Schlagzeilen-Kolumne: Sexismus in der SM-Szene?

Die meisten haben es mitbekommen und wer es noch nicht weiß, am 14.2. ist kein normaler Valentinstag, sondern der Tag von One Billion Rising – also ein Aufstehen von Frauen aus aller Welt an den unterschiedlichsten Orten um gegen Gewalt gegen Frauen und für Gleichberechtigung und Gleichstellung zu demonstrieren.
Passend dazu gibt es bei uns ja seit einigen Wochen eine Sexismus-Debatte, ausgelöst durch verkorkstes Alt-Männer-Geflirte (oder was er dafür hielt).
Zu beiden Themen ist eine Menge geschrieben, gesagt und gezeigt worden und manches davon kann ich nachvollziehen, manches scheint über das Ziel hinaus zu schießen und manches ist ein ekelhafter Beweis …

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Hinterhältiger Angriff mit üppiger Oberweite

Ein Liebesspiel an einem Maimorgen endete mit einem „Kampf um Leben und Tod“. Ein Jurist aus Unna wirft seiner Ex-Freundin gefährliche Körperverletzung vor. Sie soll versucht haben ihm mit ihrer Oberweite zu ersticken und anschließend gewürgt haben. Er habe sich „mit Händen und Füßen“ gewehrt und es letzendliche geschafft sich auf Flur zu flüchten wo eine Nachbarin die Polizei alarmierte.

Das Gericht spricht von einer „Körperverletzung mittels einer Waffe oder eines anderen gefährtlichen Werkzeuges“ und von „einer das Leben gefährdenden Behandlung“. Als Grund der Attacke vermutet das Opfer „Minderwertigkeitskomplexe“ und sie habe es ihm „so angenehm wie möglich machen wollen“ anstatt ein Messer zu verwenden.

Der Prozess beginnt im Dezemeber am Amtsgericht Unna.

Weitere Informationen findet man unter Anderem hier.

Quelle: Internet

Schlagzeilen-Kolumne: Diskussionen?

Als wir dieses Jahr in Wacken auf dem W.O.A waren, hörten wir, dass es Diskussionen darüber gab, ob es denn für ein Heavy Metal Festival passend ist, dass der Charon Verlag dort einen Stand hat.
In der virtuellen SZ habe ich auch zwei Bilder von unseren Auftritten dort im Metal Market Zelt hochgeladen. Einige der Bildkommentare kritisierten unseren Auftritt auf so einem Festival.
Wie wäre es denn, wenn wir auf einem Streetart Festival wie STAMP auftreten würden, ganz auf künstlerischen Ausdruck fokussiert mit Kimono und Hakama?
Mal abgesehen davon, was die Veranstalter dazu sagen würden – ich denke da etwa an die Reaktion …

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Kein Unterhalt bei offensichtlichem SM-Partner

Mit Beschluss vom 06.02.2012 hat das OLG Köln entschieden das einer Frau keine Verfahrenskostenhilfe in einem Unterhaltsstreit zusteht.

Was war passiert? Die Frau wurde nach unseren Recherchen 2010 von ihrem damaligen Ehemann geschieden und im Zuge der Scheidung wurde durch summarischen Prüfung kein Unterhaltsanspruch der Frau gegenüber ihrem Ex-Ehemann festgestellt. Danach hatte die  Frau von Mai bis mindestens Juli 2011 eine ca. dreimonatigen Partnerschaft mit einem „offensichtlich sadistisch veranlagten Partner“, der ihr gegenüber auch in verschiedener Form gewalttätig geworden sein soll. Im Zuge dieser Beziehung traten psychische Probleme auf die nach Inanspruchnahme fachkundiger Hilfe im Oktober 2011 zu einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit führten.

Auf Grund der Arbeitsunfähigkeit und der damit einhergehenden schlechteren wirtschaftlichen Situation versuchte die Frau zunächst vor dem Familiengericht einen Unterhaltsanspruch gegenüber ihre Ex-Ehemann durchzusetzen. Dem erteilte das Familiengericht eine Abfuhr mit der Begründung die Frau habe den Zustand selbst herbeigeführt und somit entfällt der Unterhaltsanspruch. Gleichzeitig scheint das Familiengericht die Verfahrenskostenhilfe abgelehnt zu haben wogegen die Frau beim OLG Beschwerde eingelegt hatte, mit der sie aber auch gescheitert ist. Das OLG bestätige die Auffassung des Familiengerichtes das die Frau ihre Situation leichtfertig und damit Mutwillig herbeigeführt hat.

Das Führen einer destruktiven SM-Beziehung kann also nachhaltige negative Folgen haben die sich sogar auf einen potentiellen Unterhaltsanspruch auswirken können. Umso mehr wird deutlich wie wichtig psychische Stabilität vor allem in SM-Beziehungen wichtig ist.

Der Volltext des Beschlusses ist hier zu finden.

Quelle: OLG Köln/SWL

Schlagzeilen-Kolumne: Zwischen Seriosität und Spaß

Irgendwie ist mir über die Jahre immer mal wieder abhanden gekommen, dass die Schlagzeilen und unsere Webseite ein Angebot sind, dass den Staatsanwalt, die Bundesprüfstelle oder auch nur einen Verweis anderer um den Jugendschutz besorgter Organe hervorrufen kann.
In den Anfangs-Jahren, als SM noch viel heimlicher war, der Ruch des Perversen in der Luft hing, sagten wir gerne, dass man bei der Produktion eines SM-Magazins immer irgendwie mit einem Bein im Knast steht: Verbreitung von Gewaltpornografie, Jugendgefährdung und so weiter.

Nun haben wir wohlmeinende Offizielle gehabt, die uns nie wirklich schmerzhafte Knüppel zwischen die Bein geschmissen haben, aber alle paar Jahre passiert …

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Schlagzeilen-Kolumne: Wo ist die SM-Szene geblieben?

Neulich war ich auf einer SM-Party. Und natürlich kam irgendwann das Gespräch auf die aktuelle Situation der SM-Szene, da auch auf dieser Party ein Phänomen zu beobachten war, welches zur Zeit typisch ist: Die Party war mal wieder relativ schlecht besucht – kein Vergleich zu den Besucherzahlen früherer Veranstaltungen. Überall hört man diese Klagen der Partybetreiber und Szene-Veranstalter.
Vermutungen, dass die Leute wohl eher zu anderen Veranstaltungen abwandern, konnten nicht bestätigt werden, sogar die Swinger-Clubs jammern über Besucherschwund und viel der alteingesessenen Domina-Studios haben inzwischen geschlossen. Auch die SM-Restaurants und Bars haben keinen echten Grund zu Freude. Die einzige Ausnahme scheint …

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Schlagzeilen-Kolumne: SM ist Privatsache oder?

Bisher haben wir in Deutschland es ja recht gut. Niemand bekommt Ärger, weil er seinem Partner ganz einvernehmlich den Arsch verstriemt oder mit Nadeln Löcher in seine Liebste sticht. Keiner wird mit Gefängnis bedroht, weil er seine Sklavin im Käfig hält oder seinen Sklaven in Frauenkleidern putzen lässt.
Klar kann es immer noch hie und da zu Problemen kommen, wenn etwa ein kirchlicher Arbeitgeber oder die Schulbehörde darüber stolpert, dass man ein aussagekräftiges Profil in einem der SM-Portale hat, aber kaum ein Vormundschaftsgericht lässt sich davon beeindrucken, dass sie SM-Kontaktanzeigen schaltet oder er eine SM-Geliebte hat.
Also könnten wir uns entspannen, die …

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Schlagzeilen-Kolumne: Lena, Fußball-WM und der Sadomasochismus

Wir leben in einer Welt, in der alles mit allem vernetzt zu sein scheint und da wundert es nicht, wenn der Eurovision Song Contest und natürlich auch die Weltmeisterschaft in Südafrika nicht folgenlos für den deutschen Sadomasochismus sein werden.

Wie ja alle aufgeklärten Perversen wissen, sind SM-Leute heillos romantisch und natürlich liest man in fast jeder zweiten Kontaktanzeige oder Selbstbeschreibung etwas von Authentizät – also Echtheit.

Wie in den Feuilletons der bundesdeutschen Normalo-Presse nachzulesen ist, ist ja gerade die Natürlichkeit, mit der die Gewinnerin einher kommt. Der \“Spiegel\“ etwa schrieb dazu am 30.5. in seiner Onlineausgabe: \“Kein Wunder, dass alle Welt von …

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Schlagzeilen-Kolumne: Krisenzeiten!?

Kaum ein Tag vergeht an dem sie uns nicht neue Katastrophen-Meldungen aus der Wirtschaft um die Ohren hauen. Man kann das Wort Finanzkrise schon nicht mehr hören.
Statt zu versuchen, die schwierige Lage in den Griff zu kriegen, gemeinsam nach vorne zu gehen, übergreifende Lösungen zu stricken gibt es hier und da ein wenig Unterstützung für Banken, Autoindustrie und ein paar Andere. Man redet vom Mittelstand und wie bestimmte Maßnahmen diesem zugute kommen sollen.
Leider redet man nicht von der Erotik-Branche, die schon seit Jahren geschüttelt wird von den oft kostenfreien Angeboten im WWW. Die Umsatzeinbußen hinnehmen musste, die in manchen Jahren …

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Schlagzeilen-Kolumne: Unüberlegt?

Vor einiger Zeit traf ich einen französischen Produzenten von SM-Toys, dessen Firmen-Initialen SM waren und der sich daher seinen Firmenkürzel ?SM? schützen ließ. Und vor nicht so langer Zeit versuchte mal jemand den Begriff BDSM für sich beim deutschen Patentamt schützen zu lassen. Hat aber glücklicherweise nicht geklappt.
Und grad vor ein paar Tagen ging durch die Presse, dass sich ein rechtes Kleidungs-Label den Begriff Hardcore habe schützen lassen. So als wäre der Begriff nicht ohnehin mit einer Musikrichtung und mit jeder Menge Porno besetzt. Bisher hat da wohl niemand Einspruch erhoben.
Parallel dazu gibt es seit geraumer Zeit eine immer mal …

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