtsakt fähig sind. Anderen genügt es widerum, den von ihnen bestimmten Fetisch nur zu betrachten, um sexuelle Aktivität entwickeln zu können.

Natürlich gibt es auch Fetischisten, die keinen Gegenstand benötigen, sondern sich vorzugsweise an fremden Menschen reiben. Meist praktizieren sie dies in Bussen und Bahnen oder dort wo dichtes Menschengedrängel herrscht.

Einige Fetischisten werden auch von einem nicht mehr vorhandenen Glied angezogen, was sich bis hin zur sexuellen Erregung durch Verkrüppelung oder Amputation steigern kann.

Ausprägungen des Fetischismus


Fetischismus beinhaltet außer Sex aber auch noch stark religiöse Aspekte. Diese zeigen sich zum Beispiel im Tragen von Kettchen mit Kreuzanhänger, ohne das der Träger oder die Trägerin sich dabei unsicher fühlt. Genauso verhält es sich mit dem Tragen des Kopftuches, welches streng genommen auch nichts anderes als ein Fetisch ist.

In vielen Völkern, besonders den Naturvölkern, gelten Fetische desweiteren als Schutzsymbole für Haus und Hof. Andere Fetische werden widerum hergestellt, um Wünsche zu erfüllen. Schamanen arbeiten beispielsweise viel mit Fetischen, denn ihre Kunden werden so besser konditioniert, an die Kraft des Schamanen zu glauben. Dadurch wird sehr oft der Heilungsprozess, durch die Anregung der Selbstheilungskräfte, deutlich besser in Gang gesetzt.

Ursachen und Auftreten des Fetischismus

Über die Ursachen des Fetischismus gibt es verschiedene Theorien.

Beim Windelfetischismus wird zum Beispiel gemutmaßt, dass starke Liebesentbehrungen der Auslöser sind, oder die Eltern der Betroffenen ihre Kinder übertrieben früh zur Sauberkeit erzogen. Belege dafür gibt es jedoch nicht. Manchmal ist Fetischismus einfach das Symptom eines anderen psychischen Problems. Etwa, wenn ein Mensch große Schwierigkeiten bei sozialen Kontakten hat oder nicht zu einer festen Partnerschaft im Stande ist.

In diesem Fall behandeln Therapeuten primär dann aber nicht den Fetischismus, sondern die Beziehungsstörung.

Fetischismus tritt allerdings auch bei Sexualstraftätern auf. Das hängt oft damit zusammen, dass sie viel alleine sind. Umgekehrt bedeutet dies aber nicht, dass Fetischisten generell zu sexuellen Übergriffen neigen. Manche Patienten gehen auch nach der Lektüre veralteter Fachbücher noch immer verstört zum Psychiater, weil sie sich für abnormal halten.

Heutzutage sehen die meisten Psychotherapeuten Fetischismus aber nicht mehr als „pervers“ an. Denn eine Paraphilie oder „krankhafte sexuelle Abweichung“ liegt in den Augen der meisten Therapeuten nur dann vor, wenn bestimmte sexuelle Fantasien länger als sechs Monate immer wieder auftauchten und der Betroffene davon so gefangen genommen wird, dass sein soziales Leben nicht mehr funktioniert.

Schlusswort

Selbstbefriedigung mit realen oder fantasierten Fetischen ist für Viele einfach ein heilsames Mittel, um sich auf sexuellen „Fantasiereisen“ vom Alltagsstress zu erholen.

Ganzen Artikel auf Lustschmerz lesen.

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